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Zwischen KI, Kultur und Verantwortung

Hochschule Landshut gestaltet internationalen Dialog zum nachhaltigen Welterbe aktiv mit

In Marienbad diskutierten internationale Expertinnen und Experten, wie technologische Innovationen verantwortungsvoll in gesellschaftliche und kulturelle Kontexte eingebettet werden können. Die Fakultät Elektrotechnik und Wirtschaftsingenieurwesen (ET/WI) der Hochschule Landshut beteiligte sich federführend an der Konferenz und brachte eigene Impulse in den interdisziplinären Dialog ein.

Am 26. und 27. März 2026 fand in Marienbad (Tschechien) die IV. Internationale Konferenz „Verantwortung in Bewegung: Kultur, Technologie und Mensch im Dialog für eine nachhaltige Zukunft“ statt. Die inter- und transdisziplinäre Veranstaltung wurde von der Paneuropäischen Universität Prag in Kooperation mit der Hochschule Landshut organisiert. Seitens der Hochschule war die Fakultät ET/WI sowohl organisatorisch als auch inhaltlich maßgeblich beteiligt. Die Konferenz brachte internationale Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Praxis und Gesellschaft zusammen.

Die UNESCO-Region des Westböhmischen Bäderdreiecks bot einen passenden Rahmen, um zentrale Fragen nachhaltiger Entwicklung, des kulturellen Erbes und gesellschaftlicher Verantwortung gemeinsam zu diskutieren.

Auftakt und zentrale Impulse
Eröffnet wurde die Konferenz von Prof. Dr. Petra Tippmann-Krayer, Dekanin der Fakultät ET/WI der Hochschule Landshut. In ihrer Begrüßung betonte sie die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit sowie den Austausch zwischen Disziplinen für die Gestaltung nachhaltiger Zukunft.

Einen zentralen inhaltlichen Impuls setzte Prof. Dr. Alexander Herzner (Hochschule Landshut) mit seiner Keynote „KI führt nicht – Menschen führen“. Darin stellte er die Rolle des Menschen im Umgang mit Künstlicher Intelligenz in den Mittelpunkt: „Künstliche Intelligenz kann Prozesse unterstützen und Entscheidungen vorbereiten. Die Verantwortung für deren Folgen bleibt jedoch immer beim Menschen“, so Herzner.
Damit griff er eine der zentralen Leitfragen der Konferenz auf: Wie lassen sich technologische Entwicklungen verantwortungsvoll in gesellschaftliche und kulturelle Kontexte einbetten?

Interdisziplinärer Dialog zu zentralen Zukunftsthemen
Das vielfältige Konferenzprogramm beleuchtete zentrale Themen nachhaltiger Entwicklung aus unterschiedlichen Perspektiven. In Vorträgen und Diskussionen wurden unter anderem folgende Aspekte behandelt:

  • Künstliche Intelligenz und Verantwortung
  • Nachhaltiger Tourismus und regionale Entwicklung
  • Kulturelles Erbe und Denkmalschutz
  • Ethik, Gesundheit und gesellschaftlicher Zusammenhalt
  • Fake News und digitale Verantwortung 

Dabei wurde deutlich, dass nachhaltige Lösungen nur im Zusammenspiel verschiedener Disziplinen entstehen können.

Forschung und Transfer: Beiträge aus Landshut
Auch weitere Beiträge aus der Hochschule Landshut unterstrichen die hohe Relevanz anwendungsorientierter Forschung und zeigten exemplarisch, wie wissenschaftliche Erkenntnisse in konkrete gesellschaftliche Transformationsprozesse übersetzt werden können:

  • Analyse des deutsch-tschechischen Pendlerverkehrs und Ansätze zu dessen Optimierung (Dominic Scholze)
  • Einsatz von Mixed Reality und Künstlicher Intelligenz im medizinischen Kontext (Michael Schwimmbeck und M. Sc. Khajarian Serouj)
  • Zukunftsvisionen wie „Landshut 2045“ im Spannungsfeld von Mensch und Technologie (Studierende des Masterstudiengangs Nachhaltigkeit und Transformation: Saskia Rimat, Philipp Specht, Stephanie Mennle und Katharina Schlecht) 

Fazit
Die enge deutsch-tschechische Zusammenarbeit sowie die Einbindung von Studierenden und Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern, war ein weiteres besonderes Merkmal der Konferenz. Formate wie das Jugendforum oder studentische Projekte ermöglichten einen „generationenübergreifenden“ Dialog.

Verantwortung für nachhaltige Entwicklung ist ein dynamischer Prozess, der kontinuierlichen Dialog und interdisziplinäre Zusammenarbeit erfordert, dies verdeutlichte die Konferenz eindrucksvoll. Die Hochschule Landshut leistet hierzu einen wichtigen Beitrag – sowohl in der Forschung als auch in der internationalen Vernetzung.

Bildunterschrift: Referenten der Hochschule Landshut auf der IV. Internationalen Konferenz in Marienbad, darunter Prof. Dr. Alexander Herzner (zweiter von rechts).


Foto: Hochschule Landshut
(Frei zur Verwendung bei Angabe der Quelle)