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IKON-Workshop „Forschungsdatenmanagement und Data Sharing qualitativer Daten“ – Ein Rückblick

Am 26. Juni 2026 veranstaltete das Forschungsinstitut IKON der Hochschule Landshut einen Online-Workshop zum Thema Forschungsdatenmanagement und Data Sharing qualitativer Daten. Kati Mozygemba vom Forschungsdatenzentrum Qualiservice der Universität Bremen gab als Referentin und Workshopleitung wertvolle Impulse für die Teilnehmenden aus unterschiedlichen Disziplinen.

Ein Banner des Instituts für sozialen Wandel und Kohäsionsforschung (ikon) ist umgeben von einer Vielzahl kleiner Figuren, die eine Gemeinschaft symbolisieren. Im Hintergrund ist eine grüne Pflanze sichtbar.
Ein Banner des Instituts für sozialen Wandel und Kohäsionsforschung (ikon) ist umgeben von einer Vielzahl kleiner Figuren, die eine Gemeinschaft symbolisieren. Im Hintergrund ist eine grüne Pflanze sichtbar.

Deutlich wurde, dass bei Forschungsdatenmanagement qualitativer Daten spezifische Aspekte zu beachten sind, die z. B. den Datenmanagementplan, die Informierte Einwilligung, Anonymisierung und Pseudonymisierung sowie Nachnutzung betreffen.

Einen wichtigen Schwerpunkt bildete entsprechend die Informierte Einwilligung (informed consent). Sie ist rechtlich und ethisch verpflichtend, wobei die Einwilligung in verständlicher Sprache formuliert sein muss. Betroffene können sie jederzeit widerrufen und was darin zugesichert wird, ist für die Forschenden verbindlich. 

Da qualitative Daten häufig unmittelbar personenbezogen sind, etwa wenn Stimmen aufgezeichnet werden, erfordern sie besondere datenschutzrechtliche Sorgfalt. Demnach wurde auch das Thema Pseudonymisierung und Anonymisierung ausführlich diskutiert. Hier wurde deutlich, dass für qualitative Forschungsprojekte der Weg der Pseudonymisierung möglich sein muss, um Forschung überhaupt zu ermöglichen. Welche Informationen dabei pseudonymisiert und anonymisiert und welche erhalten bleiben müssen, lässt sich nicht pauschal beantworten, sondern erfordert Urteilsvermögen im Einzelfall. Bei konkreten Fragen zum Datenschutz steht an der Hochschule Landshut der Datenschutzbeauftragte Robert Heindl als Ansprechpartner zur Verfügung.

Für die Nachnutzung müssen qualitative Datensätze um eine Kontextualisierung ergänzt werden. Hierfür sollte durch Dokumentation und Begleitmaterialien von Beginn an systematisch gesammelt werden. Wichtig ist, dass Repositorien und Forschungsdatenzentren als Partner gewählt werden, die für die Spezifika des Data Sharing qualitativer Daten geeignet sind. Hier sollte bereits bei der Antragsstellung Kontakt aufgenommen werden.

Der Workshop ließ viel Raum für Austausch und Rückfragen; ein Angebot, das die Teilnehmenden rege genutzt haben. Vielen Dank an Kati Mozygemba für die lehrreichen Einblicke!

Weitere Informationen finden sich hier: 

Richtlinie zum Umgang mit Forschungsdaten an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Landshut: 
https://www.haw-landshut.de/static/Justiziariat/2026/kF/Richtlinie_zum_Umgang_mit_Forschungsdaten_.pdf

QualidataNet bündelt Datenbestände qualitativer Daten seiner Netzwerkpartner: https://www.qualidatanet.com/de/

Qualiservice stellt zur Unterstützung der Anonymisierung das Open-Source-Tool QualiAnon bereit: https://www.qualiservice.org/de/helpdesk/webinar/tools.html

Über das Qualiservice Search Portal können Datensätze gesucht werden: https://www.qualiservice.org/de/qsearch.html

Ein Banner des Instituts für sozialen Wandel und Kohäsionsforschung (ikon) ist umgeben von einer Vielzahl kleiner Figuren, die eine Gemeinschaft symbolisieren. Im Hintergrund ist eine grüne Pflanze sichtbar.