Dafür führten die Studierenden Hannah Scalera, Tamara von Eisenhart-Rothe und Tim Schwedas qualitative Interviews mit drei kommunalen Mandatsträgerinnen aus dem demokratischen Spektrum. Die Ergebnisse zeigen, dass die Vereinbarkeit von politischem Engagement und familiärer Sorgearbeit nach wie vor eine zentrale Herausforderung darstellt. Zudem berichten die Interviewpartnerinnen von individuellen und strukturellen Formen des Sexismus – von abwertenden Bemerkungen bis hin zu Benachteiligungen bei parteiinternen Wahlverfahren. Gleichzeitig wurden unterstützende familiäre und soziale Netzwerke als wichtige Voraussetzung für die Ausübung eines politischen Mandats hervorgehoben.
Aus den Interviews leiten die Studierenden Handlungsbedarfe für Politik und Soziale Arbeit ab. Dazu gehören die Förderung politischer Bildung, insbesondere für FLINTA*-Personen, der Abbau geschlechterbezogener Benachteiligungen, die Stärkung sozialer Unterstützungsstrukturen sowie die Schaffung diskriminierungssensibler Räume. Ziel ist es, die gleichberechtigte politische Teilhabe langfristig zu stärken.
Die Forschungsfrage wurde gemeinsam mit Marina Tomann, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Landshut, entwickelt. Die Ergebnisse werden sowohl hochschulintern präsentiert als auch den Gleichstellungsbeauftragten in Bayern zur Verfügung gestellt und leisten damit einen Beitrag zum Wissenstransfer zwischen Hochschule und Praxis.
