Am 11. Mai 2026 war die Hochschule Landshut Gastgeberin des zweiten Jahrestreffens des Promotionskollegs DIWAG. Rund 40 Mitglieder aus den beteiligten Hochschulen nutzten die Gelegenheit, aktuelle Forschungsprojekte zu diskutieren, neue Kolleginnen und Kollegen kennenzulernen und die strategische Weiterentwicklung des Kollegs voranzutreiben. Nach dem Auftakt im vergangenen Jahr an der OTH Amberg-Weiden fand das diesjährige Treffen bewusst in der „geografischen Mitte“ des Verbunds statt. Neben der gastgebenden Hochschule Landshut waren die Hochschule Neu-Ulm sowie die OTH Amberg-Weiden vertreten. Teilnehmende waren dabei professorale Mitglieder, Promovierende sowie Mitarbeitende der Geschäftsstellen. Auch die Hochschulleitungen unterstrichen die Bedeutung des Kollegs: So nahmen Prof. Dr. med. habil. Aida Anetsberger (Vizepräsidentin für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs, Hochschule Landshut), Prof. Dr. habil. Elmar Buchner (Vizepräsident für Forschung und Nachwuchsförderung, Hochschule Neu-Ulm) und Prof. Dr. Wolfgang Weber (Vizepräsident für Forschung und Entwicklung, Transfer, OTH Amberg-Weiden) am Treffen teil.
Austausch zwischen den Standorten als Erfolgsfaktor
„Das Promotionskolleg DIWAG zeigt eindrucksvoll, wie kooperative Forschung an Hochschulen für angewandte Wissenschaften erfolgreich gestaltet werden kann“, betont Prof. Dr. Aida Anetsberger, „besonders der intensive Austausch zwischen den Standorten ist ein zentraler Erfolgsfaktor.“ Nach ihrer Begrüßung gab Dr. Linda Klingler (Referentin des Landshut Graduate Center) einen Überblick über die Entwicklungen des vergangenen Jahres. Im Anschluss blickten Prof. Buchner und Prof. Weber auf die Entstehungsphase von DIWAG zurück, insbesondere auf die Beantragung des eigenständigen Promotionsrechts an Hochschulen, und gaben eine Einschätzung, wo DIWAG aktuell steht. Moderiert wurde der Talk von der operativen Geschäftsführung des Promotionszentrums, Dr. Kristina Klitzke. Die Beteiligten erinnerten daran, dass in der Anfangsphase auch Prof. Dr. Holger Timinger von der Hochschule Landshut als damaliger Vizepräsident Forschung maßgeblich an der Mitgestaltung des Promotionszentrums beteiligt war und thematisierten im Hinblick auf die zukünftige Perspektive die angestrebte Verlängerung des Promotionsrechts. Anetsberger ergänzt: „Wir haben in den vergangenen Jahren viel erreicht – jetzt gilt es, die Strukturen weiter zu festigen und auszubauen. Unser Ziel ist es, langfristig attraktive Rahmenbedingungen für exzellente Promotionen zu sichern.“ Prof. Mechtihild Wolff stimmte die Gäste auf den fachlichen Austausch ein und gab einen Einblick in die erfolgreiche Arbeit des Landshuter Instituts Sozialer Wandel und Kohäsionsforschung (IKON)
Herausforderungen und Chancen der KI
Einen besonderen Programmhöhepunkt stellte der Vortrag des Distinguished Speakers Prof. Dr. Christian Cyron (Technische Universität Hamburg, KI-Ambassador der Helmholtz-Gesellschaft) dar. Unter dem Titel „Forschung und Gesellschaft im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz“ beleuchtete er zentrale Herausforderungen und Chancen der KI und stand anschließend noch für eine angeregte Diskussion zur Verfügung. Im weiteren Verlauf präsentierten die professoralen Mitglieder ihre aktuellen Projekte. Die Bandbreite reichte von ökonomischer Vertriebsforschung über Tierschutzfragen bis hin zur Transformation sozialer Einrichtungen. Die Vielfalt verdeutlichte dabei die interdisziplinäre Ausrichtung des Promotionskollegs.
Promovierende im Fokus
Am Nachmittag standen die Promovierenden und deren Wirken im Fokus. In kurzen Pitch-Präsentationen stellten sie ihre Poster vor, danach beschäftigten sich die Teilnehmenden intensiver mit den Forschungsvorhaben von drei Promovierenden. Dabei erhielten sie vertiefende Einblicke in das Zusammenspiel von Menschen und KI, in das Thema KI als systemischer Akteur in der Kinder- und Jugendhilfe sowie in Fragen zur Internalisierung von Identitäten in Unternehmen.
Unterschiedliche wissenschaftliche Arbeitsweisen kennenlernen
Den Abschluss des fachlichen Programms bildete ein Round Table mit Vertreterinnen und Vertretern der fünf DIWAG-Forschungscluster. Diskutiert wurde die Frage: Wie verstehen wir uns als Forschende? Ziel war es, unterschiedliche wissenschaftliche Arbeitsweisen besser zu verstehen und damit die Zusammenarbeit weiter zu stärken. Dieser Round Table bot die Möglichkeit, die Besonderheiten aller fünf Cluster kennenzulernen und das neue Wissen in eine erfolgreiche Zusammenarbeit zu überführen.
Neben dem offiziellen Programm bot das Treffen zahlreiche Gelegenheiten zum informellen Austausch. So nutzten die Teilnehmenden die Pausen und den gemeinsamen Ausklang für intensive Gespräche und neue Vernetzungen. „Das Jahrestreffen zeigt jedes Jahr aufs Neue, wie wertvoll persönlicher Austausch für den Fortschritt in Forschung und Promotion ist“, resümierte Anetsberger. Die Vorfreude richtet sich bereits auf das nächste Treffen: 2027 wird das DIWAG-Jahrestreffen an der Hochschule Neu-Ulm stattfinden.
Fotos: Hochschule Landshut
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