Am 10. und 11. September 2026 fand an der Universität Siegen der 4. Kongress der Teilhabeforschung statt. Ausgerichtet wurde die Tagung von der Universität Siegen in Kooperation mit dem Aktionsbündnis Teilhabeforschung e.V.. Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) widmete sich der Kongress der Frage, wie gleichberechtigte Teilhabe aus lokaler wie globaler Perspektive weiterentwickelt und gestaltet werden kann.
Auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Hochschule Landshut brachten ihre Forschungsperspektiven in den wissenschaftlichen Diskurs ein. Tove Emmert, wissenschaftliche Mitarbeit im Forschungsprojekt SMILE, und Prof. Dr. Matthias Laub stellten in einem Panelvortrag Ergebnisse ihrer Arbeit vor. Unter dem Titel „Einheit in Vielfalt: Diversität als Herausforderung kommunaler Aktionsplanung – aufgezeigt am Beispiel suchtkranker Menschen“ diskutierten sie die Bedeutung einer intersektionalen Perspektive für die kommunale Gestaltung von Diversität.
Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, wie heterogene Lebenslagen, Bedürfnisse und Ausschlusserfahrungen zusammengedacht werden können, um Partizipation vor Ort und für alle Menschen mit Beeinträchtigungen zu ermöglichen. Der Beitrag machte deutlich, dass eine inklusive kommunale Planung machsensibel und intersektional Diversität zu gestalten und sich an dem Befähigungsansatz auszurichten hat.
Isabel Fischer, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut IKON, nahm außerdem an der Postersession teil und präsentierte ihr Promotionsprojekt zur „Kritischen politischen Bildung von Menschen mit Lernschwierigkeiten“. Im Austausch mit den Teilnehmenden erhielt das Forschungsvorhaben zahlreiche Anregungen, neue Impulse und positives Feedback.
Der Kongress bot damit nicht nur Gelegenheit, aktuelle Forschungsergebnisse vorzustellen, sondern auch zum fachlichen Austausch mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus unterschiedlichen Bereichen der Teilhabeforschung. Die Beiträge aus Landshut zeigen, wie die Hochschule den wissenschaftlichen Diskurs zu Inklusion, Teilhabe und Diversität aktiv mitgestaltet und dabei unterschiedliche Perspektiven auf gesellschaftliche Teilhabe zusammenführt.
