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Fokusgruppe im Rahmen der Forschungswerkstatt PARSEL

Austausch über die Weiterentwicklung der Selbsthilfe in Niederbayern

Gruppenfoto der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Forschungswerkstatt PARSEL
Gruppenfoto der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Forschungswerkstatt PARSEL

Am 10. Juni 2026 fand im Rahmen des Projekts „Partizipative Entwicklung der Selbsthilfe in Niederbayern“ (PARSEL) eine Fokusgruppe mit Studierenden und externen Vertreterinnen und Vertreter statt. Die Veranstaltung brachte Akteurinnen und Akteure aus Selbsthilfe, Wissenschaft, Gesundheitsversorgung und Verwaltung an einen Tisch. Zu den Gästen zählten Francesca Popa (Bezirk Niederbayern, Sozialverwaltung – Psychiatriekoordination), Margit Kollmer (Bezirksvorsitzende Niederbayern des Bayerischen Hausärzteverbands), Prof. Dr. Angelika Weber (Beirat der SeKo Bayern e. V.), Raphael Müller (stellvertretende Leitung der Selbsthilfekontaktstelle Niederbayern) sowie Alexander Seidl (AOK Kelheim). Gemeinsam mit Selbsthilfeaktiven der Selbsthilfegruppe ADHS im Erwachsenenalter, der Anonymen Alkoholiker und der Selbsthilfegruppe Stützpfeiler (psychische Erkrankungen) diskutierten sie mit den Studierenden der Forschungswerkstatt und Projektleiterin Prof. Dr. Katrin Liel über die Zukunft der Selbsthilfe in der Region.

Zentrale Herausforderungen

Im Mittelpunkt der Fokusgruppe standen die bislang erarbeiteten Zwischenergebnisse der Forschungswerkstatt. Die Teilnehmenden tauschten sich über bestehende Rahmenbedingungen und Strukturen aus, beleuchteten Entwicklungsbedarfe – insbesondere mit Blick auf die junge Selbsthilfe – und diskutierten wahrgenommene Hürden für ehrenamtliches Engagement, wie die Finanzierung von Aufwandsentschädigungen. Darüber hinaus wurden Möglichkeiten einer engeren Zusammenarbeit zwischen Selbsthilfe, Hochschule, Verwaltung und dem Gesundheits- und Versorgungssystem ausgelotet und über Wertschätzung für Selbsthilfeaktive diskutiert. Besonders die Gewinnung neuer Engagierter, die Ansprache jüngerer Zielgruppen sowie der Ausbau von Vernetzung und Kooperation wurden als zentrale Themen benannt.

Studierende im direkten Austausch mit der Praxis

Für die Studierenden der Hochschule Landshut war die Fokusgruppe eine besondere Gelegenheit, Forschung, Praxis und gesellschaftliches Engagement unmittelbar miteinander zu verbinden. Im direkten Austausch mit Vertreterinnen der AOK, des Bayerischen Hausärzteverbands, der Selbsthilfekontaktstellen und Selbsthilfeaktiven konnten sie Fragen stellen, mitdiskutieren und wertvolle Kontakte zu zentralen Akteurinnen des Gesundheits- und Sozialwesens knüpfen.

Lernen von Erfahrungen Betroffener

Gleichzeitig bot die Veranstaltung die Möglichkeit, von den Erfahrungen Betroffener zu lernen und die Bedeutung von Selbsthilfe aus erster Hand kennenzulernen. Die Fokusgruppe zeigte damit eindrucksvoll, wie lebendig und praxisnah Forschung sein kann, wenn Hochschule und Gesellschaft gemeinsam an Zukunftsfragen arbeiten.

Die Ergebnisse der Fokusgruppe fließen nun in die weitere Arbeit der Forschungswerkstatt ein. Ziel des Projekts ist es, gemeinsam mit den beteiligten Akteurinnen und Akteure konkrete Ansätze für die Weiterentwicklung und Stärkung der Selbsthilfe in Niederbayern zu erarbeiten.

Fotos: Hochschule Landshut
(frei zur Verwendung bei Angabe der Quelle)

Gruppenfoto der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Forschungswerkstatt PARSEL