Laufende Forschungsprojekte A - Z

ALTPdev

Im Forschungsprojekt wird eine neuartige Wandwärmestromsonde für den Einsatz in der Verbrennungstechnik entwickelt. Ziel ist die direkte Messung des Wandwärmeflusses im Brennraum von Verbrennungsmotoren mit interner Verbrennung (Otto, Diesel, ect.). Die Methodik beruht auf sog. Filmen einer speziellen Atomlagenthermosäule (ALTP), die auf der Ausnutzung des transversen Seebeck-Effekts in geschichteten Kristallstrukturen basieren. Dieses relativ neue Messprinzip ermöglicht eine außergewöhnlich hohe Frequenzauflösung bis in den MHz-Bereich. Durch die Zeitauflösung im Bereich der realen Zeitskala von Zündprozessen können Verbrennungsprozesse optimiert und ggf. Schadstoffemissionen reduziert werden.

 

Projektleiter ist Herr Prof. Dr. Tim Rödiger.

 

Das Projekt wird im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) durch das BMWi gefördert.         

  

Antisemitismus in der Miogrationsgesellschaft

Menschenfeindliche Äußerungen und Handlungen gefährden die Demokratie und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Daher fördert das Bundesfamilienministerium mit dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ Projekte, die sich für Demokratie und gegen Menschenfeindlichkeit einsetzen. Eines dieser Projekte ist „Antisemitismus in der  Migrationsgesellschaft“ an der Hochschule Landshut. Gemäß den Zielen des Bundesprogramms (Demokratie fördern. Vielfalt gestalten. Extremismus vorbeugen.) entwickeln die Forschenden unter Leitung von Prof. Dr. Mihri Özdogan Handlungskonzepte für Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, die im Arbeitsalltag mit Antisemitismus in Berührung kommen.

In der Jugendarbeit tätigen Sozialarbeiter*innen kommt eine besondere Stellung zu, da sie einerseits als Multiplikator*innen fungieren und andererseits Schnittstellenarbeit hin zu weiteren relevanten Personengruppen (z.B. Ehrenamtlichen oder Eltern) leisten, bei denen unterschiedliche
Erscheinungsformen von Antisemitismus thematisiert werden müssen. Hieraus ergibt sich auch unser Handlungsbedarf. Bisher liegt zwar eine Fülle an Fortbildungen und Materialien zu Antisemitismus vor, an einer strukturierten, antisemitismuskritischen Analyse des Materials mangelt es aber - gleiches gilt für die angebotenen Fortbildungen, die mehr als Tropfen auf den heißen Stein zu sehen und meist nur schnelle Abhilfe für temporäre Problemstellungen dienen sollen.

Durch die Weiterentwicklung und Erprobung bestehender Materialien und der Etablierung eines umfassenden theoriegeleiteten und anwendungsorientierten Schulungs- und Bildungsprogramms für Sozialarbeiter*innen in der Jugendarbeit, das eine gezielte Sensibilisierung, Förderung und Weiterbildung der Fachkräfte in Bezug zu aktuellen Problemstellungen im Themenfeld Antisemitismus nachhaltig erarbeitet, wird die Grundlage für einen tiefgreifenden Austausch zu den Bedürfnissen der Fachkräfte und zu einer gezielten Weiterbildung zu Antisemitismus gelegt. Die sozialpädagogischen Fachkräfte werden so befähigt, antisemitische Denk-, Handlungs- und Wirkweisen systematisch zu thematisieren, ihr handelndes Einschreiten gegen Antisemitismus und Rassismus wird gestärkt und die menschenverachtende Wirkung von antisemitischer Verhältnisse wird bekämpft.

Das Projekt zielt darauf ab, Kontakte zu Sozialarbeiter*innen in der Jugendarbeit in allen bayerischen Bezirken aufzubauen und Schulungen sowohl im ländlichen als auch im städtischen Raum über die gesamte Projektlaufzeit vorzunehmen.

 Projektleiter ist Herr Prof. Dr. Mihri Özdogan

Das Projekt wird im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit" vom BMFSFJgefördert.

 

COATEMO II - Hochenergieelektroden für die Elektromobilität

Ziel des Projektes „COATEMO II“ ist die Entwicklung von schnellladbaren und langlebigen Hochenergie-Anodenmaterialien für die Elektromobilität. Im Rahmen dieses Projektes sollen Multilayer-Graphene mit verschiedenen funktionellen Gruppen als hochleitfähiges Additiv oder als Träger für mikro- oder nano-skaliges Silizium als Speichermaterial für Lithium-Ionen Batterien erforscht und der Technikumsmaßstab ermöglicht werden.
Das Ziel der Forschung ist die Entwicklung eines stabilen Anodenmaterials mit einer hohen Energiedichte, das am Ende des Projekts in einer Automotive-Zelle mit einer Kapazität von 30 Ah demonstriert werden soll. Die Prozesse sollen so gestaltet werden, dass später das Anodenmaterial zum Einsatz in Lithium-Batterien wirtschaftlich sinnvoll produzierbar ist. Seine Verfügbarkeit und Verarbeitbarkeit werden im Projekt demonstriert.

Projektleiter ist Herr Prof. Dr. Karl-Heinz Pettinger.

Das Projekt wird im Rahmen des 6. Energieforschungsprogramms der Bundesregierung vom BMWi gefördert.

  

Demokratie – Partizipation – Vielfalt. Mehr Frauen für die Kommunalpolitik im ländlichen Raum Kurz: Frauen in die Kommunalpolitik (FRIDA)

Ziel ist es, Konzepte zu entwickeln und zu erproben, mit denen es gelingen kann, mehr Frauen – insbesondere junge Frauen, auch unterschiedlicher Herkunft und differenter Lebenslagen – für Kommunalpolitik zu gewinnen. Im Rahmen des Forschungsverbundes ForDem können konkrete Maßnahmen entwickelt, erprobt und wissenschaftlich evaluiert werden mit dem Ziel einer verbesserten kommunalpolitischen Partizipation von Frauen im ländlichen Raum. Damit soll insgesamt Kommunalpolitik als „Schule der Demokratie“ in doppelter Weise gestärkt werden: Themen und Verfahren der Kommu-nalpolitik sollen (jungen) Frauen bekannt gemacht und gleichzeitig Bürgerinnenbeteiligung, Partizipation und Mitbestimmung im kommunalen Kontext erfahrbar werden. Ebenso zielt das Vorhaben auf die Untersuchung der politischen Kultur und ihrer Rahmenbedingungen, um konkrete Veränderungen an ausgewählten Standorten erproben und evaluieren zu können.

Projektleiterin ist Frau Prof. Dr. Barbara Thiessen.

Das Projekt wird im Rahmen des Bayerischer Forschungsverbunds „Zukunft der Demokratie (ForDem)“ vom StMWK gefördert.

 

DENU - Digitale Energienutzung zur Erhöhung der Energieeffizienz durch interaktive-Vernetzung

Ziel des Vorhabens ist die Erhöhung der Energieeffizienz mittels Entwicklung eines digitalen Energieeffizienzmanagementsystems mit geographischer Verortung, Berücksichtigung von Wetterprognosen, RFID gestützter Bauteilverortung und Mess- und Steuerungstechnik als Management-System für die öffentliche Hand, die Industrie und Energieversorgungswirtschaft. Dadurch lassen sich die Verteilnetze entlasten, bestehende Energieerzeugungs- und Verteilstrukturen effizienter nutzen (Reduzierung Verluste/Überkapazitäten und Überschüsse, Wärmerückgewinnung etc.), ggfs. erweitern und langfristig zu einem Gesamtkonzept zusammenführen.

Projektleiterin ist Frau Prof. Dr. Diana Hehenberger-Risse.

Das Projekt wird im Rahmen des 6. Energieforschungsprogramms der Bundesregierung vom BMWi gefördert.

   

FeAl-GuD - Eisenaluminide für Gas-und-Dampf-Kraftwerke

Im Zuge der Umstellung der Stromerzeugung in Deutschland, weg von grundlastfähigen Kohle- und Atomkraftwerken, hin zu erneuerbaren Energien, wird das Thema Netzstabilität in Zukunft immer mehr im Fokus stehen. Gas- und Dampf-Kraftwerke (GuD-Kraftwerke) sind ideal geeignet, Schwankungen bei den erneuerbaren Energien flexibel, teillastfähig aber gleichzeitig hocheffizient auszugleichen. Für diese Kraftwerke werden in den hinteren Stufen der Gasturbine meist Nickel-Basislegierungen, sowie in den vorderen Dampfturbinenstufen jeweils überwiegend hochlegierte Chrom-Stähle verwendet. Eine kostengünstige Alternative zu diesen hochpreisigen strategischen Werkstoffen können intermetallische Verbindungen auf Basis von Fe-Al (Eisenaluminid) darstellen. Um das Potential der Werkstoffgruppe FeAl auszunutzen, soll mittels Kornfeinung die Raumtemperaturduktilität dieser Legierungsklasse gesteigert werden. Weiterhin sollen Gießverfahren genutzt werden, welche vor dem Anwendungshintergrund auch als das wirtschaftlichste Verfahren angesehen werden müssen. Das LLK übernimmt die Untersuchung der mechanischen Eigenschaften der von Access entwickelten feinkörnigen FeAl-Legierungen. Hierzu zählen die Bestimmung des spröd-duktil Überganges, Kriechversuche und das LCF bzw. TMF Verhalten der Legierung. Weiterhin werden die Gefüge vor und nach den Versuchen und potentielle Schädigungsmechanismen bestimmt (z.B. Risspfad, Porenbildung).

Projektleiter ist Herr Prof. Dr. Holger Saage.

Das Projekt wird im Rahmen des 6. Energieforschungsprogramms der Bundesregierung vom BMWi gefördert.

   

FlyFlect3D

Phasenmessende Deflektometrie ist ein etabliertes Verfahren zur berührungslosen optischen 3D Vermessung spiegelnder Oberflächen. Dabei sind jedoch in jeder Messposition mehrere Bildaufnahmen eines sinusförmigen Streifenmusters in unterschiedlichen Phasenlagen anzufertigen. In industriellen Anwendungen führt dies zu einem zeitaufwändigen Stop-and-Go-Prozess. Ziel dieses Projekts ist es, ein neuartiges Messverfahren zu entwickeln und algorithmisch umzusetzen, welches die zu prüfenden Objekte in der Bewegung aufnehmen kann.

Projektleiter ist Herr Prof. Dr. Christian Faber.

Das Projekt wird im Rahmen des Programms Hochtechnologien für das 21. Jahrhundert von der Bayerischen Forschungsstiftung gefördert.

   

FosterCare - Pflegefamilien als Orte sicherer Teilhabe von Kindern und Jugendlichen und Entwicklung von Schutzkonzepten zur Stärkung persönlicher Rechte von Kindern, Jugendlichen und careleaver

Ziel des Verbundprojektes „Schutzkonzepte in der  Pflegekinderhilfe“ ist es, zusammen mit jungen Menschen, die in der Pflegekinderhilfe aufgewachsen sind, sowie mit Pflegeeltern und Fachvertreter_innen Ansätze und Handlungsempfehlungen für Schutzkonzepte zu entwickeln. Zudem soll die Position von Kindern, Jugendlichen sowie Care Leavern gestärkt sowie Alltagserfahrungen in der Unterstützung und Ansätze guter Praxis erforscht werden. Auf diesem Weg soll auch die Forschung zu sexualisierter Gewalt und Übergriffen in der Pflegekinderhilfe in Deutschland gestärkt werden. Im Teilprojekt Transfer werden Handlungsempfehlungen sowie Fortbildungsmaterialien für die Pflegekinderhilfe erarbeitet.

Projektleiterin ist Frau Prof. Dr. Mechthild Wolff.

Das Projekt wird im Rahmen des Programms Sexuelle Gewalt in pädagogischen Kontexten vom BMBF gefördert.

  

Forschungsschwerpunkt Leichtbau

Im Rahmen des Forschungsschwerpunkts Leichtbau werden drei Teilprojekte als Promotionsprojekte gefördert:

  • Promotionsprojekt 1 (PP1) „Mehrfachgekrümmtes Sandwichelement mit integrierter Deckschicht“,
  • PP2 „Betriebsfestigkeit umgeformter Mg-Blechstrukturen“ und
  • PP3 „Fertigung und Prüfung laserauftraggeschweißter TiAl-Basislegierungen“

Die Projekte werden im Rahmen des 5. Programms zur Förderung der angewandten F&E an HAWs durch das StMWK gefördert.

Projektleiter sind Herr Prof. Dr. Otto Huber, Herr Prof. Dr. Hubert Klaus und Herr Prof. Dr. Holger Saage.

   

Hochvoltsystem auf Basis von Natrium-Ionen Batterien (HochNaB)

Projektziel ist es die innovative Speichertechnologie auf Basis von Na-Ionen Batterien voranzutreiben und mögliche Systeme für Hochvoltanwendungen und weitere Applikationen zu erarbeiten. In diesem Projekt werden alle Aspekte des Systems betrachtet und weiterentwickelt.

Das Projekt wird im Rahmen des INTERREG V-A Programms Österreich - Bayern 2014-2020 von der Europäischen Union gefördert.

Der Projektleiter ist Herr Prof. Dr. Karl-Heinz Pettinger.

 

home and care

Die Zusammensetzung des Konsortiums verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz und integriert Partner, die durch ihre spezifischen Hintergründe über jeweils besondere Expertisen verfügen, die in der Kooperation den Erfolg des Projekts garantieren. Neben den städtischen Institutionen sind die Kinderstiftung, der ZAK e.V. und die Fachakademie Seligenthal seit Jahren mit Kernfragen des Projekts vertraut und verfügen über umfassende Praxiserfahrung mit der Integration Alleinerziehender auf dem Arbeitsmarkt und den komplexen Fragen einer angemessenen Kinderbetreuung. LAKUMED, das Klinikum Landshut und die Heilig-Geistspitalstiftung ergänzen dies durch die Perspektive von Arbeitgeberseite.

Die Hochschule Landshut begleitet das Projekt akademisch und übernimmt damit die Verantwortung für den wissenschaftlichen Ansatz und den Evaluierungsprozess, so dass dieses innovative Projekt eine größere Reichweite erhält. Die Ergänzung der einzelnen Partner legt den Grundstock für die erfolgreiche
Umsetzung.

Die fachliche Leitung des Projekts obliegt dem städtischen Referat 3.2. Das Jugendamt der Stadt ist verantwortlich für die Erfüllung der gesetzlich geregelten Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe. Das Baureferat der Stadt führt Planungen durch und betreut Bauvorhaben. Das dort angesiedelte Sachgebiet Wohnungsbau und Wohnungswesen übernimmt federführend die Verwaltung der im Rahmen des Projekts zu erstellenden Liegenschaften sowie die rechtliche Ausgestaltung der Unterbringungen in den Gebäuden.

Projektleiter an der Hochschule Landshut ist Herr Prof. Dr. phil. habil. Hubert Beste

Das Projekt wird durch den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen der Initiative „Urban Innovative Actions“ (UIA) gefördert.

 

Hybridisierung in der Value Chain: Vom Systemlieferanten zum Kollaborationsexperten (HyValue)

Das Ziel von HyValue ist die Entwicklung eines Konzepts für kollaborative Dienstleistungsarbeit und damit eines neuen Geschäftsmodells für Systemzulieferer in der Automobilbranche: das Modell des „hybriden
Kollaborationsexperten“. Am Beispiel des Produktentwicklungsprozesses in der Automobilbranche wird eine interaktive adaptierbare Kollaborationsplattform durch die beteiligten Beschäftigten im
Wertschöpfungssystem gemeinschaftlich gestaltet und erprobt. Das Ziel des Teilprojekts „Adaptives und hybrides Vorgehensmodell zur Steuerung der Kollaborationsprojekte“ ist die Entwicklung und prototypische Implementierung eines adaptiven und hybriden Vorgehensmodells in Form eines Prozessmodells, das sich an spezifischen Parametern (z.B. Teamgröße, Entwicklungsmodell, Schnittstellen, Liefergegenstände) orientiert.

Projektleiter ist Herr Prof. Dr. Holger Timinger.

Das Vorhaben (HyValue, 02L 178061) wird im Rahmen des Programms Zukunft der Arbeit
vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Europäischen Sozialfonds gefördert.

   

Ines Selma ‒ Integriertes ElektroantriebsSystem mit skalierbarer Elektronik und Maschine

Im Projekt soll ein modulares und damit bedarfsgerecht adaptierbares Antriebssystem entwickelt werden, bei dem diese Komponentenkette vollständig und aus einer Hand abgebildet wird. Basis bildet ein von den Antragsstellern neu entwickeltes Konzept einer modular aufgebauten und in ihrer Leistung leicht skalierbaren Axialflussmaschine mit integrierter, multiphasiger Leistungselektronik. Für die Regelung soll ein intelligentes Microcontrollerkonzept mit hoher Abtastrate und adaptiver, selbstoptimierender Steuerstrategie für das Antriebssystem entwickelt werden.

Das Projekt wird im Rahmen des Programms Elektronische Systeme Bayern vom StMWi gefördert.

Projektleiter ist Herr Prof. Dr. Alexander Kleimaier.

   

InTenZ - Intensive Nachtrocknung von Komponenten für Lithium-Ionen-Zellen in diskontinuierlichen Trockenöfen

Nach der Beschichtung und Bandtrocknung der Anoden- und Kathodenfolien werden diese zu Coils gewickelt. Diese sogenannten Wickel mit Gewichten zwischen 35 bis 125 Kg werden in einem nachfolgenden Prozess in Trocknungskammern behandelt. Ziel ist es, die Wickel nachzutrocknen und Restfeuchten in geringen ppm Bereich zu erzielen.  Aus den Untersuchungen soll am Ende des Projektes eine bestmögliche Trocknungsmethode abgeleitet werden.

Das Projekt wird im Rahmen der Industriellen Gemeinschaftsforschung vom BMWi gefördert.

Projektleiter ist Herr Prof. Dr. Karl-Heinz Pettinger.

   

KIP - Kompetenznetzwerk Intelligente Produktionslogistik (EFRE)

Das im Rahmen von Forschungskooperationen mit der regionalen Wirtschaft aufzubauende „Kompetenzzentrum Intelligente Produktionslogistik“ hat das Ziel die Effizienz der internen Logistikprozesse durch die Möglichkeiten der Industrie 4.0 weiter steigern. In der Verknüpfung von schlanken Referenz-Logistikprozessen (Lean Logistics) mit intelligenter Steuerung werden erhebliche Produktivitätspotenziale gesehen. Innerbetriebliche Referenz-Logistikprozesse sollen auf Basis des Betriebszustandes des Logistiksystems durch die vollständige informationstechnische Durchdringung in Echtzeit unmittelbar und bedarfsgerecht adaptiert und gesteuert werden können.

Projektleiter ist Herr Prof. Dr. Markus Schneider.

Das Projekt wird im Rahmen des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) Ziel "Investition in Wachstum und Beschäftigung" Bayern 2014-2020 durch die Europäische Union gefördert.

   

Kleine Hofbiogasanlagen mit textilen Materialien

In diesem vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie geförderten Verbundprojekt wird eine Technikums- sowie eine Demonstrations-Biogasanlage aus textilen Materialien für kleinere landwirtschaftliche Betriebe entwickelt und unter Einsatzbedingungen optimiert, die landwirtschaftliche Reststoffe wie z.B. Rinderfestmist, Rinder- und Schweinegülle als Substrat zu Biogas und Dünger umwandelt.

Hauptziel ist es, die Herstellungs- und Betriebskosten für kleine Hofbiogasanlagen gegenüber
bestehenden Anlagen vergleichbarer Größe (30 bis 75 kW elektrische Leistung) deutlich zu reduzieren. Hierdurch soll eine wirtschaftliche Betriebsweise von Biogasanlagen gerade für kleinere landwirtschaftliche Betriebe (ab ca. 50 bis 60 GV) ermöglicht werden, die bislang aufgrund der hohen Investitionskosten in der Regel nicht gegeben ist. Damit könnte ein erheblicher Anteil des in Bayern bislang ungenutzten Potenzials an landwirtschaftlichen Reststoffen in Biogasanlagen wirtschaftlich einer energetischen Nutzung zugeführt werden.

Das vorgestellte technische Konzept für Fermenter und Gärrestelager soll aus textilen Materialien in doppelwandiger Ausführung mit Leckageerkennungssystem, externer Beheizung und Umwälzung konstruiert und entsprechend der Beschaffenheit der verfügbaren Reststoffe für die Aufbereitung und den Eintrag von Feststoffen (Festmist, Landschaftspflegegras etc.) sowie Flüssigkeiten (Gülle) ausgerüstet werden. Für die Demonstrationsanlage wird eine baurechtliche Genehmigung bei der Stadt Landshut nach dem Stand der Technik beantragt, um die Genehmigungsfähigkeit und Umsetzung in der Praxis zu gewährleisten.

Das im Projekt zu entwickelnde Nachhaltigkeitsbewertungssystem ist nicht nur für Biogasanlagen tauglich sondern soll prinzipiell eingesetzt werden, um eine möglichst schadstofffreie Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen zu erleichtern.

Im Projekt arbeiten die Landmaschinenschule Landshut-Schönbrunn, die Landesanstalt für Landwirtschaft LfL in Freising, die AGROTEL GmbH aus Neuhaus/Inn und die Finsterwalder Umwelttechnik GmbH aus Bernau-Hittenkirchen mit der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Landshut zusammen.

Projektleiter ist Herr Prof. Dr. Josef Hofmann in Zusammenarbeit mit Frau Prof. Dr. Hehenberger-Risse und Herrn Prof. Walter Fischer

 

KMU / Mittelstand 4.0 - Knowhow Offensive Industrie 4.0. für den Mittelstand

Im Projekt sollen drei Ziele verfolgt werden:
1. Kompetenzplattform: Auf Unternehmensebene mit Nutzern und Anbietern, Forschung und Hochschulen, Qualifizierung- Ziel Bedarfe und Nachfrage/ Kompetenzen vermitteln und verbinden
2. Transferprogramm mit 2 Ausrichtungen: einzelbetrieblicher Zugang, schrittweise Heranführung und use cases schaffen sowie mit Betrieben Agenda entwickeln; breiter Transferzugang zum Thema: Über Veranstaltungen, Firmenbesuche und Workshops möglichst breit Themen aufzeigen und anstoßen, um Interesse zu wecken und Unternehmen um Themen bspw. in Richtung ERFA zu clustern (peer- learning)
3. Knowhowoffensive: Aus der Projektarbeit soll als Kern intelligentes Modell entwickelt und erprobt werden, das Leuten die im Betrieb stehen (relevante Produktionsmitarbeiter, Betriebsleiter, etc.) Knowhow und Lösungskompetenz an die Hand gibt, um selbst Umsetzungen zu initiieren.

Das Projekt wird im Rahmen des Programms INTERREG Österreich – Bayern 2014-2020 (Ziel 2, Transferagenda und Forschungsagenda) von der Europäischen Union gefördert.

Projektleiter ist Herr Prof. Dr. Markus Schneider.

   

Landshuter Zertifikatsstudium - Individualisiertes weiterbildendes Zertifikatsstudium im Modulbaukasten-System

Ziel soll die Modularisierung und Zusammenstellung von verschiedenen zum Großteil bereits entwickelten Angeboten im Weiterbildungsbereich der Hochschule Landshut zu Zertifikatstudiengängen sein. Die Weiterentwicklung der Weiterbildungsangebote soll nach dem strukturellen Prinzip eines Modulbaukasten-Systems erfolgen. Studierende sollen dabei in größerem Maße in die Lage versetzt werden, einzelne Weiterbildungsmodule bzw. Modulkombinationen individuell zusammenzustellen und für sich inhaltlich sinnvoll zu kombinieren. Gleichzeitig sollen sie die Möglichkeit erhalten, bei Einhaltung bestimmter Bedingungen kumulativ einen Masterabschluss zu erhalten.

Projektleiter ist Herr Prof. Dr. Karl Stoffel.

Das Projekt wird im Rahmen des Programms Stufenweiser strategischer Ausbau der wissenschaftlichen Weiterbildung und des lebenslangen Lernens (STEPS 2018) vom StMWK gefördert.

   

LTM - Labor und Technikum für biologische Methanisierung

Im Projekt wir die Errichtung eines Labors für mikrobiologische Methanisierung durchfgeführt und eine lnfrastrukur für gemeinsame Forschung im Bereich saisonaler Energiespeicherung (Power2Gas) entwickelt. Ferner dient das Projekt dem Ausbau des TZE mit Zielrichtung zur Abwicklung von vermehrt industriell geförderten Projekten, wodurch die Generierung einer regionalen Wertschöpfung durch wissenschaftliche Unterstützung prototypischer Vorhaben in Niederbayern forciert wird.

Projekltleiter ist Herr Dr. Reinhart Schwaiberger.

Das Projekt wird vom StMWi gefördert.

   

ÖkoTroP - Ökologisch schonende Trockenbeschichtung von Batterie-Elektroden mit optimierter Elektrodenstruktur

Im Rahmen des Projektes werden die elektrostatische Trockenbeschichtung aus dem LoCoTroP-Projekt sowie der Bürstenauftrag aus dem HiLo-Projekt des ersten ProZell-Clusters fortgeführt und optimiert. Zusätzlich sollen für den Siebauftrag und die Direktkalandrierung die prinzipielle Machbarkeit gezeigt und die Leistungsfähigkeit, auch im Vergleich mit den erstgenannten Verfahren, konkretisiert werden. Alle Technologien werden sowohl für Graphit-Anoden als auch für NCM-622-Kathoden in den Rolle-zu-Rolle-Prozess überführt.

Neben der Erarbeitung der Zusammenhänge zwischen Verfahren, Prozessparametern und Elektrodenleistung werden auch die für den Ressourcenverbrauch der Technologien bestimmenden Größen untersucht und verglichen. Weiterhin sollen wichtige Qualitätsparameter der vier Trockenbeschichtungsverfahren (wie Gleichmäßigkeit der Beschichtungsdicke, Massenbeladung, mechanische Stabilität und die Randausbildung) identifiziert und verbessert werden. Zudem soll eine Beurteilung der Kosten und eine ökologische Bewertung in Zusammenarbeit mit dem Begleitprojekt erfolgen.

Weitere Ziele des Projektes sind der Nachweis der Anwendbarkeit eines bestehenden, zerstörungsfreien Messverfahrens für die Elektrodenbeladung bei trockenbeschichteten Elektroden sowie die Untersuchung des Einflusses der Plasmabehandlung des Stromableiters und der Elektrode auf die Elektrodeneigenschaften wie Haftfestigkeit und Elektrolyt-Benetzbarkeit.

Das Projekt wird vom BMBF mit Mitteln aus dem Energie- und Klimafonds im Rahmen der 2. Phase des Forschungsclusters "ProZell" gefördert.

Projektleiter ist Herr Prof. Dr. Karl-Heinz Pettinger.

 

OPTIBATT

Mit OPTIBATT wird Prozesstechnologie und Messtechnik zur rascheren und kostengünstigeren Produktion von Lithium-Ionen Zellen entwickelt, im Technikumsmaßstab in der Elektroden- und Zellfertigung in einer laufenden Pilot- und Assemblage Linie getestet und in Zellen demonstriert.
Die Herstellung von Batterie Slurries erfolgt Batchweise. Die Ansatzgrößen sind chargenweise in kommerziellen Anlagen von 150 kg bis zu 3t. Alleine der Materialwert solcher Batches liegt materialabhängig und je nach Ansatzgröße zwischen 2.000 € bis zu 40.000 €. Da die Unbrauchbarkeit einer Slurry oft erst in der Endkontrolle der Zelle am Ende der Fertigungskette erkannt werden kann, liegt zwischen dem Elektrodenguss und der Endkontrolle des Produktes im besten Falle eine Woche.
Fehlerhafte Prozessparameter üben so ihre fatale Wirkung während dieser Zeit bis zum Erkennen der Soll-Abweichung weiterhin aus. Das Vorhandensein einer In-Line-Messmethode reduziert das Wertvernichtungspotenzial in der Zellherstellung deutlich.

Um eine wirtschaftliche Zellproduktion in Deutschland etablieren zu können, müssen diese Schritte bei hohen Anforderungen an die Qualität des jeweiligen Zwischenproduktes für eine Großserienfertigung ausgelegt und optimiert werden. Bis dato mangelt es an praktikablen und aussagekräftigen Messverfahren bei der Herstellung von Batterieelektroden und Separatoren. In diesem Projekt entwickeln die Projektpartner eine In-Line-Messtechnik zur Qualitätskontrolle von Elektroden und Separatoren für den laufenden Prozess.

Inlinefähige Oberflächeninspektion mittels optischer Messtechnik und Kapazitiver Schichtdickenmessung sind in der Batterieindustrie noch nicht etabliert. 100 % Oberflächenkontrolle von Elektroden und Separatoren ist in diesem Einsatzbereich noch nicht bekannt.
OPTIBATT liefert hier Lösungsansätze für die wichtigsten Produktionsfaktoren: es soll ein höherer Durchsatz bei gleichzeitig geringerem Ausschuss produziert werden.

OPTIBATT wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im 7. Energieforschungsprogramm gefördert.

Projektleiter ist Herr Prof. Dr. Karl-Heinz Pettinger

   

PRAGUE II - Self Service Konfiguration von Projektmanagement-methode und -werkzeug

Im Rahmen des Forschungsvorhabens soll ein Ansatz sowie entsprechende Softwarewerkzeuge für ein adaptives hybrides Projektmanagement entwickelt werden. Das Vorhaben ist ein Beitrag zur Digitalisierung projektbezogener Unternehmensabläufe. Konkret wird ein Service-Consulting-Ansatz entwickelt, der einerseits methodisch die Adaption ermöglicht und andererseits digitale Bera-tungsdienste zur Konfigurationsunterstützung bereitstellt. Somit kann das KMU anhand wesentlicher Einflussfaktoren, wie z.B. Projektgröße, Möglichkeit zur inkrementellen Lieferung, etc. sowohl Projektmanagementmethode als auch das Projektmanagementsoftwarewerkzeug optimal anpassen.

Projektleiter ist Herr Prof. Dr. Christian Seel.

Das Projekt wird im Rahmen des Programms KMU innovativ vom BMBF gefördert.

   

Schnelle Leistungselektronik mit niederinduktiver Aufbautechnik - SchLAu

Im Projekt wird eine Aufbautechnologie für GaN/SiC-Halbleitermodule entwickelt, die schnelles Schalten bei hohen Taktfrequenzen ermöglicht.

Das Projekt wird im Rahmen des Programms Elektronische Systeme in Bayern vom StMWi gefördert.

Projektleiter ist Herr Prof. Dr. Alexander Kleimaier.

   

SchutzNorm: Schutzkonzepte in der Kinder- und Jugendarbeit - Normalitätskonstruktionen von Gewalt und Sexualität von Jugendlichen

Das Verbundvorhaben SchutzNorm soll Normalitätskonstruktionen von Gewalt und Sexualität in der Kinder- und Jugendarbeit analysieren, um mit Jugendlichen, Fachkräften und Ehrenamtlichen zu erarbeiten, welche Herausforderungen für Schutzkonzepte sich für die Kinder- und Jugendarbeit ergeben. Schutzkonzepte sind Teil eines Organisationsentwicklungsprozesses mit dem Ziel die Prävention von sexueller Gewalt, die Intervention in sexualisierte Gewaltverhältnisse und die Aufarbeitung von sexueller Gewalt in der jeweiligen Organisation zu ermöglichen und im je spezifischen soziogesellschaftlichen Zusammenhang zu verorten. In den aktuellen Forschungen und Entwicklungen zu Schutzkonzepten ist aber ungeklärt, wie und in welchem Umfang Konzepte zu Sexualität und Sexualpädagogik Eingang finden.

Das Projekt wird im Rahmen des Programms Sexuelle Gewalt in pädagogischen Kontexten vom BMBF gefördert.

Projektleiterin ist Frau Prof. Dr. Mechthild Wolff.

   

SpinnAP

In diesem Projekt wird das Verfahren des Electrospinnens für die Anwendung in der Batterieproduktion und in zukünftigen Batterietechnologien entwickelt. Dabei liegt der Fokus auf der Erhöhung der Produktionssicherheit und -geschwindigkeit durch Laminierbarkeit bisher nicht laminierbarer Materialien und zudem auf der Herstellung und dem Einsatz electrogesponnener Feststoffelektrolyte in post-Lithium-Ionen-Technologien.

Das Projekt wird von der Bayerischen Forschungsstiftung im Rahmen des Programms "Hochtechnologien für das 21. Jahrhundert" gefördert.

Projektleiter ist Herr Prof. Dr. Karl-Heinz Pettinger