Im Projekt „Impact for Future“ ist Anna als LfbA tätig und gestaltet dort aktiv die Förderung von wirkungsorientierten Gründungen mit. Ihr Ansatz: Studierende und Gründungsinteressierte nicht nur fachlich zu begleiten, sondern sie dabei zu unterstützen, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und unternehmerisches zu denken. Durch ihre Arbeit schafft sie Räume, in denen innovative Ideen wachsen können – und in denen Wirkung nicht nur ein Schlagwort, sondern ein echter Maßstab für Erfolg wird.
Wenn Anna über Unternehmertum spricht, geht es selten zuerst um Gewinnmaximierung. Ihr Blick ist durch jahrelange Felderfahrung und ihre Arbeit im allparteilichen Konfliktmanagement der Landeshauptstadt München (AKIM) geschärft. Dort lernte sie, Spannungen nicht als Hindernisse, sondern als Ausgangspunkt für Dialog und Innovation zu begreifen. „Entrepreneurship bedeutet für mich, Ideen ernst zu nehmen und sie in Lösungen zu transferieren, die einen echten gesellschaftlichen oder ökologischen Mehrwert bieten“, erklärt Anna.
Vom Nutzen zum Prototyp
In ihren kommenden Workshops steht eine Methode im Mittelpunkt, die sie selbst als „faszinierend praxisnah“ beschreibt: Design Thinking. Für Anna ist dies mehr als nur ein Buzzword. Es ist ein Prozess, der den Nutzen radikal in das Zentrum rückt. „Wir prüfen schon früh die Machbarkeit und den Markt. Das Highlight ist immer das Prototyping – der Moment, wenn eine Idee für die Studierenden plötzlich Form annimmt.“
Diese frühe Einbindung verhindert, dass brillante Köpfe am Markt vorbeientwickeln. Es geht um Effizienz durch Empathie. Ob Kreislaufwirtschaft oder KI-gestützte Sozialprojekte – Anna ist überzeugt, dass interdisziplinäre Teams die besten Antworten auf komplexe Probleme liefern.
Die Anatomie des Erfolgs: Resilienz und Mediation
Doch was brauchen junge Innovatoren heute wirklich? Anna nennt zwei Faktoren: Durchhaltevermögen und Teamfähigkeit. Hier kommt ihre Expertise als Konfliktmanagerin zum Tragen. „Ein Gründungsprozess ist kein Sprint, sondern ein Marathon mit Hürden“, so die Expertin. Das Team entscheidet oft über Erfolg oder Scheitern. Ihre Fähigkeit, Ressourcen zu bündeln und Konflikte produktiv zu nutzen, gibt sie nun an die Entrepreneure von morgen weiter.
Ein besonderes Augenmerk legt sie auf das Pitch-Training. Ein guter Pitch ist weit mehr als eine schöne Präsentation. Es ist die Kombination aus authentischer Begeisterung und einem tiefen Verständnis für das Problem. Ihr Rat an alle Studierenden: „Üben, üben, üben. Man muss die eigene Idee so verinnerlicht haben, dass man sie nachts im Schlaf präsentieren könnte – und dabei selbst im Traum noch absolute Sicherheit und Überzeugungskraft ausstrahlt.“
Ideen eine Chance geben
Anna sieht das enorme Potenzial, das an der Hochschule Landshut „herumfliegt“. Ihr Wunsch ist es, die Hemmschwelle vor dem Wort „Gründung“ abzubauen. „Man muss nicht sofort das nächste Weltunternehmen planen. Es geht darum, mit Ideen zu spielen und sie nicht in der Schublade verschwinden zu lassen.“
Wer diesen Spielraum nutzen möchte, hat im Sommersemester 2026 die Gelegenheit dazu. Von Design Thinking- Sessions bis hin zu intensiven Pitch-Trainings – Anna begleitet Visionäre auf ihrem Weg von der ersten Skizze zum überzeugenden Businessmodell.
Interessierte können sich ab sofort direkt über die Website des Gründerzentrums für die Termine anmelden.
