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Exkursion zum Sozialkaufhaus „Hab und Gut“

Im Rahmen des Seminars „Soziale Ungleichheit im Kindes- und Jugendalter“ (Leitung: Prof. Dr. Mechthild Wolff) unternahmen die Studierenden des 4. Semesters eine Exkursion zum Arbeitsprojekt „Hab und Gut“ der Diakonie Landshut. Ziel war es, praxisnahe Einblicke in Unterstützungsangebote für Familien in belasteten Lebenslagen zu gewinnen.

Das Sozialkaufhaus bietet ein breites Sortiment an günstigen Waren für den täglichen Bedarf. Ein besonderer Fokus liegt auf der Abteilung „Buntstift“, die Schulmaterialien und Schulranzen für Kinder aus einkommensschwachen Familien bereitstellt. Voraussetzung für die Nutzung dieses Angebots ist der Bezug staatlicher Transferleistungen. Die Materialien werden stark vergünstigt abgegeben; ein Drittel des Preises müssen die Familien selbst tragen. Finanziert wird das Projekt maßgeblich durch Geldspenden und Sachspenden, wie die Schulranzen, sowie durch Erträge aus den Verkäufen im Hab und Gut. 

Im Gespräch mit dem Leiter Dominik Kurzan wurde deutlich, dass „Hab und Gut“ nicht nur materielle Unterstützung leistet, sondern auch eine wichtige soziale Funktion erfüllt. Viele Familien empfinden Scham, wenn sie Hilfe in Anspruch nehmen müssen – insbesondere im Bereich der Schulmaterialien. Das Projekt versucht daher, einen möglichst niedrigschwelligen und würdevollen Zugang zu schaffen.

Ein weiterer zentraler Aspekt ist die arbeitsmarktpolitische Bedeutung des Projekts: Rund 120 Menschen, die auf dem ersten Arbeitsmarkt keine Anstellung finden, sind hier in Teilzeit beschäftigt. Damit verbindet „Hab und Gut“ soziale Unterstützung mit Beschäftigungsförderung.

Für die Studierenden bot die Exkursion wertvolle Einblicke in konkrete Maßnahmen zur Milderung sozialer Ungleichheit und verdeutlichte, wie existenzunterstützende Hilfen vor Ort umgesetzt werden