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Hochschule Landshut verstärkt Engagement für Kinderrechte

Beitritt zum Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention

Auf Initiative der Fakultät Soziale Arbeit ist die Hochschule Landshut dem Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention beigetreten. Sie setzt sich damit für den Schutz und die Verbesserung der Rechte von Kindern in Deutschland und weltweit ein. 

Gemeinsam mit circa 110 Partnerorganisationen – darunter bekannte Wohlfahrtsverbände, NGOs und Gewerkschaften wie die Amadeo-Antonio-Stiftung oder UNICEF – bildet die „National Coalition Deutschland - Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention“ eine Gemeinschaft, die sich für die Einhaltung aller Rechte auf Schutz, Förderung und Beteiligung von Kindern einsetzt. Sie steuert und organisiert den Austausch mit europäischen und internationalen Partnern, gefördert vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Austausch und Vernetzung zu den Themenfeldern Bildung, Flucht und Klima

Die Partnerorganisationen vertiefen in unterschiedlichen Arbeitsgruppen ihre Expertise zu diversen Themenbereichen. Sie treffen sich regelmäßig und beraten gemeinsam über die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention. In den Themennetzwerken Bildung, Flucht und Klima arbeiten Akteurinnen und Akteure daran, Kinderrechte im Bildungssystem zu stärken, Kinder mit Fluchtgeschichte zu schützen und eine gesunde Umwelt als Lebensgrundlage zu sichern. 

Zu den Aufgaben gehört auch das Monitoring der Kinderrechte in Deutschland. Der ergänzende Bericht zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention über die Kinderrechte in Deutschland erscheint alle fünf Jahre und bewertet, wie Deutschland die UN-Kinderrechtskonvention umsetzt. Dabei werden Fortschritte und Rückschritte deutlich. Zusammen mit dem Staatenbericht ergibt er die Berichterstattung des Bundes an die Vereinten Nationen. Politische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger können Handlungsbedarfe erkennen und notwendige Schritte zur Verbesserung der Kinderrechte in der Bundesrepublik ergreifen. 

Einzigartige Expertise der Hochschule Landshut im Bereich Kinder- und Jugendhilfe

Prof. Dr. Mechthild Wolff, Leiterin des Instituts Sozialer Wandel und Kohäsionsforschung (IKON) der Hochschule Landshut und Studiengangsleiterin des Bachelorstudiengangs „Soziale Arbeit in der Kinder- und Jugendhilfe“ betonte: „Die Hochschule Landshut setzt sich für eine diverse und tolerante Gesellschaft und die Förderung der Menschenrechte ein. Dazu gehören Kinderrechte, die den Menschenrechtsgedanken mit der Perspektive von Kindern verknüpfen. Mit dem Beitritt zu dem Netzwerk Kinderrechte setzen wir ein starkes Zeichen und tragen mit unserer Expertise zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland bei.“ 

Die Fakultät Soziale Arbeit der Hochschule Landshut verfügt mit ihrem jährlich rund 50 Erstsemester umfassenden Bachelor-Studiengang „Soziale Arbeit in der Kinder- und Jugendhilfe“ über eine langjährige und deutschlandweit einzigartige Expertise im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe. Mit IKON ist die Hochschule Landshut auch in der Forschung erfolgreich: Es bündelt Forschungs- und Entwicklungsprojekte, die sich mit gesellschaftlichen Herausforderungen des gegenwärtigen sozio-ökonomischen Wandels befassen. 

Der angewandte Transfer dieser Kompetenzen in die Gesellschaft gehöre zu den Kernaufgaben von Hochschulen für Angewandte Wissenschaften im Rahmen ihrer „Third Mission“, so der Vizepräsident für Diversität und Berufungen, Prof. Dr. Stefan Borrmann. „Für die Hochschulleitung ist es deshalb eine Priorität, unsere Energie auch zu Gunsten der gesellschaftlichen Weiterentwicklung und Stärkung der Demokratie einzusetzen.“

Bild: National Coalition Deutschland - Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention
(Frei zur Verwendung bei Angabe der Quelle)