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Ausgezeichnetes Nachhaltigkeitsprojekt

Realschule Neufahrn erhält den SCHOTT-Förderpreis nach Projekt mit Studierenden der Hochschule Landshut

Auf dem Gelände der Staatlichen Realschule Neufahrn in Niederbayern liegt eine große Brachfläche. Im Sommer heizt sie sich auf, im Winter bleibt sie kahl und ungeschützt. Für Studierende des Masterstudiengangs „Nachhaltigkeit und Transformation“ war die Fläche ideal, um Prinzipien nachhaltiger Entwicklung anzuwenden. Gemeinsam mit der Schulfamilie entstand ein Gestaltungsplan, der Natur, Klima und Schulalltag ideal miteinander verbindet.

Für diese Arbeit wurde die Schule mit dem Förderpreis „Schule und Nachhaltigkeit“ der Firma SCHOTT in Höhe von 20.000 Euro ausgezeichnet – eine weitere Bestätigung auch für die wertvolle Projektarbeit der Studierenden.

Ein lebendiges, nachhaltiges Schulgelände
Das Konzept der Masterstudierenden verbindet Biodiversität und Bewegung, Lernen und Erholung. Vorgesehen sind Magerwiesen, Insektenweiden und kleine Rückzugsorte für Tiere. Dazu kommen Klettergeräte aus Holz, ein Balancierparcours und ein großes Schachfeld. Schattige Sitzplätze und ruhige Bereiche für Lesen und Unterricht im Freien ergänzen die Ideen. Auch ein Schulgebäude war Teil des Projekts. Die Studierenden entwarfen eine Fassadenbegrünung an der Südseite, um die Räume zu kühlen und das Mikroklima zu verbessern.

Die Schülerinnen und Schüler der Realschule Neufahrn waren von Anfang an beteiligt. Im Kunstunterricht entstanden eigene Entwürfe für Sitzmöbel oder Vogeltränken. So wächst ein Gelände, das nicht nur ökologisch aufgewertet wird, sondern die Identifikation mit der gesamten Schulfamilie stärkt.

Zum Projekt gehörte auch die Frage, wie sich die Ideen finanzieren lassen. Die Studierenden entwickelten dafür ein Modell, das schulische Aktionen, Fördermittel und lokale Partnerschaften verbindet. Für Prof. Dr. Markus Schmitt, Leiter des Studiengangs, zeigt das Ergebnis den Anspruch des Masters Nachhaltigkeit und Transformation. „Unsere Studierenden entwickeln in ihren Projektarbeiten mit Schulen, Kommunen oder Unternehmen Vorschläge für nachhaltige Entwicklung. Sie führen unterschiedliche Interessen verantwortungsvoll zusammen, so dass Transformation auch in kleinen Schritten ganz konkret gelingt.“

Fotos: Schott Landshut