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Interregionale Zusammenarbeit als Katalysator für die Energiewende in Bayern und Europa

Technologiezentrum Energie zu Gast im Bayerischen Wirtschaftsministerium

Das Technologiezentrum Energie (TZE) der Hochschule Landshut war auf Einladung von Staatssekretär Tobias Gotthardt am 10. März 2026 ins Bayerische Wirtschaftsministerium eingeladen, um die aktuell laufenden Interreg-B-Projekte vorzustellen. Im Rahmen von Interreg unterstützt die Europäische Union grenzüberschreitende Kooperationen, welche mit ganzheitlichen Ansätzen zu Antworten auf gesellschaftliche Herausforderungen beitragen. Aktuell ist das TZE in vier transnationalen Projekten aktiv. Zwei weitere werden im Rahmen der Kooperationsvereinbarung mit der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) am TZE umgesetzt. Dabei arbeitet das TZE mit zahlreichen Partnern aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft in ganz Europa zusammen.

Die Energiewende lokal vorantreiben

Drei dieser Projekte stellte ein TZE-Team nun im Wirtschaftsministerium vor. Die Projekte Danube Indeet und HyEfRe beschäftigen sich damit, wie Städte und Gemeinden E-Mobilität und Wasserstoff in ihre lokalen Energiesysteme integrieren können. Dadurch soll Übergang zu erneuerbaren Energien und einer effizienten Nutzung gefördert werden. „Unser Ziel ist es, Gemeinden zu ermöglichen, Visionen für nachhaltige Energiesysteme zu erarbeiten. Dafür haben wir ein Optimierungs-Tool entwickelt, das auch zur Vorbereitung von Investitionsentscheidungen benutzt werden kann“, erläuterte Anna Kolb, wissenschaftliche Mitarbeiterin und Vertreterin des TZE als Projekt-Lead-Partner. Astrid Heindel, ebenfalls wissenschaftliche Mitarbeiterin, ergänzte, dass hierfür neben der Analyse von ökonomischen Aspekten auch Faktoren zum Steigern der gesellschaftlichen Akzeptanz untersucht wurden.

Prof. Dr. Raimund Brotsack, Professor für Erneuerbare Energiesysteme an der THD und Leiter der Arbeitsgruppe „Grüne Moleküle“ am TZE, stellte das Projekt NRGCOM vor, das von der THD unter dem Dach des TZE abgewickelt wird. Ziel des Projekts ist die Verbesserung von Rahmenbedingungen für Energiegemeinschaften im Donauraum. 

Von und mit internationalen Partnern lernen

„Am TZE arbeiten wir mit regionalen Partnern, um die Energiewende lokal voranzutreiben, und mit internationalen Partnern, um von anderen zu lernen, Wissen zu teilen und auf europäischer Ebene gemeinsam Lösungen zu entwickeln“, fasste Dr. Reinhart Schwaiberger, Geschäftsführer des TZE, die Interreg-Aktivitäten zusammen.

Staatssekretär Tobias Gotthardt betonte die Relevanz von Interreg-Projekten für Bayern und sagte die Unterstützung des Ministeriums bei zukünftigen Projektvorhaben zu. Im Anschluss an die Präsentationen diskutierte das TZE-Team die Potenziale für die Energiewende in Bayern im europäischen Kontext mit den jeweiligen Vertretern der Fachreferate und stellte geplante Interreg-Vorhaben vor, aktuell fünf beantragte Projekte an der Hochschule Landshut und zwei an der TH Deggendorf.

Fotos: StMWi / E. Neureuther
(Frei zur Verwendung bei Angabe der Quelle)

Bildunterschriften:  

Foto 1: TZE-Mitarbeitende Anna Kolb (3. v. l.), Prof. Dr. Raimund Brotsack (4. v. l.), Dr. Reinhart Schwaiberger (5. v. l.) und Astrid Heindel (6. v. l.) zu Besuch bei Staatssekretär Tobias Gotthardt (9. v. l.)

Foto 2: „Am TZE arbeiten wir mit regionalen Partnern, um die Energiewende lokal voranzutreiben, und mit internationalen Partnern, um von anderen zu lernen, Wissen zu teilen und auf europäischer Ebene gemeinsam Lösungen zu entwickeln“, fasste Dr. Reinhart Schwaiberger, Geschäftsführer des TZE (1. v. r.), die Interreg-Aktivitäten zusammen.