Zum Hauptinhalt springen

Energiewende gemeinsam gestalten

Danube Indeet präsentiert Projektergebnisse in Ruhstorf

Wie können lokale Akteure in Kommunen die Energiewende vor Ort konkret mitgestalten und Nachhaltigkeit fördern? Mit dieser Frage beschäftigte sich der nationale Workshop des Interreg-Donauraum-Projekts Danube Indeet, der am 8. Juni 2026 am Technologiezentrum Energie (TZE) in Ruhstorf an der Rott stattfand. Dazu versammelten sich Vertreterinnen und Vertreter aus kommunaler Verwaltung, Energieplanung, Wirtschaft und Forschung, um sich über innovative Ansätze für integrierte Energie- und Verkehrssysteme auszutauschen und die Projektergebnisse der vergangenen zweieinhalb Jahre kennenzulernen.

Danube Indeet Model unterstützt regionale Energieplanung

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand das im Rahmen des Projekts entwickelte Optimierungstool zur Planung von Energieszenarien, das Danube Indeet Model (DIM). Dabei handelt es sich um ein öffentlich zugängliches, kostenfreies Softwaretool zur Analyse technischer Komponenten sowie von Investitionskosten und Amortisationszeiten. Im Projekt wurde das Tool in Ruhstorf an der Rott als Pilotgemeinde sowie in fünf weiteren Pilotregionen in der Slowakei, Ungarn, Rumänien, Bosnien und Herzegowina sowie Montenegro getestet. Künftig soll das Modell verschiedenste Akteure dabei unterstützen, ihre energieplanerischen Visionen zu konkretisieren und Umsetzungsoptionen fundiert zu bewerten.

Regionale Strategien als Schlüssel zur Energiewende

Projektmanagerin Anna Kolb (TZE) und Projektingenieur Robert Hahn (TZE) führten in die Projektergebnisse ein und gaben unter anderem Einblicke in die Akzeptanzforschung. Darüber hinaus betonten Matthias Seil, Erster Bürgermeister von Ruhstorf an der Rott, und Jakob Schätz (Regionalwerke Passauer Land) die Bedeutung regionaler Strategien für eine lösungsorientierte Gestaltung der Energiewende. In seinem Impulsvortrag erklärte Matthias Seil: „[…] Energiepolitik beginnt nicht in Berlin. Energiezukunft beginnt in den Gemeinden und Städten. Sie beginnt dort, wo Menschen leben, arbeiten und Verantwortung übernehmen und darum freut es mich auch, dass so viele Firmen heute anwesend sind, die das einfach mitentwickeln können“.

Workshop liefert Impulse für die Weiterentwicklung des Modells

Im zweiten Teil der Veranstaltung waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer selbst gefragt. In Kleingruppen diskutierten und bewerteten sie die im Projekt erarbeiteten Herausforderungen und Lösungsansätze in den Themenfeldern Politik & Förderung, Infrastruktur & Systemintegration sowie Daten & Marktentwicklung. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse sollen dazu beitragen, das Modell noch besser an die individuellen Anforderungen regionaler Akteure anzupassen.

Projektmanagerin Anna Kolb (TZE) zeigte sich sehr zufrieden mit den lebhaften und konstruktiven Diskussionen während des Workshops: „Es war spannend zu erleben, wie sich aus den Diskussionen heraus gemeinsam Ideen entwickelt haben, wie das Optimierungstool zur Energieplanung und seine Anwendungsmöglichkeiten künftig weitergedacht und genutzt werden können“, sagte sie.

Foto: TZ Energie
(Frei zur Verwendung bei Angabe der Quelle)