Im Rahmen der Vorlesungsreihe „Soziale Ungleichheit – soziale Differenzierung – Diversität“ setzte der Vortrag mit dem Titel „Was passiert hier eigentlich? Fallbasierte Annäherung an Diversität, Intersektionalität und Professionalisierung in der Sozialen Arbeit“ einen diskursiven Auftakt. Im Zentrum standen die Klärung zentraler Begriffe sowie eine intersektionale Perspektive auf soziale Ungleichheiten und Machtverhältnisse. Anhand eines Fallbeispiels aus der intersektionalitätssensiblen Mädchenarbeit erarbeiteten die Studierenden, wie Differenzlinien wirksam werden, welche Ausschlüsse entstehen und welche professionellen Anforderungen sich daraus ergeben. Daran anknüpfend wurden Konsequenzen für die Professionalisierung Sozialer Arbeit diskutiert – insbesondere mit Blick auf Reflexionsfähigkeit, Handlungskompetenzen und organisationale Rahmenbedingungen.
Parallel dazu markierte das erste Leitungstreffen den offiziellen Start des Forschungsprojekts „ZuPer“, dass die Hochschule Landshut gemeinsam mit der Hochschule Kiel durchführt. Im Projekt werden Rassismus- und Mitbestimmungsstrukturen in der Altenpflege untersucht, um praxisnahe Erkenntnisse für mehr Teilhabe und Chancengerechtigkeit zu gewinnen.
Die beiden Veranstaltungen unterstreichen die enge Verzahnung von Forschung, Lehre und Transfer an der Hochschule Landshut sowie das Engagement der Fakultät Soziale Arbeit in aktuellen gesellschaftlichen und fachlichen Debatten.

