Labore

Bioanalytik und Biosensorik

Raum: LS 031                                               Laborleitung: Prof. Dr. Michaela Gruber,
                                                                                            Prof. Dr. Johann Jaud    
                      

                         
Im Labor Bioanalytik und Biosensorik werden aktuelle Fragestellungen der in-vitro Diagnostik und klinischen Chemie bearbeitet. Die Studierenden lernen den typischen Workflow von der Aufreinigung und Aufbereitung biologischer Probenmaterialien über verschiedene Analyseverfahren bis zur Auswertung der Ergebnisse kennen. Im Labor steht dafür eine breite Palette moderner Analyseverfahren und Geräte zur Verfügung.
Zentrale Themen sind die Polymerase-Kettenreaktion (PCR) und Microarray-Analysen.
Bei der PCR werden Proben mit Erbsubstanz (DNA) in vitro vervielfältigt. In der Praxis wird die Technik beispielsweise verwendet, um Erbkrankheiten oder virale Erkrankungen zu erkennen, genetische Fingerabdrücke zu erstellen, oder auch Vaterschaftstests durchzuführen.
Microarrays, auch „Bio-Chips“ genannt, sind Objektträger, die eine Vielzahl an Einzeltests auf kleinstem Raum enthalten. Als Sonden werden gewöhnlich DNA-Fragmente oder Proteine verwendet, die mit entsprechenden Zielmolekülen im Analyten in Wechselwirkung treten. In der Praxis werden Microarrays in der Diagnostik, zur Analyse des Genoms und der Genexpression verwendet.

Ausstattung
Für Forschung und Lehre steht u.a. folgende Ausstattung zur Verfügung:

  • Nass-chemische Laborarbeitszeile mit Abzug zur Proben Vor- und Aufarbeitung
  • PCR Thermocycler mit Gradientenfunktion
  • Real-Time-PCR System für schnelle Multiplexanalysen
  • Gelelektrophorese und Dokumentationsvorrichtung
  • Microarray-Scanner Genepix 4100A mit Zwei-Farben-Anregung
  • UV/VIS-Photospektrometer PerkinElmer Lambda 25
  • Fluorimeter Glomax Jr.
  • Inverses Forschungsmikroskop Olympus IX 51 mit Hellfeld-, Phasenkontrast- und Fluoreszenzoption
  • PC Workstation mit CellSens Software zur digitalen Erfassung, Bearbeitung und Auswertung von Mikroskopiedaten
  • LabView-Arbeitsplätze mit Multifunktions-Datenerfassungskarten zur Entwicklung automatisierter Mess- und Analyseverfahren
  • Laser-Doppler-Anemometer zur Messung von Strömungsgeschwindigkeiten

Praktikumsversuche
Im Labor findet im 4. Semester das Praktikum Sensorik in der Medizintechnik mit fünf Versuchen statt.

  • Photometrische Glucosebestimmung

Ziel des Versuchs ist es, photometrisch eine quantitative Bestimmung von Glucose (Traubenzucker) in einer Testflüssigkeit vorzunehmen. Die dazu eingesetzten gekoppelten enzymatischen Reaktionen und das Detektionsverfahren entsprechen auch der Vorgehensweise zur quantitativen optischen Bestimmung der Glucosekonzentration im Blut mittels eines Glucometers.

  • pH-Wert

Die Studierenden lernen in diesem Versuch die Grundlagen der potentiometrischen Messung von Stoffkonzentrationen kennen und führen eine manuelle Dreipunktkalibrierung einer potentiometrischen Messkette durch. Die Auswertung erfolgt dabei mit Hilfe der wissenschaftlichen Datenanalyseumgebung IGOR Pro.

  • Laser-Doppler-Anemometrie

Gegenstand dieses Versuches ist der Aufbau und die Justage eines Laser-Doppler-Anemomenters auf einer optischen Bank zur Bestimmung der Strömungsgeschwindigkeit einer Flüssigkeit. Die Messung des Interferenzsignals erfolgt dabei mittels einer Silizium-Photodiode.

  • Temperatur-Sensor

Die Studierenden lernen in diesem Versuch, verschiedene in der Medizintechnik häufig verwendete Temperatursensoren (Pt100, NTC, Thermoelement) sinnvoll anzusteuern und in einen Versuchsaufbau zu integrieren. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei den verschiedenen Ausgangssignalen und den Unterschieden in den Kennlinien der einzelnen Sensoren.

  • Geiger-Müller-Zählrohr

Ziel des Versuchs ist die Bestimmung des Absorptionskoeffizienten verschiedener Materialien und die Berechnung des Energiegehalts von Gammastrahlung durch Messung mit einem Geiger-Müller Zählrohr. Die Untersuchung der statistischen Streuung von Impulsratenmessungen dient dazu, die Methoden der mathematischen Statistik experimentell zu veranschaulichen und praktisch anzuwenden.

Elektrische Messtechnik

Raum: LW 107

Laborleiter: Prof. Dr. Christian Faber

Das Labor Elektrische Messtechnik der Hochschule Landshut dient hauptsächlich der Ausbildung von Studenten des Studiengangs Elektro- und Informationstechnik in grundlegenden Messverfahren. Es umfasst unter anderem Versuche zu Messverstärker-Schaltungen, AD-Wandlern, Lock-In-Verstärkern, einen Spektral-Analysator und einen Netzwerk-Analysator.

Ausstattung:

  • Operationsverstärker: Analogschaltungen zur Messsignalverarbeitung
  • AD-DA-Umsetzer
  • Digitaloszilloskop: Abtasttheorem, FFT-Analyse, komplexe Videosignale
  • Vektornetzwerkanalysator: S-Parameter-Messung und Impedanzanalyse ; Temperaturmessung mit OFW-Element
  • GHz-Spektrumanalysator: Analyse von Rauschen und Empfindlichkeit; Spektren von analog und digital modulierten Nachrichtensignalen; Übertragungsmessung an OFW-Mobilfunk-Antennenweiche
  • Lock-in-Verstärker: Hochempfindliche Amplituden-und Phasenmessung, Lichtmessung mit Photowiderstand

 

Praktikumsversuche:

  • Analogschaltungen der elektronischen Messtechnik
  • Analog-Digital-Umsetzer, Digital-Analog-Umsetzer und Frequenzzähler
  • Digitalspeicheroszilloskop
  • Netzwerkanalysator
  • Spektralanalysator

Grundlagen der Elektrotechnik

Raum: LW 104                                                       Laborleitung: Prof. Dr. Armin Englmaier

Anhand kleiner Schaltungen, welche die Studierenden in fünf unterschiedlichen Versuchen aufbauen, wird der Umgang mit Standardwerkzeugen wie Konstantspannungsquelle, Funktionsgenerator, Multimeter und Digitaloszilloskop eingeübt. Darüber hinaus werden wichtige Messprinzipien vermittelt, wie z.B. der Unterschied zwischen strom- und spannungsrichtigem Messen, die Messung von Innenwiderständen nach dem Kompensationsverfahren, Induktivitätsbestimmung von Spulen, Aufnehmen der Übertragungskennlinien von RLC-Filter und Eintragen der Messkurven in ein Bode-Diagramm, und die Messung der Magnetisierungskennlinie einer Eisenkernspule.

Ausstattung
20 Arbeitsplätze an 10 Tischen mit

  • Konstantspannungsquelle,
  • Funktionsgenerator
  • zwei analoge und zwei digitale Multimeter
  • Digitaloszilloskop
  • Satz von Bauteilen (Widerstände, Kondensatoren, Spulen, Dioden)
  • Steckbrett
  • Transformator.

Praktikumsversuche

  • Gleichstromschaltungen
  • Messungen mit dem Digitaloszilloskop
  • Induktivität
  • Güte und Innenwiderstand einer Spannungsquelle
  • Wechselspannungsnetzwerke
  • Transformator

Kommunikationstechnik

Raum: LW 102                                                                Laborleitung: Prof. Dr. Guido Dietl

Das Labor Kommunikationstechnik der Hochschule Landshut umfasst eine hochwertige Geräteausstattung im Bereich der Telekommunikation, der Hochfrequenztechnik und der digitalen Signalverarbeitung, die sowohl in der Lehre als auch in angewandten Forschungs- und Entwicklungsprojekten Verwendung findet.

Ausstattung
Studierenden und Projektpartnern stehen u.a. folgende Ausstattung zur Verfügung:

  • Fünf Laborarbeitsplätze mit hochwertigen Messgeräten für diverse Versuche aus dem Bereich der Telekommunikation,
  • Hochfrequenzmessplatz mit vektoriellem Netzwerkanalysator, Digitaloszilloskop und Spektrumanalysator für Frequenzen bis zu 7 GHz,
  • sechs Software Defined Radios (SDRs) zur Realisierung von kooperierenden Kommunikationssystemen mit mehreren Sende- und Empfangsantennen für Frequenzen von 50 MHz bis 2,2 GHz,
  • Diverse Digital Signal Processor (DSP) Boards zur Echtzeitumsetzung entwickelter Algorithmen im Bereich der digitalen Signalverarbeitung und -diverse Software und mehrere PCs zur Systemsimulation, Auswertung der Messergebnisse und Ansteuerung der oben genannten Geräte.


Praktikumsversuche

  • Einführung in das NI‐ELVIS‐II‐Gerät mit dem DATEx‐Modul, Abtastung und Rekonstruktion von analogen Signalen
  • PCM Codierung, Decodierung und Zeitmultiplex
  • Bandbegrenzung, Rauschen und Augendiagramm
  • Amplitude und Frequency Shift Keying
  • Binary/Quadrature Phase Shift Keying und Direct Sequence Spread Spectrum
  • diverse Versuche zu digitalen Filtern

Medientechnik und Industrielle Bildverarbeitung

Raum: LW 109

Laborleiter: Prof. Christian Faber

  • 18 PC-Arbeitsplätze
  • Software für Medientechnik (Adobe-Creative Suite u.a.): Desktop Publishing, Audiodesign und Tonbearbeitung, Bildbearbeitung und Illustration, Videoschnitt, Web-Design incl. Web-Shop mit Datenbankanbindung
  • LabVIEW für industrielle Bildverarbeitung und Messautomatisierung
  • Zusätzliche Hardware: Monitorkalibriergeräte, HD-Videocamcorder, Scanner, Audiostudio-Equipment, (Mikrofone, Mischpult, Verstärker, Lautsprecher) Beleuchtungstechnik

Grundlagen Elektronik, Mess- und Regelungstechnik

Raum: LS 103                                                          Laborleitung: Prof. Dr. Jürgen Giersch

Das Labor Mess- und Regelungstechnik für Wirtschaftsingenieure dient der Grundausbildung von Studierenden der auf Elektrotechnik basierenden Studiengänge Wirtschaftsingenieur-wesen, Automobilwirtschaft und -technik, sowie weiterer Studiengänge.

Ausstattung
20 Studentenarbeitsplätze mit Experimentieraufbauten zu nachfolgenden Praktikumsversuchen

Praktikumsversuche
2. Semester:

  • Gleichstromschaltungen
  • Messungen mit Digitaloszilloskop
  • Wechselstromschaltungen
  • Diodenschaltungen
  • Logikschaltungen


3. Semester:

  • MOSFET
  • Operationsverstärker
  • AD-DA-Wandler
  • klassische Reglerschaltungen
  • lastabhängige Generatorregelung

Mikrocomputertechnik

Raum: LS 101

Laborleiter: Prof. Dr. Peter Spindler

Im Labor Mikrocomputertechnik sollen die Studierenden befähigt werden, komplexe Aufgabenstellungen aus der industriellen Praxis mit Mikrocomputersystemen (Soft- und Hardware) zu lösen.

Dazu stehen zehn moderne Mikrocomputer-Entwicklungsplätze zur Verfügung. Jeder Entwicklungsplatz besteht aus einem leistungsfähigen PC, auf dem die Entwicklungsumgebung µVision4 der Fa. Keil installiert ist. Damit stehen zehn Programmierplätze zur Softwareentwicklung für den verwendeten Mikrocontroller C8051F020 der Fa. Silicon Labs in Assembler sowie der Programmiersprache C und ein Debugger zum Testen zur Verfügung.

Im Rahmen der Versuche werden alle wichtigen Funktionseinheiten des Mikrocontrollers wie ADC, DAC, RS232-Schnittstelle, SPI-BUS und I2C-Bus in Betrieb genommen. Zur Aufnahme der dazu notwendigen Zusatzhardware kommt eine selbst entwickelte Platine zum Einsatz.

Im Praktikum arbeiten in der Regel zwei Studierende unter direkter fachlicher Betreuung an einem Entwicklungsplatz.

Produktion und Logistik PuLL®

Im PuLL®-Planungszentrum werden neueste Technologien und Vorgehensmodelle erforscht und präsentiert, die in der frühen Phase des Produktentstehungsprozesses den Planer bei einer kostenoptimalen Gestaltung der Produktions- und Logistikprozesse unterstützen. Dabei liegt der Schwerpunkt im Aufbau einer durchgängigen Planungsumgebung von der 3D-Fabrikplanung über die Gestaltung von Montage- und Logistikprozessen bis zum Aufbau der Auftragssteuerung im MES-System. Auch die frühzeitige Absicherung von Planungsergebnissen unter Einsatz von Virtual Reality und teamorientierten Planungstechnologien spielt dabei eine große Rolle.

Siehe dazu: PuLL®-Planungszentrum

In der Lean-Lernfabrik ist die Musterfabrik als Technik-Demonstrator das ganze Jahr im Einsatz. Unternehmen können sich vor Ort von den Best-Practice-Lösungen überzeugen oder im Rahmen unseres Weiterbildungsangebotes in Kooperation mit der Leonardo Group von der realitätsnahen Umgebung profitieren. Den Studierenden des Master Studienganges Wirtschaftsingenieurwesen und Elektrotechnik der Hochschule Landshut wird ermöglicht eine technologisch sehr ausgereifte Musterproduktion zu betreiben. Außerdem ist die Lean-Lernfabrik die optimale Umgebung für die anwendungsnahen Forschungsprojekte am Kompetenzzentrum PuLL®.

Siehe dazu: Lean-Lernfabrik

Ansprechpartner:

Name: Prof. Dr. Markus Schneider

Funktion: Leitung Kompetenzzentrum PuLL®

 

 

 

Rechnergestützte Messtechnik

Raum: LW 107                                                        Laborleitung: Prof. Dr. Christian Faber

Das Labor Elektrische Messtechnik der Hochschule Landshut dient hauptsächlich der Ausbildung von Studenten des Studiengangs Elektro- und Informationstechnik in grundlegenden Messverfahren. Es umfasst unter anderem Versuche zu Messverstärker-Schaltungen, AD-Wandlern, Lock-In-Verstärkern, einen Spektral-Analysator und einen Netzwerk-Analysator.

Ausstattung

  • Operationsvertärker: Analogschaltungen zur Messsignalverarbeitung
  • AD und DA-Umsetzer
  • Digitaloszilloskop: Abtasttheorem, FFT-Analyse, komplexe Videosignale
  • Vektornetzwerkanalysator: S-Parameter-Messung und Impedanzanalyse; Temperaturmessung mit OFW-Element
  • GHz-Spektrumanalysator: Analyse von Rauschen und Empfindlichkeit;  Spektren von analog und digital modulierten Nachrichtensignalen; Übertragungsmessung an OFW-Mobilfunk-Antennenweiche
  •  Lock-in-Verstärker: hochempfindliche Amplituden-und Phasenmessung; Lichtmessung mit Photowiderstand


Praktikumsversuche

  • Analogschaltungen der elektronischen Messtechnik
  • Analog-Digital-Umsetzer, Digital-Analog-Umsetzer und Frequenzzähler
  • Digitalspeicheroszilloskop
  • Netzwerkanalysator
  • Spektralanalysator

Robotik

Raum: Pullhalle

Laborleiter: Prof. Dr. Jörg Mareczek

Das Robotik-Labor an der Fakultät Elektrotechnik und Wirtschaftsingenieurwesen der Hochschule Landshut ist mit anthropomorphen und humanoiden Robotern ausgestattet. Im durchgeführten Praktikum wenden die Studierenden das in der Vorlesung Robotik erworbene Wissen in praktischen Aufgabenstellungen an. Dabei geht es von der Programmierung und Steuerung einfacherer Bewegungsabläufe bis hin zur Implementierung von kooperativen Tätigkeiten und Machine-Vision Anwendungen. Der Schwerpunkt in der angewandten Forschung liegt bei den Stereokamerasystemen.

Es stehen unter anderem folgende Geräte zur Verfügung:

  • 5 Laborarbeitsplätze mit Katana-Roboterarmen (1x Katana350 6M90, 1x Katana350 6M180, 2x Katana400 6M180, 1x Katana450 6M180) mit PC und Steuerungssoftware „Katana4D“
  • 5 Humanoide NAO Roboter mit PC und Steuerungssoftware
  • Servomotorarbeitsplatz
  • Entwicklungsplatz für Stereokamerasysteme
  • Zweiarmroboter für kooperative Tätigkeiten

Schaltungstechnik und elektronische Bauelemente

Raum: LW 112                                                             Laborleitung: Prof. Dr. Thomas Wolf

Im Labor Elektronische Bauelemente werden die in der zugehörigen Vorlesung behandelten Bauelemente im praktischen Betrieb untersucht. Dabei werden die statischen und dynamischen Betriebsparameter gemessen und mit den Datenblattangaben verglichen.

Ausstattung
10 modernen Arbeitsplätzen mit

  • PC mit Programmen zur Datenaufnahme, Schaltungssimulation, Platinenlayout und zur Versuchsdokumentation
  • 190W-Netzgerät
  • 100kHz-Funktionsgenerator mit 65W Ausgangsleistung
  • 30MHz-Puls-und Funktionsgenerator
  • 100MHz-Zweikanal-Digitaloszilloskop
  • Digitalmultimeter
  • Steckbrett für Einzelbauelemente
  • Steckbrett für Platinenmodule mit aufgelöteten Bauelementen


Praktikumsversuche
Im Praktikum Elektronische Bauelemente werden folgende Versuche durchgeführt:

  • Einführung in die Schaltungssimulation mit LTspice
  • Diode, LED und Fotodiode
  • Bipolartransistor
  • MOSFET
  • IGBT und Thyristor
  • Lineare Transistorgrundschaltungen