Rund 45 Mitglieder des Promotionszentrums DigiTech (Digitale Technologien und ihre Anwendung) trafen sich an der Hochschule Landshut, um sich über die neueste Forschung der Promovierenden auszutauschen und die Vernetzung zu fördern.
Am 11. Juni 2026 war die Hochschule Landshut zum zweiten Mal Gastgeberin des Präsenztreffens des Promotionszentrums DigiTech. Rund 45 Mitglieder aus den beteiligten Hochschulen nutzten den Tag, um aktuelle Forschungsprojekte zu diskutieren, neue Kolleginnen und Kollegen kennenzulernen und den Zusammenhalt im Zentrum zu stärken. Neben der gastgebenden Hochschule Landshut waren die Technische Hochschule Deggendorf (TH Deggendorf) und die Technische Hochschule Augsburg (TH Augsburg) vertreten. Teilnehmende waren dabei professorale Mitglieder, Promovierende sowie Mitarbeitende der Geschäftsstellen. Auch die Hochschulleitungen unterstrichen die Bedeutung des Zentrums: So nahmen Prof. Dr. med. habil. Aida Anetsberger (Vizepräsidentin für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs, Hochschule Landshut), Prof. Dr. Wolfgang Dorner (Vizepräsident für Forschung und Transfer, TH Deggendorf) und Prof. Dr. habil. Eva Lermer (Vizepräsidentin für Excellence in Research and Academia, TH Augsburg) am Treffen teil.
Enge Zusammenarbeit von Anfang an als Erfolgsgarant
Seit etwas über zwei Jahren ist DigiTech nun aktiv, nachdem bereits im Oktober 2023 dem Zusammenschluss der drei Hochschulen das Promotionsrecht verliehen wurde. Von Anfang an arbeiteten alle Beteiligten eng zusammen, um das Vorhaben zum Erfolg zu bringen. Federführend beim Antrag war die TH Deggendorf. Die Vision und auch die initiale Umsetzung der Idee „DigiTech“ verantwortete federführend Prof. Dr. Roland Zink von der TH Deggendorf. Als wissenschaftliche Leitung der THD Graduate School entwickelt er zusammen mit den Geschäftsstellen aus Augsburg und Landshut DigiTech immer weiter, so auch in vielen Gesprächen beim Präsenztreffen in Landshut.
Der strategische und fachliche Austausch in Landshut begann mit dem Treffen des wissenschaftlichen Beirates, zu welchem neben zwei universitären Mitgliedern auch die drei Vizepräsidenten und Vizepräsidentinnen der Hochschulen gehören. Sie trafen sich am Vormittag, um die aktuelle Entwicklung des Zentrums zu diskutieren und Ideen für die strategische Weiterentwicklung zu sammeln.
Anschließend gab Dr. Linda Klingler (Referentin Landshut Graduate Center) allen Anwesenden einen Überblick über die Entwicklungen der letzten Jahre, bevor die DigiTech-Mitglieder in das wissenschaftliche Kolloquium mit vielen spannenden Vorträgen eintauchten.
Angewandte Forschung im Mittelpunkt
Einen besonderen Programmhöhepunkt stellte der Vortrag des Distinguished Speakers Tony Wimmer (Head of Data & Analytics, JP Morgan Chase, New York) dar. Mit seinem Vortrag „AI in Finance“ präsentierte er, wie KI-Forschung vom größten Finanzdienstleister der USA im täglichen Geschäft praktisch genützt wird und stand noch für eine vertiefende Diskussion zur Verfügung.
Am Nachmittag fand dann die Forschung der Promovierenden des Zentrums besondere Beachtung. Die vorgestellten Arbeiten reichten dabei von Anonymisierung von Open Data mithilfe von KI über vertikalstrukturierte Materialbereitstellung bis hin zu roboterbasierter Computertomographie. Die gezeigten Themen zeigten zum einen, wie vielfältig die Forschung in DigiTech ist, zum anderen aber auch, was den fachlichen Kern des Zentrums ausmacht: Digitale Technologien und deren Anwendung.
Persönlicher Austausch und Medizintechnik zum Anfassen
Nach den vier Vorträgen fand der Tag seinen Abschluss bei einer Führung durch die Labore des Forschungsbereichs Medizintechnik der Hochschule Landshut. DigiTech-Mitglied Prof. Dr. Stefanie Remmele und Team gaben den interessierten Personen einen Einblick in die wertvolle Forschung der Hochschule Landshut im Bereich Medizintechnik, darunter unter anderem Augmented Reality (AR)-Anwendungen bei Leberchirurgie, wie auch ein Projekt zu KI in der Notaufnahme, die mit klinischen Partnern (unter anderem LMU Klinik und LA-Regio Kliniken, Medizincampus Niederbayern) durchgeführt werden.
Neben dem offiziellen Programm bot das Treffen auch Gelegenheiten zum persönlichen Austausch. So nutzten die Teilnehmenden die Pausen und den gemeinsamen Ausklang für intensive Gespräche und neue Vernetzungen.
„Das Jahrestreffen machte deutlich, wie vielversprechend die Forschung im Bereich DigiTech ist und wie wertvoll der persönliche Austausch dabei bleibt. Unser Dank gilt allen, die den Tag engagiert mitgestaltet haben, insbesondere Dr. Linda Klingler, die hervorragend durch den Tag geführt hat“, resümierte Prof. Anetsberger.
Die Vorfreude richtet sich nun bereits auf das nächste Treffen: 2027 wird das Promotionszentrum DigiTech an der TH Augsburg zusammenkommen.
Fotos: Hochschule Landshut
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