ZuPer
Altenpflege in der Migrationsgesellschaft: Zusammenhalt und Perspektiven guter (Zusammen-)Arbeit
Projektdauer
01.04.2026 - 31.03.2029
Förderprogramm
HAW Forschungspraxis
Förderkennzeichnung
13HAW13PB4
Gefördert durch
Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt

Beteiligte Personen
Projektleitung Hochschule Landshut:
Prof. Dr. phil. Monique Ritter
Wissenschaftliche Mitarbeitende:
Erich Esau
Dimitra Kostimpas
ZuPer
Altenpflege in der Migrationsgesellschaft: Zusammenhalt und Perspektiven guter (Zusammen-)Arbeit
Das Verbundvorhaben „ZuPer – Zusammenhalt und Perspektiven guter (Zusammen-)Arbeit in der Altenpflege“ adressiert zentrale Herausforderungen einer diskriminierungsfreien und solidarischen
Arbeitskultur in der Altenpflege. Ausgangspunkt ist der Fachkräftemangel, der bis 2049 Hunderttausende fehlender Stellen prognostiziert – insbesondere in ländlichen Regionen wie dem Landkreis Görlitz und dem Werra-Meißner-Kreis. Dort tragen migrantische Pflegekräfte erheblich zur Versorgung bei, erleben jedoch häufig Rassismus, mangelnde Mitbestimmung und Abwertung, was ihre langfristige Bindung gefährdet.
Das Projekt zielt darauf ab, diskriminierungsarme und mitbestimmte Arbeitsbedingungen zu schaffen. Im Fokus steht die Zusammenarbeit in herkunftsdiversen Teams, deren Qualität durch Rassismuserfahrungen und strukturelle Machtasymmetrien beeinträchtigt wird. Der innovative Ansatz verbindet rassismuskritische Perspektiven mit der Stärkung betrieblicher Mitbestimmung. Besonderes Augenmerk liegt auf einem Ost-West-Vergleich zur Kontextsensibilität regionaler Herausforderungen. Partizipation wird über Co-Forschende aus den Pflegeteams ermöglicht, die aktiv an Forschung und Lösungsentwicklung beteiligt sind.
Ziel ist es, in enger Kooperation mit Pflegeeinrichtungen, Bildungsakteuren und zivilgesellschaftlichen Partnern nachhaltige Strategien zur Verbesserung der Arbeitskultur zu entwickeln. Der interaktive
„GemeinsamSolidarisch-Wegweiser“ stellt zentrale Ergebnisse und praxisnahe Handlungsempfehlungen bereit. Das Projekt leistet so einen Beitrag zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts, zur
Fachkräftesicherung und zur Entwicklung von Vorbildern für diskriminierungsfreie Organisationskulturen im Pflegesektor.