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Study & Work-Treffen stärkt regionale Zusammenarbeit

Starker Austausch zwischen Hochschule, Wirtschaft und Politik am TZ PULS

Am 29. April 2026 fand im Rahmen des Studiengangs Sustainable Industrial Operations and Business (SIOB) ein Study & Work-Treffen am Technologiezentrum Produktions- und Logistiksysteme (TZ PULS) statt. Ziel der Veranstaltung war es, die enge Zusammenarbeit zwischen Hochschule und regionaler Wirtschaft weiter zu vertiefen und konkrete Perspektiven für Studierende und Unternehmen aufzuzeigen.

Zum Auftakt begrüßte Studiengangsleiter und Institutsleiter des TZ PULS, Prof. Dr. Martin Prasch, zahlreiche Gäste aus Politik, Hochschule und Wirtschaft. Unter den Anwesenden waren unter anderem Prof. Dr. Michaela Wirtz, die Präsidentin der Hochschule Landshut, Prof. Dr. Marcus Jautze, Vizepräsident für Transfer und Internationales, Dingolfings Bürgermeister Valentin Walk sowie Landrat Werner Bumeder.

Einblick in Unternehmen und Studiengang

Im weiteren Verlauf stellten sich die teilnehmenden Unternehmen vor und erhielten Einblicke in die Entwicklung des Studiengangs SIOB. Dieser verbindet in einzigartiger Weise Ingenieurwissenschaften und Betriebswirtschaft mit einem klaren Fokus auf Nachhaltigkeit und internationaler Ausrichtung. Die enge Kooperation mit regionalen Unternehmen bildet dabei einen zentralen Bestandteil des Studienkonzepts. Neben einem Überblick über den Studienverlaufsplan wurden auch Exkursionen und Netzwerkaktivitäten der vergangenen Semester vorgestellt.

Aktuelle Entwicklungen und wachsende Sichtbarkeit

Aktuelle Entwicklungen im Studiengang umfassen unter anderem Anpassungen der Studien- und Prüfungsordnung: So wurde das Referenzniveau der Deutschkurse angehoben, der Zugang zum Praxissemester an bestimmte Voraussetzungen geknüpft und die Vorlesung Statistik neu integriert. Parallel dazu wird die Sichtbarkeit des Studiengangs weiter ausgebaut – etwa durch regelmäßige Besuche an Fach- und Berufsoberschulen, eine Kooperation mit dem Gymnasium Dingolfing sowie durch Formate wie den MINT-Nachmittag und den Girls’ Day. Aktuell sind 133 Studierende im Studiengang eingeschrieben. Zudem wurden neue Professoren sowie eine neue Studiengangsreferentin vorgestellt.

Study & Work-Programm im Fokus

Ein zentraler Schwerpunkt des Treffens lag auf dem Study & Work-Programm. Dabei wurde deutlich, dass zahlreiche Studierende aktiv auf der Suche nach Praktikumsplätzen, Werkstudententätigkeiten sowie Themen für Bachelorarbeiten sind. Gleichzeitig bestehen Herausforderungen, insbesondere bei der Integration internationaler Studierender und im Bewerbungsprozess. Ein Erfahrungsbericht der BMW Group am Standort Dingolfing – einem Partner der ersten Stunde im Study & Work-Programm – zeigte die Potenziale der Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Unternehmen eindrücklich auf.

Dringender Bedarf an Praxisplätzen

Mit Blick auf das kommende Wintersemester wurde der hohe Bedarf an Praktikumsplätzen deutlich hervorgehoben. In kurzen Beiträgen berichteten auch Studierende selbst von ihren Erfahrungen bei der Suche nach Arbeits- und Praktikumsstellen. Dabei wurden insbesondere fehlende Rückmeldungen auf Bewerbungen, Absagen sowie Sprachbarrieren als Herausforderungen genannt. Zudem wurde deutlich, dass viele Unternehmen noch nicht ausreichend mit den Kompetenzen der SIOB-Studierenden vertraut sind. Prof. Dr. Martin Prasch unterstrich die Relevanz des Programms und richtete einen klaren Appell an die Unternehmen: „Im Oktober startet bereits die zweite Kohorte unserer Studierenden in ihr Praktikumssemester – ein wichtiger Meilenstein im Study & Work-Programm. Unser Ziel ist es, die Zusammenarbeit mit Unternehmen aus der Region weiter gezielt auszubauen und gemeinsam praxisnahe Perspektiven zu schaffen. Die Studierenden bringen nicht nur im Praktikum wertvolle Impulse ein, sondern sind auch aktiv auf der Suche nach Werkstudententätigkeiten, Themen für Bachelorarbeiten und langfristigen Einstiegsmöglichkeiten. Für Unternehmen bietet sich damit die große Chance, frühzeitig qualifizierte Fachkräfte kennenzulernen und nachhaltig an sich zu binden. Ich lade alle interessierten Betriebe herzlich ein: Kommen Sie auf uns zu, informieren Sie sich über den Studiengang und werden Sie Teil dieses zukunftsorientierten Netzwerks.“

Zukunftsperspektiven: Campus und Studienangebote

Auch der geplante Campus-Neubau war Thema der Veranstaltung. Trotz neuer räumlicher Perspektiven soll die enge Verzahnung mit dem TZ PULS weiterhin bestehen bleiben. Darüber hinaus sind zusätzliche Studienangebote in Planung.

Austausch für mehr Qualität und Transparenz

In der abschließenden Diskussionsrunde wurden Anregungen zur weiteren Verbesserung des „Matchings“ zwischen Studierenden und Unternehmen gesammelt. Ziel ist es, die Inhalte des Studiengangs noch transparenter zu kommunizieren und den Austausch zwischen allen Beteiligten weiter zu intensivieren. Landrat Werner Bumeder betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit für die Region: „Nur im Zusammenspiel von Wirtschaft, Wissenschaft und modernen Studienangeboten kann eine Region ihr volles Potenzial entfalten. Die zunehmende Internationalisierung ist dabei kein Selbstzweck, sondern ein entscheidender Motor für Innovation, Wachstum und Zukunftsfähigkeit.“

Foto: TZ PULS
(frei zur Verwendung bei Angabe der Quelle)