Forschungsaktivitäten

Forschungsbereich Digitalisierung, E-Beratung und Essstörungen"

Forschungsprojekt:  Digitale Beratungsangebote professioneller Beratungsstellen für Essstörungen: Partizipative Bestandsaufnahme, Evaluation und Entwicklung von Qualitätsleitlinien DigiBEssst

Zeitraum: 1.12.2021-30.11.2023

Förderung: Bundesministerium für Gesundheit

Kooperationspartner: Bundesfachverband Essstörungen BFE e.V., Dipl.-Päd. Sigrid Borse & Dipl.-Psych. Andreas Schnebel (Projektleitung) sowie  Sabine Dohme (bis Mai 2022) bzw. Dipl. Soz.päd. Kathrin Harrach (ab Mai 2022)

Mitwirkende an der Hochschule Landshut: Anna Hofer, M.A. Klinische Sozialarbeit (kooperative Promotion mit Prof. Dr. Ehrlich, Dresden); Cäcilia Hasenöhrl, BA  Soziale Arbeit´, Studentin im MA Klinische Sozialarbeit

Kurzbeschreibung: Professionelle Beratungsstellen sind oftmals die erste Anlaufstelle für von Essstörungen Betroffene und Angehörige und bieten zudem Unterstützung für Fachkräfte, die mit Betroffenen arbeiten. Sie nehmen eine zentrale Rolle in der integrierten Versorgung von Essstörungen ein. Das Angebot professioneller Beratungsstellen ist in Deutschland jedoch kaum erforscht. Zudem waren bis vor wenigen Jahren digitale Beratungsangebote nur rudimentär ausgebaut. Die Relevanz von E-Mental-Health-Angeboten wurde im Zuge der COVID-19-Pandemie besonders deutlich, sie ergibt sich jedoch auch aus der hohen Prävalenz von Essstörungen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen, für die Online-Aktivitäten eine wesentliche Lebenswelt darstellen. Vor dem Hintergrund des kaum vorhandenen Wissens über bestehende Strukturen im digitalen Bereich und des leichteren Zugangs zu Beratung für jüngere Zielgruppen, vor allen außerhalb des urba­­nen Raums, setzt sich das vorliegende Forschungsvorhaben folgende Ziele: Es will das bestehen­de digitale Beratungsangebot im Ess­störungsbereich in Deutschland erheben. Es will die Erfahrungen von Fachkräften, Betroffenen und Angehörigen mit diesen Angeboten erfragen. So wird einerseits „good practice“ dargelegt, andererseits werden bestehende Barrieren und Bedarfe abgeleitet. Im Anschluss werden Qualitätsleitlinien für professio­nelle digitale Beratung entwickelt. Nach einer umfassenden Literatur­studie wird dazu in einem partizipativen Forschungsprozess mit Hilfe eines Mixed-Methods-Designs, das eine Online-Befragung und vertiefende teilstandardisierte, qualitative Interviews umfasst, die Expertise der Fachkräfte, der Betroffenen und Angehörigen erhoben. Die Ergeb­nisse werden in Qualitätsleitlinien, Berichten und Publikationen gebündelt und der Öffentlich­keit zugänglich gemacht. Die Dissemination an Fachkräfte wird, ebenso wie der Zugang zum Feld, durch den Bundesfachverband Essstörungen BFE e.V. sichergestellt, was den nachhaltigen Transfer in die Praxis sichert.

Kooperationspartner:innen sind der gesamte Vorstand des Bundesfachverband Essstörungen BFE e. V. (Diätass. Tom Franke, Dipl. Päd. Monika Haase, Dr. Elisabeth Rauh, Dipl. Soz.päd. Karin Reupert, Dr. Wally Wünsch-Leiteritz); die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung BZgA; Prof. Dr. med. Ph. D. Stefan Ehrlich, TU und Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie Dresden,  Vizepräsident der Deutschen Gesell­schaft für Essstörungen DGESS e.V.; M.A. Päd. Emily Engelhardt, Online-Beraterin/Online-Supervisorin; Dr. Maya Götz, Leiterin des Internationalen Zentralinstituts für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI); Prof. Dr. jur. Bettina Kühbeck, Hochschule Landshut; Prof. Dr. Dietrun Lübeck, Studiengangsleitung Masterstudiengang Beratung in der Sozialen Arbeit Berlin; Netzwerk Essstörungen Sachsen NESSA; Dipl.-Soz.päd. Carmen Schmidt, Einrichtungsleitung Dick & Dünn Berlin.

 Publikationen, Vorträge:

 

 

 Forschungsbereich „Trialog"

Forschungsprojekt: Trialog bei Essstörungen TRES

Zeitraum: seit 2020; Projektförderung von 1.8.2022-31.7.2024

Förderung: Institut Sozialer Wandel und Kohäsionsforschung (IKON), Hochschule Landshut

Kooperationspartner: Bundesfachverband Essstörungen BFE, Frankfurter Zentrum für Essstörungen

Mitwirkende an der Hochschule Landshut: Enikö Schradi, M.A. Klinische Sozialarbeit

Kurzbeschreibung: In Trialogen begegnen sich Betroffene, Angehörige und nahestehende Personen sowie Fachkräfte auf Augenhöhe, tauschen ihre Perspektiven aus und lernen von der Expertise des/der anderen. Ausgehend von Psychoseseminaren hat sich das trialogische Vorgehen in der sozialpsychiatrischen Versorgung, v.a. auch bei Borderline-Persönlichkeitsstörungen, etabliert. Da auch Essstörungen Betroffene, Angehörige und Fachkräfte vor große Herausforderungen stellen, Betroffene Stigmatisierungsprozessen ausgesetzt sind und bei ihnen wie den Angehörigen oftmals ein großer Leidensdruck und Hilfebedarf besteht, wird evaluiert, inwieweit ein trialogisches Vorgehen im Essstörungsbereich gewinnbringend sein könnte bzw. bereits angewendet wird. Das Forschungsinstitut der Hochschule Landshut IKON stellt dafür eine Anschubfinanzierung bereit.

 

Forschungsprojekt: Borderline-Trialog Landshut

Zeitraum: 2019 - 2021

Kooperationspartner: Borderline Selbsthilfegruppe Landshut; Borderline-Trialog Landshut

Mitwirkende an der Hochschule Landshut: Enikö Schradi, Masterarbeit Klinische Sozialarbeit (Kulturpreis Bayern 2021), in Zusammenarbeit mit Prof. Johannes Lohner; Severin Hallermeier, Bachelorarbeit Soziale Arbeit

Kurzbeschreibung: Angelehnt an andere Trialoge in größeren Städten Deutschlands rief die Borderline Selbsthilfegruppe Landshut 2019 den Borderline-Trialog Landshut ins Leben. Die Hochschule Landshut unterstützte die Umsetzung, Enikö Schradi evaluierte die Durchführung im Rahmen ihrer Masterarbeit und belegte den Nutzen für alle drei beteiligten Gruppen: Betroffene, Fachkräfte und Angehörige. Im zweiten Durchlauf des Trialogs, der im Herbst 2020 aufgrund der Corona-Pandemie Online stattfand, widmete sich ein Trialogabend dem Thema "Ressourcen bei und durch die Borderline-Persönlichkeitsstörung". Dieses Thema griff Severin Hallermeier in seiner Bachelorarbeit auf und arbeitete durch Interviews mit von Borderline-Persönlichkeitsstörungen Betroffenen und ihren Angehörige spezifische Ressourcen heraus.

Publikationen:

  • Schradi, Enikö; Wunderer, Eva (2021): Borderline-Trialog. Der Trialog als vielversprechende Methode für Menschen mit Borderline-Persönlichkeitsstörung, deren Angehörige und Fachkräfte. In: Soziale Psychiatrie (2), S. 36–38.
  • Posterpräsentation auf der Trinationalen Tagung der DSGSA, OGSA, SGSA (2021) von Enikö Schradi.
  • Schradi, Enikö (2020): Miteinander reden und voneinander lernen - Evaluation des Borderline-Trialogs in Landshut, Abschlussarbeit im Master Klinische Sozialarbeit, Hochschule Landnshut, Erstgutachterin Prof. Dr. Eva Wunderer, Zweitgutachter Prof. Dr. Johannes Lohner

Preise für die Masterarbeit von Enikö Schradi

  • Kulturpreis Bayern 2021
  • ConSozial Wissenschaftspreis 2021

 

Forschungsbereich „Soziale Ansteckung bei Essstörungen“

Forschungsprojekt: Soziale Ansteckung bei Essstörungen

Zeitraum: seit 2017

Kooperationspartner: u.a. Dr. Karin Lachenmeir, Therapie-Centrum für Essstörungen TCE (Klinikum Dritter Orden, München); Schön Kliniken; Therapienetz Essstörungen; Universität Hildesheim (Prof. Andreas Mojzisch; Christian Elster)

Mitwirkende an der Hochschule Landshut: Christine Moll, Masterarbeit Klinische Sozialarbeit; Theresa Kaltenhauser, Bachelorarbeit Soziale Arbeit; Mira Groll, Theresa Reichhold, Masterarbeiten Klinische Sozialarbeit; Lisa Bauer, Theresa Dunkel, Bianka Simonis, Masterarbeiten Klinische Sozialarbeit, Bianca Fröschl, Bachelorarbeit Soziale Arbeit in der Kinder- und Jugendhilfe

Kurzbeschreibung: Beratung und Therapie oder auch das Zusammenleben mit anderen Betroffenen kann für Menschen mit Essstörungen soziale Unterstützung bieten: Offenheit, Verständnis, Trost, Ablenkung sowie Motivation auf dem Weg hin zu einem gesunden Leben. Doch es sind auch soziale Ansteckungsprozesse möglich, wenn Konkurrenz entsteht und sich die Betroffenen in ihrer Symptomatik gegenseitig zu überbieten versuchen. Obschon in den meisten stationären, teilstationären und auch ambulanten Einrichtungen für Menschen mit Essstörungen Gruppenarbeit und -therapie zum Einsatz kommt, sind abträgliche Gruppenprozesse kaum erforscht. Diese Forschungslücke will das Forschungsprojekt schließen. In mehreren qualitativen Studien werden dazu Betroffene im stationären Kontext zu ihren Erfahrungen befragt. Die ersten beiden Studien bezogen 19 weibliche Betroffene in zwei Therapieeinrichtungen in Bayern mit ein, die in problemzentrierten, leitfadengestützten Einzelinterviews befragt wurden. Die Interviews wurden anschließend inhaltsanalytisch ausgewertet. In einer weiteren Erhebungswelle wurden Gruppeninterviews in einer stationären Therapieeinrichtung durchgeführt und die Prozesse sozialer Ansteckung beschrieben sowie erste Ansatzpunkte herausgearbeitet. Die dritte Erhebung nahm diese professionellen Ansatzpunkte genauer in den Blick und erhebt Methoden, um abträgliche Gruppeneinflüsse zu vermeiden. Zudem ist eine größer angelegte Fragebogenstudie mit der Universität Hildesheim zum Thema Soziale Identität und soziale Ansteckung bei Essstörungen geplant.

Publikationen und Vorträge:

  • Wunderer, Eva; Bauer, Lisa; Dunkel, Theresa; Simonis, Bianka; Groll, Mira; Reichhold, Theresa (2022): Gruppenprozesse in Einrichtungen für Menschen mit Essstörung. Fluch und Segen? In: PID Psychotherapie im Dialog 23(1), S. 67–71. DOI: 10.1055/a-1477-1481.
  • Wunderer, Eva; Moll, Christine; Kaltenhauser, Theresa; Groll, Mira; Reichhold, Theresa; Simonis,, Bianka; Bauer, Lisa; Dunkel, Theresa: „Social cure“ und „social curse“: Gruppenprozesse in Einrichtungen  für Menschen mit Essstörungen – Segen und Fluch? Keynote auf dem Kongress Essstörungen 2021, 28. Internationale Wissenschaftliche Tagung, Alpbach, Tirol, Österreich, 22. und 23.10.2021
  • Simonis, Bianka; Bauer, Lisa; Dunkel, Theresa; Wunderer, Eva: „Social cure“ und „social curse“? Wie kann ich positive Gruppenprozesse in der Arbeit mit Menschen mit Essstörungen fördern und Ansteckungsprozesse eindämmen? Workshop auf dem Kongress Essstörungen 2021, 28. Internationale Wissenschaftliche Tagung, Alpbach, Tirol, Österreich, 22. und 23.10.2021
  • Wunderer, E., Moll, C. Kaltenhauser T., Groll, M. & Reichhold, T. (2021). Soziale Unterstützung oder soziale Ansteckung? Wie sich Menschen mit Essstörungen im stationären Setting gegenseitig beeinflussen. Posterbeitrag auf dem 7. Wissenschaftlichen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Essstörungen DGESS, Online, 11.-12.März 2021.
  • Wunderer, E.; Moll, C.; Kaltenhauser, T. (2020): Soziale Unterstützung oder soziale Ansteckung? Wie sich Betroffene mit Essstörungen im stationären und Wohngruppensetting gegenseitig beeinflussen. Psychotherapie, Psychosomatik, medizinische Psychologie 70(2), 80-85.
  • Vorträge, u.a. Interdisziplinärer Kongress für Suchtmedizin 2019; Internationaler Essstörungskongress Österreich 2019; Jahresversammlung des Bundesfachverband Essstörungen BFE 2019; Kongress der deutschen Gesellschaft für Esssstörungen DGESS 2021 (siehe oben), Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit DGSA, der OGSA und SGSA 2021

Forschungsbereich Soziale Arbeit/ Klinische Sozialarbeit mit Menschen mit Essstörungen"

Forschungsprojekt: Klinische Sozialarbeit mit Menschen mit Ess­störungen: Handlungspraxis, Wirkungsannahmen und Handlungslogiken von Fachkräften (EssPraxSA)

Zeitraum: seit 2013

Kooperationspartner: u.a. Bundesfachverband Essstörungen BFE; Bethel.regional Bielefeld; Therapienetz Essstörungen München; Caritas Fachambulanz für Essstörungen München; Landshuter Netzwerk; ANAD e.V. München; Nachbarschaft hilft Wohngemeinschaft e.V. Berlin; Ev. Kinderheim Jugendhilfe Herne & Wanne-Eickel gGmbH; Waagnis Regensburg

Mitwirkende an der Hochschule Landshut: bis 2020 Prof. Dr. Dominique Moisl; bis 2015 Prof. Dr. Katrin Liel

Kurzbeschreibung: Die Soziale Arbeit ist eine der zentralen Berufsgruppen in der Prävention, Beratung und Behandlung der Essstörung. Jedoch existieren weder Forschungsinitiativen noch praxisbezogene Literatur in diesem Bereich. Das Forschungsvorhaben will diese Lücke schließen und die Handlungspraxis der Sozialen Arbeit mit Menschen mit Essstörungen systematisch erheben, evaluieren und in Form von Praxisleitlinien zusammenfassen. Aus ersten Interviews entstand so bereits das "Praxishandbuch Soziale Arbeit mit Menschen mit Essstörungen“.

Publikationen:

  • Wunderer, E. (2020). Klinische Sozialarbeit mit Menschen mit Essstörungen. In: Bösel, M. & Gahleitner, S.B. (Hrsg.): Soziale Interventionen in der Psychotherapie. Interdisziplinär und interprofessionell denken und handeln. Stuttgart: Kohlhammer, S. 198-207.
  • Wunderer, E. (2019): Klinische Sozialarbeit mit Menschen mit Essstörungen. Klinische Sozialarbeit 15(4), 7-9.
  • Wunderer, E. (2015): Praxishandbuch Soziale Arbeit mit Menschen mit Essstörungen. Weinheim: Juventa.
  • Vorträge, u.a. Internationaler Essstörungskongress Österreich 2015; Kongress „Essstörungen – State of the Art“ Prien 2015; Wohngruppentagung des Bundesfachverband Essstörungen BFE 2014

 

Forschungs- und Entwicklungsbereich Materialien für Beratung und Therapie"

Therapietools, Kartenmaterialien und Handreichungen für die Beratung, Therapie, Prävention und Ausbildung:

  • Wunderer, E. (2022). Therapiekarten Beziehungen. Weinheim: Beltz.
  • Wunderer, E. & Müller, Eveline (2022). Immer geht alles schief. Denkmuster und Grundüberzeungen erkennen und verändern. Weinheim: Beltz.
  • Wunderer, E. (2020). Therapiekarten Essstörungen Weinheim: Beltz.
  • Wunderer, E. (2020). Blitzlicht. Stimmungen, Gedanken und Eindrücke einfangen in Psychotherapie und Beratung. Weinheim: Beltz.
  • Wunderer, E. (2019). Ich wollte schon immer einmal… 120 Satzanfänge zum Ergänzen in Psychotherapie und Beratung. Weinheim: Beltz.
  • Wunderer, E. (2019). Therapie-Tools Essstörungen. Weinheim: Beltz.
  • Wunderer, E. & Dreseler, J. (2015). Personbezogene Selbsterfahrung mittels Familienrekonstruktion. In: H. Pauls, J. Lohner und R. Viehhauser (Hg.): Didaktische Bausteine und Übungen zur Klinischen Sozialarbeit in der Lehre: ZKS Verlag (fortgesetzte Online Publikation).
  • Wunderer, E. & Schnebel, A. (2008). Interdisziplinäre Essstörungstherapie. Weinheim: Beltz.



Forschungsbereich „Stigmatisierung durch Sprache bei Essstörungen“

Forschungsprojekt:  Stigmatisierung durch Sprache bei Essstörungen

Zeitraum: 2020 -2021

Kooperationspartner: in Kooperation mit dem Bundesfachverband Essstörungen BFE e.V. (Sigrid Borse)

Mitwirkende an der Hochschule Landshut: Cäcilia Hasenöhrl, Isabell Pleynert, Lena Wiegrebe, Abschlussarbeiten im Bachelor Soziale Arbeit

Kurzbeschreibung: Wie kann es durch sprachliche Formulierungen zu Stigmatisierungsprozessen bei Essstörungen kommen? Inwieweit sollten professionelle Helfer*innen Metaphern und Wörter der Klient*innen übernehmen ("fressen"., "Fressanfall", "kotzen")? Wie wirkt eine Gleichsetzung von Person und Störung auf Hilfeprozesse ("Anorektikerin, "Bulimiker", "die Anorexien"). Dieses wenig erforschte Feld erschlossen Cäcilia Hasenöhrl, Isabell Pleynert und Lena Wiegrebe empirisch durch Befragungen von Betroffenen und Fachkräften.

 

Forschungsbereich „Soziale Medien und Essstörungen“

Forschungsprojekt:  Die Bedeutung der Selbstinszenierung in Sozialen Medien im Kontext von Essstörungen

Zeitraum: 2019-2021

Kooperationspartner: Leitung zusammen mit Dr. Maya Götz, Leiterin des Internationalen Zentralinstituts für das Jugend- und Bildungsfernsehen IZI, München; in Kooperation mit dem Bundesfachverband Essstörungen BFE e.V. und den Schön Kliniken

Mitwirkende an der Hochschule Landshut: Frida Hierl, Masterarbeit Klinische Sozialarbeit

Kurzbeschreibung: Welche Rolle spielen die Selbstinszenierung und wichtige Influencer*innen in sozialen Medien für Essstörungen? Diese Frage ist im deutschsprachigen Raum bislang kaum erforscht. Um die Forschungslücke zu schließen, befragten wir im Jahr 2019 mehr als 170 von Essstörungen Betroffene in Deutschland per Fragebogen mit qualitativen und quantitativen Elementen.

Publikationen, Vorträge, Podcasts:

 

Forschungsbereich „Muskeldysmorphie/ Muskelsucht“

Forschungsprojekt: Psychoedukation und Prävention bei Muskeldysmorphie

Zeitraum: 2018-2021

Kooperationspartner: Caritas Fachambulanz für Essstörungen München, Dr. Christian Strobel

Kurzbeschreibung: Muskeldysmorphie (auch Muskelsucht, Adonis-Komplex, Biggerexie genannt) wurde bereits in den 1990er Jahren als männliches Pendant zur Anorexia nervosa beschrieben. Bis heute ist die Symptomatik, die sich in zwanghaftem Muskelstreben zeigt, oft verbunden mit rigiden Ernährungsplänen oder dem Gebrauch von anabolen Steroiden, jedoch wenig bekannt, obschon sie massive Auswirkungen auf den Alltag und das soziale Umfeld der Betroffenen hat. Im Projekt werden Psychoedukationsmaterialien in Form eines Youtube-Films und Präventionsmaterialien für Schulen entwickelt, um über Muskeldysmorphie aufzuklären und ihr vorzubeugen.

Mitwirkende an der Hochschule Landshut: Daniela Kolbeck, Bachelorarbeit Soziale Arbeit; Isabelle Mayer, Bachelorarbeit Soziale Arbeit; Manuela Perras, Masterarbeit Klinische Sozialarbeit

Publikationen und Vorträge:

  • Strobel, Christian; Kolbeck, Daniela; Mayer, Isabelle; Perras, Manuela; Wunderer, Eva (2020): Muskeldysmorphie: zwanghaftes Streben nach einem muskulösen Körper. In: Ernährungs Umschau international (12), S. 214–221.
  • BZgA (2021): Themenblatt zu Muskelsucht (und Information auf der Website dazu); in Zusammenarbeit mit Prof. Christian Strobel, Hochschule München. www.bzga-essstoerungen.de/fileadmin/user_upload/bzga-essstoerungen/downloads/210719_BZgA_Themenblatt_Muskelsucht_RZ_L1.pdf
  • Wunderer, Eva; Strobel, Christian; Borse, Sigrid; Schnebel, Andreas (2020): Essstörungen. In: Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS) (Hg.): Jahrbuch Sucht 20. Lengerich: Pabst, S. 149–156.·        

 

Forschungsbereich Prävention, Beratung und Therapie bei Essstörungen"

Einige der Projekte ergeben sich aus der Mitgliedschaft im Expertenkreis Essstörungen des  Bundesgesundheitsministeriums (Berufung in den Kreis im Jahr 2015).

  • Essstörungen im Wohngruppenkontext in Zeiten der COVID-19-Pandemie: Abschlussarbeit von Anna Hofer und Carina Neuner im Master Klinische Sozialarbeit 2021: Befragung von Betroffenen und Fachkräftren
  • Qualitätsleitlinien für die Essstörungsbehandlung des Bundesfachverbands Essstörungen BFE e.V. 2019: Entwicklung der "Qualitätsleitlinien für die Behandlung der Essstörung in verschiedenen Settings"
  • Internet-Comic zur Prävention von Magersucht 2016-2018: Projekt zur Entwicklung und Etablierung der Graphic Novel „Ninette, dünn ist nicht dünn genug“ zur Prävention von Magersucht, finanziert von der Stiftung Ingvild Goetz Philantrophy, Schrimherrschaft Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe; Autorenschaft der Hintergrundinformationen zum Thema Essstörungen
  • Erhebung des Angebots und Bedarf in der Prävention, Intervention und Nachsorge bei Essstörungen 2017-2019: Kooperationspartnerin im Forschungsprojekt „Erhebung adressatengerechter Angebote zur Aufklärung und Information für von Essstörungen und gestörtem Essverhalten betroffene Menschen und deren Angehörige und Familie“, gefördert durch das Bundesministerium für Gesundheit, Projektleitung Universitätsklinikum Jena; Publikation: Mühleck, J.; Borse, S.; Wunderer, E., Strauß, U. & Berger, U. (2019). Online-Befragung zur Bekanntnheit von Angeboten zur Aufklärung, Prävention, Beratung und Nachsorge bei Essstörungen. Präv. Gesundheitsf.
  • Erhebung zur Beratung bei Essstörungen in Deutschland 2017-2018: Wissenschaftliche Leitung im Forschungsprojekt der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung BZgA: "Aktualisierung und Evaluation der Online-Datenbank `Qualifizierte Beratung bei Essstörungen`der BZgA"; Publikationen: Wunderer, E.; Borse, S.; Lamers, L.; Ommen, O. (2016). Professionelle (Erst-)Hilfe bei Essstörungen. Aktualisierte Datenbank der BZgA zu Beratungsstellen für Betroffene, Angehörige und Fachkräfte. ErnährungsUmschau (7), S25-S28.// Wunderer, E.; Borse, S.; Lamers, L.; Ommen, O. (2016). Beratungsstellen für Menschen mit Essstörungen. Versorgungslage und Rolle der Sozialen Arbeit. Soziale Arbeit (12), 456–462.
  • Flyer für Angehörige und MultiplikatorInnen zum Thema Essstörungen 2015-2017: Expertin im Forschungsprojekt „Zielgruppenspezifische Förderung der integrierten Versorgung von Essstörungen in Deutschland“, gefördert vom Bundesministerium für Gesundheit (angesiedelt am Universitätsklinikum Jena): Entwicklung eines Flyers für Angehörige von Menschen mit Essstörungen und eines Flyers für Multiplikator*innen in der Arbeit mit Menschen mit Essstörungen
  • Leitlinien für Medienschaffende 2016: Entwicklung von Leitlinien für Medienschaffende im Essstörungsbereich (Leitung: Dr. Maya Götz, Internationales Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen IZI)
  • Prävention von Adipositas 2010-2011: Expertin im interdisziplinären Forschungsprojekt „Cross Impact Analyse zur Adipositasprävention“, gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung, angesiedelt an der Universität Stuttgart

 

Forschungsbereich Diversity"

Kinderbuch gegen Ausgrenzung: Wunderer, E. & Gliemann, C. (2019): Anton und die Marsis: Herausgegeben von der Bundeszentrale für gesundliche Aufklärung BZgA Köln ,erhältlich mit pädagogischen Begleitmaterialien unter https://www.bzga.de/infomaterialien/ernaehrung-bewegung-stressregulation/bilderbuch-anton-und-die-marsis/

Genderaspekte bei Berufs- und Studienwahl 2012: Forschungswerkstatt mit Studierenden zu Genderaspekten in der Berufs- und Studienwahl: „Soziale Arbeit, das ist doch was für Frauen??! Gender-Brille aufgesetzt", zusammen mit Dr. Inken Tremel. Publikation: Wunderer, Eva & Tremel, Inken (2013). Soziale Arbeit – ein Studium für Frauen? Soziale Arbeit 8/2013, 310-316.

Interkulturelle Verständigung im Gesundheitsbereich 1996-1998: Publikation: Becker, S.A., Wunderer, E. & Schultz-Gambard, J. (2006, 3. Aufl.; 1. Aufl. 1998). Muslimische Patienten. Ein Leitfaden zur interkulturellen Verständigung in Krankenhaus und Praxis. München: W. Zuckschwerdt Verlag.

 

Forschungsbereich Paar- und Familienbeziehungen"

DFG-Projekt "Was hält Ehen zusammen? Bedingungen und Konsequenzen ehelicher Stabilität“ 2000-2006, Ludwig-Maximilians-Universtität München, Lehrstuhl Prof. Klaus A. Schneewind

Nachwuchsforscherpreis des Bundesfamilienministeriums 2004 für die Dissertation "Partnerschaft zwischen Anspruch und Wirklichkeit"

Publikationen:

  • Wunderer, E. (2015). KEA Kurzskalen zur Erfassung partnerschaftsorientierter Ansprüche. In: D. Richter, E. Brähler und J. Ernst (Hg.): Diagnostische Verfahren für Beratung und Therapie von Paaren und Familien. Göttingen: Hogrefe, 236–240.
  • Wunderer, Eva (2013). Liebe - ein Leben lang? Paarbeziehungskompetenzen im Überblick. Pädagogischer Rundbrief 63, 11-15.
  • Rittel, Eva & Wunderer, Eva (2013). Liebe - ein Leben lang! Programme und Übungen zur Stärkung von Paarbeziehungskompetenzen.Pädagogischer Rundbrief 63, 36-38.
  • Wunderer; E. (2013). Liebe geht durch den Kopf. Wie Gedanken Beziehungen beeinflussen. www.familienhandbuch.de (Aktualisierung)
  • Wunderer, E. & Schneewind, K.A. (2008). Liebe – ein Leben lang? Was Partnerschaften zusammenhält. München: dtv.
  • Wunderer, E. & Schneewind, K. A. (2008). The relationship between marital standards, dyadic coping and marital satisfaction. European Journal of Social Psychology, 38, 462-476.
  • Wunderer, E. & Schneewind, K. A. (2005). Relationship-specific aspects of the self: The role of implicit relationship theories and their contribution to marital well-being. In W. Greve, K. Rothermund & D. Wentura (Eds.), The adaptive self. Personal continuity and intentional self-development, 245-261. Göttingen: Hogrefe.
  • Wunderer, E. (2005). Partnerschaft zwischen Anspruch und Wirklichkeit: Anforderungen von Ehepartnern und ihre Wirkung in der Ehebeziehung. Zeitschrift für Familienforschung, 17(3), 308-332.
  • Schneewind, K. A., Wunderer, E. & Erkelenz, M. (2004). Beziehungskompetenzen und Beziehungsmuster in stabilen (Langzeit-)Ehen: Ausgewählte Ergebnisse des Münchner DFG-Projekts „Was hält Ehen zusammen?“. Zeitschrift für Familienforschung, 16(3), 225-243.
  • Wunderer, E. (2004). Liebe geht durch den Kopf. Psychologie Heute, Heft 11 (vgl. auch  www.familienhandbuch.de, Rubrik Partnerschaft).  
  • Wunderer, E. (2003). Partnerschaft zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Weinheim: Beltz.
  • Schneewind, K.A. & Wunderer, E. (2003). Prozessmodelle der Partnerschaftsentwicklung. In I. Grau & H.W. Bierhoff (Hrsg.), Sozialpsychologie der Partnerschaft (S.221-255). Berlin: Springer.  
  • Schneewind K. A. & Wunderer, E. (2003). Bedingungen von „wahrgenommener Positivität“ und „Konfliktkompetenz“ in Ehebeziehungen. Zeitschrift für Familienforschung, 15 (3), 191-219.
  • Schneewind, K.A. & Wunderer, E. (2003). Das Beziehungsrezept. Psychologie Heute, Heft 7.  
  • Wunderer, E., Schneewind, K.A., Grandegger, C. & Schmid, G. (2001). Ehebeziehungen: eine Typologie auf Basis von Paarklima-Skalen. Zeitschrift für Familienforschung, 74-95.