Hochschule trifft Bundespolitik: Michael Schrodi, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen in Berlin, besuchte kürzlich die Hochschule Landshut zu einem Austausch über einige der großen transformatorischen Gegenwartsfragen. Es ging auch darum, welche Beiträge die Hochschule Landshut für Wirtschaft und Gesellschaft leisten kann, um anstehende Herausforderungen zu meistern.
Forschungsschwerpunkte vorgestellt
Im Zentrum des Austauschs standen Forschungsschwerpunkte im Maschinen- und Bauwesen und der neue Studiengang Architektur sowie ein Projektantrag der Hochschule als ein Beispiel der Sicherheitsforschung im Kontext der Zeitenwende. Die Präsidentin der Hochschule Landshut, Prof. Dr. Michaela Wirtz, skizzierte die aktuellen Herausforderungen für die Hochschullandschaft entlang der Transformationsthemen und auch der Rahmenbedingungen für die Wissenschaftslandschaft allgemein und für die Hochschule Landshut. Sie erläuterte die Aufgaben und die gesellschaftliche Verantwortung der Hochschule Landshut in den Bereichen Lehre, Forschung sowie Austausch und Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Akteurinnen und Akteuren aus Wirtschaft, Gesellschaft, Politik und Kultur: die „Third Mission“. „Unser Ziel ist es, unter anderem durch unsere angewandte Forschung konkret zur Lösungsfindung beizutragen“, sagte Wirtz. „Zugleich möchten wir mit wissenschaftlichen Argumenten den notwendigen gesellschaftlichen Diskurs unterstützen“, so Wirtz weiter.
Im Anschluss gaben Vertreterinnen und Vertreter der Hochschule Landshut kurze Einblicke in einige ihre Arbeitsschwerpunkte. Prof. Dr. Otto Huber, Leiter des Kompetenzzentrums für Leichtbau (LLK) und technisch-wissenschaftlicher Leiter des Leichtbau Clusters (LC) an der Hochschule Landshut, stellte mehrere Forschungsprojekte vor und verdeutlichte, wie Gewichtseinsparungen, beispielsweise bei Flugzeugen oder Autos, dazu beitragen, den Energiebedarf im Mobilitätssektor zu reduzieren.
Leichtbau und Bauwende als Thema
Marc Bicker, Leiter des Instituts für Transfer und Zusammenarbeit (ITZ) und kaufmännischer und organisatorischer Leiter des Clusters Leichtbau, unterstrich außerdem die überregionale Bekanntheit und Bedeutung der Leichtbauexpertise, die sich an der Hochschule Landshut bündelt, für die Wirtschaft. Sie zeigt sich unter anderem im Landshuter Leichtbau-Colloquium, dem überregional etablierten Fachtreff auf diesem Gebiet.
Die Herausforderungen der Bauwende brachten die Repräsentantinnen und Repräsentanten des im Wintersemester 2025 neu gestarteten Studiengangs Architektur an der Hochschule Landshut in die Diskussion ein: Prof. Stephan Rauch, Studiengansleiter, und Prof. Veronika Kammerer, Professorin für Entwerfen und Gebäudelehre, erläuterten, welche Kriterien neben der reinen Energieeffizienz für die Nachhaltigkeit des Bauens wesentlich sind, darunter beispielsweise der Flächenverbrauch oder die Baustoffe.
Sicherheitsthemen in der Zeitenwende diskutiert
Zum Thema Sicherheit in der Zeitenwende gingen Prof. Dr. Philipp Michaeli und Prof. Dr. Reinhold Kohler in den Austausch und erweiterten die Blickwinkel auf die Entwicklung von Drohnen, unter anderem in Bezug auf die unterschiedlichen Bedarfe von Produkt- und Produktionsforschung oder den zivilen Einsatz von Drohnen.
Die Diskussion beinhaltete sowohl regionale als auch überregionale Aspekte: Der parlamentarische Staatssekretär Schrodi hatte SPD-Parteikolleginnen mitgebracht, die Landtagsabgeordnete Ruth Müller und die Fraktionsvorsitzende im Landshuter Stadtrat, Anja König. Im Gespräch, auch mit zwei Vizepräsidenten der Hochschule Landshut, Prof. Dr. Stefan Borrmann und Prof. Dr. Marcus Jautze sowie dem Experten für Nachhaltigkeit und Transformation im Zusammenhang mit dem Klimawandel, Prof. Dr. Alexander Herzner, wurden weitere zentrale Punkte für eine positive Entwicklung Deutschlands und Europas inhaltlich vertieft.
Schrodi dankte für den offenen Austausch und die Impulse, die er mit in die Berliner Politik nehmen werde. Hochschulpräsidentin Wirtz freute sich über den Dialog: Regelmäßiger Austausch sei eine wichtige Basis, um die Entwicklung der Hochschule Landshut zu Gunsten des gesellschaftlichen Fortschritts aktiv zu gestalten.
Fotos: Hochschule Landshut
(Frei zur Verwendung bei Angabe der Quelle)
Bildunterschriften:
Bild 1: Die Delegation zusammen mit den Vertreterinnen und Vertretern der Hochschule Landshut (v.l.n.r.): 1. Reihe, vorne: Prof. Dr. Marcus Jautze, Vizepräsident für Transfer und Internationales; Anja König, SPD-Fraktionsvorsitzende im Landshuter Stadtrat; Ruth Müller, SPD-Landtagsabgeordnete; Michael Schrodi, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen; Prof. Dr. Michaela Wirtz, Hochschulpräsidentin. 2. Reihe (v.l.): Marc Bicker, Leiter des Instituts für Transfer und Zusammenarbeit (ITZ); Prof. Dr. Philipp Michaeli, Fakultät Betriebswirtschaft - Business School; Prof. Dr. Reinhold Kohler, Fakultät Elektrotechnik und Wirtschaftsingenieurwesen (ET/WI); Prof. Dr. Otto Huber, Leiter des Kompetenzzentrums für Leichtbau (LLK); Prof. Dr. Stefan Borrmann, Vizepräsident für Diversität und Berufungen. 3. Reihe: Prof. Veronika Kammerer, Fakultät Maschinen- und Bauwesen; Prof. Stephan Rauch, Fakultät Maschinen- und Bauwesen; Prof. Dr. Alexander Herzner, Fakultät ET/WI.
Bild 2: Freuen sich über den gemeinsamen Austausch: Die Präsidentin der Hochschule Landshut, Prof. Dr. Michaela Wirtz und der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen, Michael Schrodi
Bild 3: Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen, Michael Schrodi und die SPD-Landtagsabgeordnete Ruth Müller während eines Vortrags.


