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Besuch aus Bonn: Ministerialrat erkundet Landshuter Hochschule

Ministerialrat Magnus Milde besucht Labore, lauscht Vorträgen und spricht über Herausforderungen und Chancen für Hochschulen

Ministerialrat Magnus Milde stattete vergangene Woche der Hochschule Landshut einen Besuch ab – und tauchte tief ein in den Forschungsalltag vor Ort. Milde tastete mit Hilfe einer AR-Brille Leber-Imitate ab, ließ Wagen auf Gleisen hin- und hergleiten, trainierte Roboter-Greifarme mit Hilfe von künstlicher Intelligenz oder steuerte eine medizinische Greifzange. Milde fühlte sich sichtlich wohl in seiner Rolle. „Manchmal darf man auch als Ministerialrat Kind sein“, scherzte er.

Schnittstelle zwischen Politik, Hochschulen und Verwaltung

Das, was Milde macht, nennt das Beamtendeutsch: Ministerialrat des Referats W16 „Fachhochschulen / Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW)“ im Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR). Milde beschäftigt sich also mit allen Themen rund um Fachhochschulen und Hochschulen für angewandte Wissenschaften. Sein Referat entwickelt und begleitet Förderprogramme, Strategien und politische Maßnahmen. Er selbst sitzt in Bonn an der Schnittstelle zwischen Politik, Hochschulen und Verwaltung. 

In Mildes Zuständigkeit fallen etwa 250 Hochschulen, von Flensburg bis Konstanz, von Aachen bis Zittau in der Oberlausitz. Milde ist ein vielbeschäftigter Mann. Sein Besuch an der Hochschule in Landshut aber war für ihn Ehrensache. Hochschulpräsidentin Prof. Dr. Michaela Wirtz hatte Milde bei ihrer Amtseinführung im vergangenen Jahr nach Landshut eingeladen. Nun machte er sich selbst ein Bild über laufende BMFTR-finanzierte Projekte und die Forschungsschwerpunkte im Haus.

Einblicke in die Forschung

Prof. Dr. Aida Anetsberger, Vizepräsidentin für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs, führte Milde durch die Landshuter Innenstadt, über den Campus und einmal quer durch das Gesamtwerk der Hochschule. Michaela Wirtz hieß ihn an der Hochschule willkommen. Alle Forschungsbereiche stellten sich vor, zeigten ihre aktuellen Forschungsprojekte, ihre Leuchttürme und legten einen Blick auf das, was noch kommen soll. Sie bauten Experimente auf, zeigten ihre Labore und ließen Milde in ihre Welten eintauchen.  

Natürlich wurde auch über bayerische Besonderheiten wie Technologiezentren (TZs) gesprochen und die Strukturen an der Hochschule vorgestellt. Auch darüber, dass immer bessere Anträge nötig seien, um an Fördergelder zu kommen. Und dass die angespannte Haushaltslage auch sein Ministerium nicht verschone.

Milde sagte aber auch, dass es Bereiche gebe und weitere geben werde, die stärker gefördert werden würden als bisher. Als Beispiel nannte Milde etwa die Themen Luft- und Raumfahrtforschung oder Frauengesundheit. Zwei Bereiche, in denen die Hochschule Landshut auch aktiv ist.

Vizepräsidentin Aida Anetsberger ergänzte dazu: „Wir wollen uns diesem Wettbewerb stellen. Und ihn für uns entscheiden.“

Milde zeigte sich beeindruckt von der Bandbreite der Forschungsgebiete der Hochschule. Von künstlicher Intelligenz bis Robotik und Medizintechnik, von Leichtbau zu Suchtprävention und Batteriespeichern, von Halbleitern zu Essstörungen und Benutzeroberflächen. 

Zum Schluss hob Milde besonders positiv hervor, dass so viele junge Leute, Studierende und Promovierende, an den Präsentationen beteiligt waren. „Und man hat gesehen“, ergänzte Milde, „in wie vielen Bereichen und wie eng die Forschungsbereiche zusammenarbeiten. Das klappt nicht überall.“

Fotos: Hochschule Landshut
(Frei zur Verwendung bei Angabe der Quelle)