Auslandsversicherung und Einreise

Private Auslands(zusatz)versicherungen - was man bei der Wahl seiner Versicherung beachten sollte:

Es gibt zahlreiche Anbieter für Auslandszusatzversicherungen, Auslandskrankenversicherungen, spezielle Auslandsversicherungen für Studierenden im Auslandssemester oder Auslandspraktikum.

Oft sind die Gebühren sehr unterschiedlich. Sie variieren zudem von Versicherung zu Versicherung mit der Vertragsdauer und mit dem Alter der Versicherungsnehmer.
Fast immer heißt es: ambulante Heilbehandlung beim Arzt, ärztlich verordnete Medikamente, schmerzstillende Zahnbehandlung, ärztlich verordnete Hilfsmittel nach Unfall etc. werden übernommen. Dennoch: im Kleingedruckten sind die Unterschiede sehr groß. Jeder sollte sich, neben den beworbenen vertraglichen Leistungen auch über die Leistungsgrenzen, bzw. Leistungsausschlüsse informieren.

DAAD Versicherung für Deutsche im Ausland
Praktikanten, Studierende, Wissenschaftler sowie deren Lebenspartner und Kinder Angehöriger deutscher Hochschulen, die

•ein Praktikum im Ausland machen oder
•im Ausland studieren oder promovieren oder
•im Ausland lehren oder forschen

und
•eine Förderung aus Programmen des DAAD (z.B. PROMOS) erhalten oder
•eine Förderung aus Programmen der Europäischen Union (z.B. Erasmus+) erhalten oder
•oder von einer Mitgliedshochschule bzw. Partnerorganisation des DAAD vermittelt und betreut werden

haben die Möglichkeit, zu sehr günstigen Konditionen an einer Gruppenversicherung teilzunehmen, die Krankenversicherung, Privathaftpflicht- und Unfallversicherung umfasst und die Leistungen mit einschließt, die oftmals von privaten Versicherungen ausgeschlossen werden. Mehr Infos hier.


Einreise

Das ERASMUS+-Programm ist heutzutage kein reines EU-Programm mehr. Es können Studierende aller Nationalitäten an dem Programm teilnehmen (vorausgesetzt, sie sind an der entsendenden Universität voll immatrikuliert für ein Studium mit Abschluss.) Und es nehmen Länder am Erasmus+-Programm teil, die nicht Mitglied der europäischen Union sind, manche davon nicht einmal EFTA- oder Schengen- Staaten.
Die Frage, ob Studierende ein Visum für einen Erasmus+-Aufenthalt zum Studium an einer Erasmus+-Partnerhochschule benötigen, hängt also sowohl von der Nationalität der einzelnen Erasmus+-Studierenden wie auch vom Status des Gastlandes ab.

  • mehr Informationen zur Einreise für EU- und nicht EU-Bürger erhalten Sie hier.
  • Nach Ankunft im Gastland sind in der Regel gewisse Anmeldeformalitäten zu beachten, die zumeist auch EU-Bürger in EU-Ländern betreffen (z.B. Anmeldung des Wohnsitzes, Beantragung einer Aufenthalts genehmi-gung). Informationen hierzu erhalten Sie von den Gasthochschulen.
  • Bitte informieren Sie sich über aktuelle Einreisebestimmungen für das jeweilige Gastland beim Auswärtigen Amt https://www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit

Bitte informieren Sie sich über Visabestimmungen des Gastlandes hier.

Anbei aktuelle Informationen wegen des Brexits und der Änderungen der Visabestimmungen für das Vereinigte Königreich:

Für Praktikantinnen und Praktikanten ist im Rahmen des Erasmus+ Programms für einen Aufenthalt im Vereinigten Königreich ein Temporary Worker-Government Authorised Exchange visa (T5) erforderlich. Um ein solches Visum beantragen zu können, müssen die Teilnehmenden über ein sogenanntes Certificate of sponsorship verfügen, welches für Erasmus+ vom British Council ausgestellt wird.

Bei dem Certificate of sponsorship handelt es sich um eine Referenznummer, die Informationen über die Stelle und die persönlichen Daten des Teilnehmenden enthält und ab dem Zeitpunkt der Ausstellung drei Monate gültig ist.
Die Beantragung der Referenznummer ist von der entsendenden Hochschule und nicht von den einzelnen Geförderten beim British Council vorzunehmen. Die Vorgehensweise zur Beantragung des Certificate of Sponsorship ist auf dieser Webseite festgehalten.

Der Visumsantrag kann nach Vorlage der Referenznummer aus dem Certificate of sponsorship online ausgefüllt werden und kostet 244 britische Pfund (deutsche Staatsbürger und Staatsbürgerinnen erhalten eine Vergünstigung von 55 britischen Pfund).

Wer über ein Visum verfügt, muss zudem eine
Immigration Health Surcharge für den Zugang zum NHS, dem öffentlichen Gesundheitsdienst, zahlen. Für Studierende beträgt die Gebühr 470 britische Pfund jährlich.

In der Kategorie Tier5 (GAE) gibt es keine Vorgabe zum Mindestgehalt. Allerdings ist auch geregelt, dass die Studierenden ihren Lebensunterhalt durch die Erasmus+-Förderung und/oder das Praktikumsgehalt nachweisen müssen und keine öffentlichen Leistungen beantragen dürfen.