Wie gestalten Frauen gesellschaftliche Veränderungsprozesse in ländlichen Räumen? Welche Beteiligungsmöglichkeiten haben sie – und welche Barrieren und Ausschlüsse prägen ihre Handlungsspielräume? Mit diesen Fragen beschäftigte sich Prof. Dr. Monique Ritter gemeinsam mit Prof. Dr. Susanne Gerner, Prof. Dr. Alexandra Engel und Dr. Jan Schametat auf der diesjährigen Jahrestagung der Landesarbeitsgemeinschaft der Einrichtungen für Frauen- und Geschlechterforschung in Niedersachsen (LAGEN).
Die LAGEN-Jahrestagung 2026 fand am 29. September an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen (HAWK) statt. Unter dem Titel „Arbeits- und Lebensverhältnisse in ländlichen Räumen. Intersektionale Analysen“ widmete sich die Tagung den bislang noch wenig erforschten Verbindungen von ländlichen Räumen, Geschlecht und Intersektionalität.
Im Mittelpunkt des von Monique Ritter mitgestalteten Workshops stand das Thema „Intersektionale Perspektiven auf Beteiligung und Gestaltung: Mädchen und Frauen als Akteurinnen gesellschaftlicher Transformation in (peripherisierten) ländlichen Räumen“. Ausgangspunkt war die Beobachtung, dass strukturschwache ländliche Räume häufig mit Schrumpfung, Alterung und Abwanderung junger Frauen verbunden werden. Gleichzeitig bleiben die vielfältigen Beiträge von Frauen zu lokalen Entwicklungsprozessen, zivilgesellschaftlichem Engagement und sozialräumlicher Gestaltung vielfach unsichtbar.
