Die Hochschule Landshut zählt zu den bundesweiten Vorreitern in der Weiterentwicklung des Studiengangs Physician Assistance: Als eine der ersten Hochschulen in Deutschland hat sie das neue Curriculum vollständig an den aktuellen Empfehlungen der Bundesärztekammer (BÄK) ausgerichtet und im Zuge dessen die Akkreditierung des Studiengangs erhalten.
Die Bundesärztekammer definiert in ihrem aktualisierten Positionspapier von 2025 klare Standards für Studieninhalte, Kompetenzentwicklung und Professionalisierung des Berufsbildes. Dazu gehören ein strukturiertes, standardisiertes Curriculum, ein dreistufiges Kompetenzmodell sowie eine signifikante Erhöhung praxisnaher Ausbildungsanteile. Besonders hervorgehoben wird der klinische Praxisbezug: Mindestens 25 Prozent der ECTS (European Credit Transfer and Accumulation System) sollen laut BÄK-Empfehlung im klinischen Umfeld absolviert werden – ein Anspruch, den die Hochschule Landshut bereits vollständig umgesetzt hat.
„Für uns ist die Implementierung der neuen BÄK-Empfehlungen ein konsequenter Schritt, um unseren Studierenden ein Höchstmaß an Qualität und Praxisrelevanz bieten zu können“, betont Prof. Dr. Mine Sargut, Studiengangsleitung Physician Assistance. „Unser modernisiertes Curriculum bereitet damit Studierende exakt auf jene delegierbaren ärztlichen Tätigkeiten vor, die die Bundesärztekammer als essenziell für multiprofessionelle Teams definiert.“
Wachsende Bedeutung von PAs für die Gesundheitsversorgung
Die neuen Empfehlungen der BÄK betonen die wachsende Bedeutung von Physician Assistants als integralen Bestandteil der Gesundheitsversorgung – insbesondere vor dem Hintergrund steigender Engpässe von Fachkräften und den zunehmenden Anforderungen im Klinik- und Praxisalltag. Denn Physician Assistants schließen eine wichtige Lücke in der medizinischen Versorgung und übernehmen delegierbare ärztliche Tätigkeiten unter Supervision. Zum Aufgabengebiet zählen dabei sowohl patientenbezogene Tätigkeiten wie Mitwirkung bei Diagnose, komplexe Untersuchungen, Eingriffe und Notfallbehandlungen, als auch organisatorische Kompetenzen wie Prozessmanagement, Teamkoordination und Mitwirkung bei der Dokumentation. Die BÄK will mit ihrem Positionspapier „Physician Assistance – ein etabliertes Berufsbild im deutschen Gesundheitswesen“ einen Beitrag dazu leisten, die Aufgabenbereiche zwischen Ärztinnen und Ärzten sowie dieser noch relativ jungen Berufsgruppe im interprofessionellen Team klar zu definieren.
„Durch die schnelle und konsequente Implementierung der neuen Standards setzt die Hochschule Landshut ein starkes Zeichen für Qualität, Verantwortung und Innovation in der akademischen Ausbildung. Ich möchte mich dabei ganz herzlich bei meinen Kolleginnen Prof. Dr. Aida Anetsberger, Prof. Dr. Hannah Jörg und Claudia Walther bedanken, die diese Akkreditierung maßgeblich vorangetrieben haben“, bekräftigt Sargut.
Weitere Informationen zum Studiengang Physician Assistance an der Hochschule Landshut finden sich hier: Physician Assistance (Bachelor of Science)
Foto: Hochschule Landshut
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