Künftige Bedürfnisse des Arbeitsmarkts

Hochschule Landshut und Klaipeda Universität untersuchten Einflüsse digitaler und unternehmerischer Kompetenzen

Die Hochschule Landshut und die Klaipeda Universität befassten sich in den vergangenen Monaten im Rahmen eines Projektes des baltischen Hochschulkontors damit, welchen Einfluss digitale und unternehmerische Kompetenzen künftig auf die Bedürfnisse des Arbeitsmarktes haben werden.

Ziel des Projektes der beiden Institutionen aus Deutschland und Litauen war neben einem internationalen Austausch die Ausarbeitung eines Kurzprogrammes, welches die Fähigkeiten von jungen Akademikerinnen und Akademikern sowie Expertinnen und Experten stärkt. Das Projektteam analysierte Digitalisierungsstrategien in Deutschland und dem Baltikum und definierte den aktuellen Stand von Transformationsprozessen im privaten und öffentlichen Sektor.

Trotz der durch COVID-19 verursachten Einschränkungen konnte die Hochschule Landshut, dank der Unterstützung des baltischen Hochschulkontors, eine öffentliche online-Konferenz (Landshuter Business Management Forum) veranstalten. Das Forum unter dem englischen Motto „Digital Entrepreneurship – Future Trend in Government and in Industry“, fand Anfang Oktober statt. Neben den Referierenden der beiden Einrichtungen (vier deutsche Professoren: Prof. Dr. Fischer, Prof. Dr. Speidel, Prof. Dr. Mühlfriedel, Prof. Dr. Kumpf, drei litauische Kollegen: Assoc. Prof. Dr. Župerkien? und Assoc. Prof. Dr. Labanauskait?, Prof. Dr. Dvorak und die Landshuter Absolventinnen Sophie Koller, M.A. und Francesca Dobmann, M.A.) begeisterten sich auch 20 externe Teilnehmerinnen und Teilnehmern von Unternehmen für die Veranstaltung.

Das Forum befasste sich mit den Auswirkungen von Digitalisierung und Demografie auf zukünftige Arbeitswelten. Auch die COVID-19 Pandemie beschleunigt derzeit beispielsweise eine gesellschaftliche und wirtschaftliche Neugestaltung und zeigt auf, inwiefern sich zukünftige Arbeitswelten verändern. So sind in kürzester Zeit zu Hause Arbeitsplätze entstanden.

Seit langem dominieren in der Gesellschaft zwei tiefgreifende Megatrends: Digitalisierung und Demografie. Zwei Themen, die eine Symbiose bilden können, wenn die älter werdende Gesellschaft, die sich mehr Flexibilität wünscht, mit Hilfe von Digitalisierung ein verbessertes Arbeitsumfeld erfahren kann. Daher ist eine der Schlüsselfragen, wie Unternehmen die Voraussetzungen für ein flexibles Arbeitsumfeld schaffen können und welche Kompetenzen damit künftig einen höheren Stellenwert erlangen. Künftig steht eine stärkere Berücksichtigung von Diversität im Vordergrund, so das Fazit des Business Management Forums. Dafür bedarf es flexiblerer Gestaltungsräume auf allen Ebenen. So muss sich, um nur ein Beispiel zu nennen, auch das Lernen verändern, indem neue Lernformate, wie online Trainings, Gamification, Lernen in Netzwerken und E-Mentoring in die breite Arbeitswelt einfließen.