Betriebswirtschaft und Führung

MPB100 – Fortgeschrittene Themen des Projektmanagements

Die Studierenden erwerben fortgeschrittene Kenntnisse und Fertigkeiten agilen Managements projektorientierter Organisationen.

Sie kennen

  • wichtige Prozesse und Methoden des Projektmanagements
  • die Definition und Bedeutung von Agilität sowie deren Einordnung in Unternehmensabläufe und -strukturen
  • die Prinzipien der Engpasstheorie und des Critical Chain Project Ma- nagements
  • agile Vorgehensmodelle und Methoden, darunter Scrum und Kanban sowie deren Abgrenzung zu klassischen Vorgehensmodellen, wie Wasserfall-, V- und Spiralmodell sowie zu Lean Ansätzen
  • Grundlagen des Portfolio- und Programmmanagements und Folgen von Agilität in Projekten auf diese Managementbereiche
  • Grundlagen emotionaler Führung von Projektteams


Die Studierenden erwerben die Kompetenz, Projekte zu definieren, zu planen, durchzuführen und erfolgreich abzuschließen. Sie sind in der Lage, komplexe Aufgabenstellungen zu strukturieren und deren Bearbeitung zu planen. Dafür können Sie agile Methoden anwenden und die Projekte so- wohl in agilen als auch nicht-agilen Umgebungen erfolgreich durchführen und abschließen.

Sie können effiziente Pläne erstellen, Engpässe erkennen, auflösen und Projekte zum erfolgreichen Abschluss steuern. Ausserdem sind sie in der Lage, Führungsinstrumente situativ angemessen auszuwählen und anzuwenden.

MPB200 – Innovationsmanagement und Führungskompetenz


Innovationsmanagement:


•    Einblick in das volkswirtschaftliche Innovationssystem
•    Verständnis des betriebswirtschaftlichen Innovationssystems aus mehreren Perspektiven
•    Vertieftes Verständnis für die integrierte Planung und Steuerung der Inovationstätigkeit auf Projekt-, Prozess- und Programmebene
•    Fähigkeit, einschlägige Techniken der Planung, Kontrolle und Steuerung von Innovationssystemen anzuwenden
•    Kenntnis von Ansätzen zur aktiven Einbeziehung von Mitarbeitern in den Innovationsprozess
•    Kenntnis wichtiger und neuerer Konzepte zum menschlichen Verhalten im Innovationssystem

Führungskompetenz:


•    Es wird ein tieferes Verständnis für das komplexe Thema Führung erworben.
•    Für die strukturell-systemische Führungsdimension wird als Basismodell der Total-Quality-Managementansatz (EFQM Excellence Modell 2010) gewählt.
•    Dieser Ansatz dient einer umfassenden Kenntnis der strategischen Bedeutung von (visionärer) Führung zur Erzielung von nachhaltigen Schlüsselergebnissen.
•    In Sachen Mitarbeiterführung werden wichtige Kenntnisse und Fertigkeiten wie Kommunikationsfähigkeit, Zielorientiertes Führen, Glaubwürdigkeit, Ergebnisorientiertes Handeln, Delegieren, Belastbarkeit, Kommunikationsfähigkeit, Mitarbeiterförderung, Beurteilungsvermögen, Im- pulsgeben, Teamförderung, in das Modul eingebaut und im Rahmen der Studienarbeit „vertiefend“ nachbearbeitet.
•    Ausgewählte praxiserprobte Modelle, Fragebögen und Checklisten die- nen den Studierenden, ihre Kenntnisse und Fertigkeiten in Sachen
    „Führung“ zu vertiefen. Die Selbstreflexion gilt als eine wichtige Meta- oder auch Kernkompetenz in Sachen Führung (insbesondere im Lean Leadership Development Modell) und wird in diesem Modul systema- tisch weiterentwickelt. Sich und andere (im Verhalten, Handeln und Wir- ken) besser zu verstehen ist Voraussetzung, andere Mitarbeitende bes- ser zu fördern, fordern und Ressourcen zu nutzen (statt zu verschwen- den). „Befähigen statt Belehren“ im Sinne der Kaizen-Philosophie muss institutionalisiert werden, um die Vision/Unternehmensziele zu errei- chen.
•    Konkrete Aufgaben-/Problemstellungen müssen in kleinen (variieren- den) Teams abgearbeitet werden, um anschließend Ergebnisse, Lösungsansätze konstruktiv-kritisch zu analysieren. Somit werden oben angeführte wichtige Teilaspekte von Führung wie Selbstreflexion, Zielorientierung, Kommunikationsfähigkeit, Ergebnisorientiertes Handeln, Teamfähigkeit, Beurteilungsvermögen, Impulsgeben etc. auch die FührungsKOMPETENZ erhöhen. Weitere erfolgreiche identifizierte Muster (im Denken, Verhalten und Wirken) können leichter in den betrieblichen (aber auch privaten) Alltag transferiert werden.

MPB300 – Change Management, Wertanalyse und Produktionscontrolling

Die Studierenden kennen die wichtigsten Theorien zum Veränderungsmanagement und deren Umsetzungen an Beispielen aus der Praxis.

•    Grundverständnis und Grundlagen zum Veränderungsmanagement
•    Führungsaufgaben und Werkzeuge
•    Veränderungsmanagement nach Kotter (8 Stufen) und Krüger (3W- Modell)
•    3-Phasen-Modell nach Lewin
•    Anwendung der theoretischen Grundlagen in der Praxis
•    Grundlagen und Vorgehensweise in der Wertanalyse
•    Ablauf und Prozesse in der Wertanalyse
•    Betriebliche Verfahren der Investitionsrechnungen
•    Methoden und Verfahren zum Vergleich verschiedener Investitions- alternativen
•    Kenntnisse über produktionsorientierte Berichte und Kennzahlen und deren praktische Anwendung
•    Analyse und Erkennen von Abweichungen und Erarbeiten von ent- sprechenden Maßnahmen zur Gegensteuerung

Fertigkeiten:

•    Anwendung der richtigen Vorgehensweise während eines Verände- rungsprojektes, um dieses zum Erfolg zu führen.
•    Leitung des beteiligten Team während einer Veränderung mit einer strukturierten Herangehensweise.
•    Strukturierung der Anforderungen an ein Produkt/Bauteil
•    Analyse der Anforderungen, dem Nutzen und den Kosten der Her- stellung
•    Auswahl von Alternativen zu bestehenden Verfahren und Prozes- sen
•    Anwendung verschiedener Investitionsrechenverfahren
•    Erstellung einer Entscheidungsvorlage für gegebene Investitions- entscheidungen als Managementunterstützung
•    Analyse und Aufbereitung der wesentlichen Betriebswirtschaftlichen Rahmendaten für die Fachabteilungen in einem Produktionsunter- nehmen
•    Steuerung von Unternehmen und Erkennen von Zielabweichungen

Kompetenzen:

•    Tiefgreifendes Verständnis, welche Aufgaben während einer Verän- derung in einem Unternehmen gestellt werden müssen, um diese zum Erfolg zu führen.
•    Analysefähigkeit den Erfolg oder Misserfolg einer Veränderung zu interpretieren und steuernd einzugreifen.
•    Strukturierte Analyse von Komponenten/Bauteilen/Prozessen oder Verfahren auf eine wirtschaftlichere und ressourcenoptimierte Ge- staltung
•    Ressourcenoptimierung in der Gestaltungsphase eines Produktes
•    Analyse und Auswahl von alternativen Produktionsabläufen
•    Bewertung der Wirtschaftlichkeit von betrieblichen Produkten/Pro- zessen

Inhalte:

•    Abgrenzung zu bekannten, oft verwechselten Theorien (Änderungsmanagement, Business Reengineering, Lean Management, …)
•    8-Stufen-Prozess nach Kotter
•    3W-Metode nach Krüger
•    3-Phasen-Modell nach Lewin
•    Phasen im Veränderungsprozess
•    Akzeptanzmatrix
•    Fehler im Change Management

Wertanalyse:

•    Definition, Ziele und Einsatzgebiete der Wertanalyse
•    Kundenwahrnehmung
•    Funktions-Denken und Funktionskosten
•    Arbeitsplan Wertanalyse nach DIN 69910
•    Ausgewählte Methoden
•    Fallstudien und Methodenübung

Produktionscontrolling:

•    Investitionen – Planung, Rechnung, Entscheidung Allgemeine Definitionen, Investitionsplanung und - entscheidung Verfahren der Investitionsrechnung,     Methodenkenntnisse, Fallstudien und praktische Übungen
•    Berichte und Abweichungsanalysen in Produktions-unternehmen Finanzorientierte Berichte, Prozessorientierte Berichte, Analyse und Erkennen von Abweichungen Maßnahmen zur zielorientierten Gegensteuerung, Methodenkenntnisse, Fallstudien und praktische Übungen
•    Steuern mit Kennzahlen, Definition ausgewählter Kennzahlen (Key Performance Indicators KPI), Bedeutung und Wirkung ausgewählter KPI Aufbau einer Scorecard, Methodenkenntnisse, Fallstudien und praktische Übungen


MPM300 – Lean Administration und Geschäftsprozessmanagement

Den Studierenden werden Kenntnisse und Fähigkeiten zur Analyse und Optimierung von Geschäftsprozessen / Funktionalbereichen vermittelt.
Schwerpunkte liegen auf:

Kenntnisse:

•    Verständnis der Lean Administration Leitlinien als Richtschnur für die Projektarbeit.
•    Vorgehensweise des Geschäftsprozessmanagement bestehend aus Analysephase, Verbesserungsphase und Implementierung eines Sys- tems der kontinuierlichen Verbesserung.
•    Analysephase: Verschwendung in Bürobereichen identifizieren und quantitativ / qualitativ bewerten.
•    Verbesserung: Leitlinien zur Gestaltung von Soll-Prozessen, Vorge- hensweisen und Ansatzpunkte zur Basisverbesserung und Reorganisa- tion der Aufbauorganisation.
•    Kontinuierliche Verbesserung: Elemente und Vorgehensweisen zum Aufbau eines Systems für die kontinuierliche Verbesserung durch ei- gene Mitarbeiter (Lean Office System).
•    Übersicht über Ansatzpunkte zur Verbesserung (Bausteine und Vorge- hensweisen) zur Optimierung von Funktional-Bereichen wie Einkauf, Qualitätsbereich, FuE-Bereich und Vertrieb.

Alle Inhalte werden in ihren theoretischen Konzepten definiert, der Schwerpunkt liegt auf der Vermittlung von praxisnahen, anwendbaren Konzepten und Vorgehensweisen. Dieses wird durch eine Vielzahl von Praxisbeispie- len und einem Praxisteil, bei dem die Studierenden Gelerntes sofort im Rahmen einer Lean Administration Simulation anwenden können, unterstützt.

 

Fähigkeiten:

•    Die Studierenden werden zu Experten für die schnelle und nachhaltige Verbesserung von Leistungen in Bürobereichen qualifiziert.
•    Der hohe Praxis- und Anwendungsbezug stellt sicher, dass Teilnehmer der Vorlesung das vermittelte Wissen erfolgreich in die Unternehmens-
praxis umsetzen können.