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Wirtschaft begrüßt geplante neue Studiengänge am Campus Dingolfing

Sondersitzung des Fachbeirats am Technologiezentrum Produktions- und Logistiksysteme (TZ PULS)

Welche Studienangebote braucht die Region künftig, um dem wachsenden Bedarf an hochqualifizierten Fachkräften gerecht zu werden? Mit dieser Frage beschäftigte sich eine Sondersitzung des Fachbeirats des Technologiezentrums Produktions- und Logistiksysteme (TZ PULS) in Dingolfing. Im Mittelpunkt standen die geplanten neuen Studiengänge am Campus Dingolfing der Hochschule Landshut und deren Bedeutung für Wirtschaft und Region.

Beiratsvorsitzender Herbert Stadlbauer von Kühne+Nagel begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer und erläuterte die Zielsetzung des Treffens. Die geplanten Studiengänge sollten vorgestellt und insbesondere aus Sicht der regionalen Wirtschaft diskutiert und bewertet werden. Vertreterinnen und Vertreter namhafter Unternehmen sowie der Hochschule und der Stadt Dingolfing nutzten die Gelegenheit zu einem intensiven Austausch.

Einen Impuls zum Campus Dingolfing gab die Präsidentin der Hochschule Landshut, Prof. Dr. Michaela Wirtz. Sie unterstrich die Bedeutung von Authentizität für die Hochschule und die Entwicklung der Studiengänge. Gleichzeitig hob sie die Notwendigkeit einer noch engeren Verzahnung von Campus Dingolfing, TZ PULS, Wirtschaft und Region hervor. Ziel müsse es sein, Studienangebote zu entwickeln, die sowohl zum Profil der Hochschule als auch zu den Anforderungen des regionalen Wirtschaftsraums passen.

Vier neue Studienangebote in Planung

Im Anschluss stellten die Vizepräsidentin für Lehre, Prof. Dr. Valentina Speidel, und ihre Nachfolgerin Prof. Dr. Sandra Gronover den aktuellen Planungsstand der neuen Studienangebote vor. Die Konzepte sind in mehreren Workshops unter Beteiligung von Expertinnen und Experten aus den drei Fakultäten Elektrotechnik/Wirtschaftsingenieurwesen, Informatik sowie Betriebswirtschaftslehre der Hochschule Landshut entstanden.

Nach aktuellem Planungsstand ist neben dem bereits in Dingolfing angesiedelten Bachelorstudiengang SIOB ein weiterer deutschsprachiger Bachelorstudiengang im Bereich Digital Operations & Supply Chain Management vorgesehen.

Ergänzt werden soll das Angebot durch drei Masterstudiengänge in den Bereichen Digitale Abwehr und Forensik, Autonome Systeme sowie Advanced Industrial Technology Management.

Dabei handelt es sich noch um einen Planungsstand sowie Arbeitstitel. Die Studiengangskonzepte sollen in den kommenden Schritten weiter detailliert und geschärft werden. Auch die endgültige Namensgebung der Studiengänge steht noch nicht fest.

Unternehmen sehen großes Potenzial

Die Vertreter der anwesenden Unternehmen – darunter BMW, Dräxlmaier, ebm-papst, Kühne+Nagel, Mann+Hummel, SAR, Schaltbau sowie DE software & control – diskutierten intensiv über die geplanten Angebote. Dabei wurden sowohl Chancen als auch mögliche Herausforderungen angesprochen.

Der grundsätzliche Tenor der Diskussion fiel jedoch deutlich positiv aus: Die neuen Studienmöglichkeiten könnten einen wichtigen Beitrag dazu leisten, qualifizierte Nachwuchskräfte in der Region auszubilden und gleichzeitig die Unternehmen bei der Gewinnung dringend benötigter Fachkräfte zu unterstützen.

Gerade die enge Verbindung zwischen Hochschule, Technologiezentrum und Wirtschaft wurde dabei als wesentlicher Faktor gesehen. Durch den direkten Austausch mit den Unternehmen können Anforderungen aus der Praxis frühzeitig in die weitere Entwicklung der Studiengänge einfließen.

„Einmalige Gelegenheit für die Region“

Prof. Dr. Martin Prasch vom TZ PULS sieht in der aktuellen Entwicklung eine besondere Chance für den Wirtschafts- und Hochschulstandort Dingolfing:

„Wir haben hier eine einmalige Gelegenheit, die Region durch die Ausbildung von Fachkräften zu stärken. Dies kann nur ein Vorteil sein. Der Austausch mit den Unternehmensvertretern war extrem wertvoll und hilft, die Studiengänge inhaltlich zu schärfen und weiterzuentwickeln.“

Die Sondersitzung machte damit deutlich, dass die Weiterentwicklung des Campus Dingolfing nicht allein als Hochschulprojekt verstanden wird. Vielmehr soll ein Studienangebot entstehen, das eng mit den Anforderungen der Unternehmen und den Zukunftsthemen der Region verbunden ist. Die nächsten Schritte werden nun darin bestehen, die Studiengangskonzepte weiter auszuarbeiten und die Inhalte gemeinsam mit Hochschule, Wirtschaft und weiteren Partnern zu konkretisieren.

Foto: TZ PULS
(Frei zur Verwendung bei Angabe der Quelle)