Zum Hauptinhalt springen

Einblicke in die Wasserstofftechnologie: Hochschulrat in Pfeffenhausen

Gremium besichtigt Wasserstoffproduzenten und tagt anschließend im Rathaus

Der Hochschulrat der Hochschule Landshut kam zu seiner jüngsten Sitzung in Pfeffenhausen zusammen. Im Vorfeld informierten sich die Mitglieder bei einem Besuch der Hy2B Wasserstoff GmbH über aktuelle Entwicklungen im Bereich der grünen Wasserstofftechnologie und die Perspektiven des Wasserstoffstandorts.

Der Hochschulrat ist paritätisch mit Hochschulmitgliedern und Persönlichkeiten aus der Mitte der Gesellschaft besetzt. Durch die Einbindung externer Expertise begleitet das Gremium die strategische Entwicklung der Hochschule. Neben den gewählten Mitgliedern des Senats gehören dem Hochschulrat zehn externe Mitglieder an. An den Sitzungen nehmen zudem die Hochschulleitung, die beziehungsweise der Beauftragte für die Gleichstellung von Frauen in Wissenschaft und Kunst sowie eine Vertreterin oder ein Vertreter des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst teil.

Grüner Wasserstoff für die Region

Bei der Besichtigung der Hy2B Wasserstoff GmbH erhielten die Teilnehmenden Einblicke in die Produktion und Bereitstellung von grünem Wasserstoff. Das Unternehmen erzeugt seit Ende 2024 am Standort Pfeffenhausen im Regelbetrieb grünen Wasserstoff aus erneuerbaren Energien. Dieser wird unter anderem für den öffentlichen Personennahverkehr in den Landkreisen Landshut und München sowie für weitere Kunden in der Region bereitgestellt. Die Herstellung erfolgt mittels alkalischer Elektrolyse unter Einsatz erneuerbarer Energien, wobei ein Teil des benötigten Stroms direkt aus einer angeschlossenen Photovoltaikanlage stammt. Für den Transport des Wasserstoffs stehen Abfüllstationen zur Verfügung, an denen Lkw-Anhänger mit Druckgas befüllt werden können.

Forschung am künftigen Wasserstoffzentrum

Ein weiterer Schwerpunkt des Besuchs war das geplante Wasserstoff Technologie- und Anwenderzentrum (WTAZ), das in unmittelbarer Nachbarschaft der Hy2B-Anlage entstehen soll. Der Markt Pfeffenhausen wurde vom Bundesministerium für Verkehr als einer von vier Standorten für das Innovations- und Technologiezentrum Wasserstoff (ITZ) ausgewählt. Auch die Hochschule Landshut ist an dem Vorhaben beteiligt.

Prof. Dr. Tim Rödiger, der maßgeblich an der Einwerbung der Forschungsgelder für die Hochschule Landshut im Rahmen des WTAZ beteiligt war, stellte gemeinsam mit seinem wissenschaftlichen Mitarbeiter Simon Kaneider sowie dem angehenden Forschungsmaster Christian Schulze das Kompetenzzentrum Thermische Komponenten (KTK) vor. Dabei erläuterten sie ihre Forschungsaktivitäten rund um den Prüfstand für thermische Untersuchungen von Wasserstofftanks näher.

Im Anschluss an den Besuch fand die Sitzung des Hochschulrats im Rathaus Pfeffenhausen statt.

Fotos: Hochschule Landshut
(Frei zur Verwendung bei Angabe der Quelle)