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Sozialer Wandel und Kohäsionsforschung

Forschungsbericht zu Herausforderungen in der Suchthilfe in Bezug auf Digitalisierung, Diversität und Fachkräftemangel

Autoren

Prof. Dr. Katrin Liel
Katrin.Liel@haw-landshut.de
Isabel Fischer
Isabel.Fischer@haw-landshut.de

Veröffentlichungsjahr

2025

Veröffentlichungsart

Abschlussbericht

DOI

https://doi.org/10.57688/471

Zitierung

Liel, Katrin; Fischer, Isabel (2025): Forschungsbericht zu Herausforderungen in der Suchthilfe in Bezug auf Digitalisierung, Diversität und Fachkräftemangel. DOI: 10.57688/471

Sozialer Wandel und Kohäsionsforschung

Forschungsbericht zu Herausforderungen in der Suchthilfe in Bezug auf Digitalisierung, Diversität und Fachkräftemangel

Abstract

Der vorliegende Bericht dokumentiert die Ergebnisse der Forschungswerkstatt „Suchthilfe”, die im Rahmen der Bachelorstudiengänge “Soziale Arbeit” und “Soziale Arbeit in der Kinder- und Jugendhilfe” an der Hochschule Landshut im Sommersemester 2025 stattgefunden hat. Das Ziel war eine Bestandsaufnahme aktueller Herausforderungen der Suchthilfe in Bayern. Die Schwerpunkte lagen hierbei auf den Themen Digitalisierung, Fachkräftemangel und Diversität. Zu diesem Zweck wurden mehrere Träger der Suchthilfe in Bayern kontaktiert und im Rahmen von Praxistagen mit Hospitationen besucht. Insgesamt haben n=8 Praxistage in drei Einrichtungen stattgefunden, sowie n=5 leitfadengestützte Expert*inneninterviews mit Fachreferent*innen der freien Wohlfahrtspflege, Einrichtungsleitungen und Praktiker*innen. Die Interviews wurden mit der inhaltlich strukturierenden Qualitativen Inhaltsanalyse nach Kuckartz und Rädiker (2022) ausgewertet. Im Ergebnis zeigt sich zum einen die prekäre Lage bezüglich der Finanzierung, wobei Digitalisierung als besonders kostenintensiv beschrieben wird. Berichtet wurde zudem eine zunehmende (Problem-)Vielfalt der Klient*innen, das eine diverse und fachübergreifende Belegschaft unabdingbar mache. Darüber hinaus habe sich die Suchthilfe in Deutschland auf die Zielgruppe des mittleren Alters spezialisiert, was dazu führe, dass Randgruppen wie z.B. Unter 18-jährige, Menschen in höherem Alter oder Menschen mit Behinderung vernachlässigt werden. Um dem Fachkräftemangel im Handlungsfeld der Suchthilfe zu überwinden, sei eine gute Vernetzung und Kooperation mit Hochschulen ebenso wichtig wie ein wertschätzendes Arbeitsklima, um Fachkräfte zu gewinnen und langfristig zu binden.