Wer „Neue Medien und Interkulturelle Kommunikation“ an der Hochschule Landshut studiert, taucht regelmäßig in neue kreative Welten ein – in diesem Semester sogar im wahrsten Sinne des Wortes. Denn die Hochschule Landshut bietet als eine von wenigen Hochschulen in Europa ein regelmäßig stattfindendes Wahlpflichtmodul zur „Inszenierten Unterwasserfotografie“ an. Diese außergewöhnliche Lehrveranstaltung wird von Prof. Dr. Maja Jerrentrup, Dr. Jan Wienands und Dr. Ursula Teichmann geleitet.
Studierende im Tauchturm
Für 16 Studierende führte das Seminar in das Indigo-Studio nach Heidelberg, wo ein großes gläsernes Aquarium als professionelle Kulisse diente. Mit Moodboards und kreativen Konzepten ausgestattet, arbeiteten die Studierenden sowohl vor als auch hinter der Kamera: Während einige in die Rolle der Modelle schlüpften, übernahmen andere Assistenz, Technik oder künstlerische Leitung. „Unter Wasser verändert sich alles, vom Licht bis hin zu den Bewegungen – und damit die Art, wie Geschichten entstehen. Genau das nutzen wir als künstlerisches Experimentierfeld“, erklärt Studiengangsleitung Jerrentrup.
Technik spielt zentrale Rolle
Das ungewöhnliche Setting brachte für die Studierenden dabei einige Herausforderungen mit sich: So benötigt die Kameratechnik unter Wasser ein präzises Handling, während im Studio Reflektionen minimiert und Beamer-Projektionen harmonisch integriert werden müssen. Auch das Posing verlangt viel Körperbeherrschung – vom kontrollierten „Untergehen“ bis hin zu dynamischen Kopf-über-Bewegungen. Kleidung und Requisiten müssen wasserfest, ästhetisch passend und frei von Schwebepartikeln sein, die das Wasser trüben würden. Zudem müssen die Elemente zur Bildidee passen.
Im Zentrum steht das Storytelling
„Die Bildidee – das Storytelling – steht bei diesem Modul im Mittelpunkt“, erklärt Jerrentrup. Ziel für die Studierenden war daher, bildstarke Geschichten zu entwickeln, die sich im Medium Wasser besonders eindrucksvoll inszenieren lassen. Diese reichen von poetischen Motiven der schönen, verführerischen und tödlichen Sirene bis hin zu einem Spiel mit dem Skurrilen, beispielsweise bei der Darstellung eines Büromenschen, der noch zur Arbeit kommt, auch wenn die Welt untergegangen ist. In Photoshop erhielten die Aufnahmen schließlich ihren finalen Feinschliff.
Foto-Ausstellung am 28. März 2026
Wer sich die Ergebnisse ansehen möchte, hat beim kommenden Studieninfotag am 28. März 2026 Gelegenheit. Dann präsentieren die Studierenden in einer Ausstellung ihre magischen Bildwelten aus einem Medium, das gleichzeitig vertraut und faszinierend fremd wirkt.











