Organisiert wurde die Tagung vom Forschungsprojekt RESAG im Forschungsverbund ForGeRex, der Frauenakademie München (FAM), der Landeskoordinierungsstelle Bayern gegen Rechtsextremismus (LKS) sowie dem Netzwerk Genderforschung und Gleichstellungspraxis Bayern (NeGG). Für die Hochschule Landshut war Prof. Dr. Monique Ritter als Mitglied des NeGG an der Organisation beteiligt. Unterstützt wurde die Veranstaltung zudem durch die Frauenbeauftragte der Hochschule Landshut, Prof. Dr. Mechthild Wolff. Miriam Salbeck aus der Stabsstelle Diversitätsmanagement der Hochschule Landshut war ebenso auf der Tagung zugegen.
Ausgangspunkt der Tagung war die Beobachtung, dass demokratische Grundwerte und gleichstellungspolitische Errungenschaften zunehmend unter Druck geraten. Rechtsextremismus, Antifeminismus und gesellschaftliche Polarisierung stellen Wissenschaft, Praxis und Zivilgesellschaft vor neue Herausforderungen. Gleichzeitig wurden auf der Tagung Möglichkeiten diskutiert, demokratische Handlungsspielräume zu verteidigen, solidarische Praxen zu stärken und emanzipatorische Perspektiven weiterzuentwickeln.
Das vielfältige Programm verband feministische, intersektionale und demokratietheoretische Perspektiven. In Vorträgen, Workshops und Diskussionsformaten wurden unter anderem die Gefährdung demokratischer Strukturen durch rechte Einflussnahmen, Angriffe auf Gleichstellungsarbeit und Gender Studies sowie Handlungsmöglichkeiten für Fachkräfte und Institutionen thematisiert.
Prof. Dr. Monique Ritter gestaltete gemeinsam mit Bernadette Rohlf (Hochschule Zittau/Görlitz) einen Workshop mit dem Titel „‚Gleichstellungsbeauftragte brauchen wir nicht, wir sind auch so stark!‘ – Antifeministische Praktiken von MINT-Wissenschaftlerinnen gegenüber Frauenförderung“. Im Mittelpunkt standen die Frage, wie antifeministische Argumentationsmuster auch innerhalb wissenschaftlicher Kontexte wirksam werden können, sowie die Diskussion möglicher Strategien für eine zukunftsorientierte Gleichstellungsarbeit.
Die Tagung machte deutlich, dass Demokratie- und Gleichstellungsarbeit eng miteinander verbunden sind. Angesichts gesellschaftlicher Transformationsprozesse und zunehmender demokratiegefährdender Tendenzen bleibt es eine zentrale Aufgabe von Wissenschaft, Praxis und Politik, emanzipatorische Räume zu sichern und weiterzuentwickeln. Die Hochschule Landshut leistet hierzu durch Forschung, Lehre und gesellschaftliches Engagement wichtige Beiträge.


