Wirtschaftsingenieure erfolgreich im Projekt für MD Elektronik

Ein Team von 4 Studierenden des Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen bearbeitete im Sommersemester 2015 ein Projekt für die Firma MD Elektronik aus Waldkraiburg, einem der Marktführer für Datenübertragungslösungen in Fahrzeugen. Unter der gemeinsamen Leitung von Markus Putze, Projekteinkäufer des Unternehmens, und Prof. Dr. Markus Schmitt ging es dabei um die Konzipierung und Entwicklung eines Risikomonitors für Lieferanten. Die Zusammenarbeit verlief sehr erfolgreich. MD Elektronik nutzt die Ergebnisse im Einkauf, um die finanzielle Situation der Lieferanten möglichst frühzeitig einzuschätzen.


Die Studierenden der Bachelorstudiengänge an der Fakultät Elektrotechnik / Wirtschaftsingenieurwesen können im letzten Studienjahr das Wahlpflichtmodul „Projektarbeit in der Praxis“ belegen. Gemeinsam mit einem Unternehmen als Partner bearbeitet eine Gruppe von Studierenden ein Praxisprojekt. Die Themen werden von den Professorinnen und Professoren, externen Dozenten oder direkt von den Studierenden der Fakultät vorgeschlagen.

Eines der Projekte im Sommersemester wurde von der Firma MD Elektronik aus Waldkraiburg in Zusammenarbeit mit Prof. Markus Schmitt zur Bearbeitung angeboten. MD beliefert viele namhafte Automobilhersteller und Systemlieferanten weltweit mit Datenübertragungslösungen. Mittlerweile sind Produkte von MD in über 170 Automodellen von mehr als 25 OEMs integriert. Die Projektaufgabe bestand darin, aus einem umfangreichen, wachsenden Bestand von Lieferantendaten diejenigen zu finden, die am zuverlässigsten Auskunft über die finanzielle Stabilität geben. Außerdem sollte eine Software erstellt werden, mit der diese Daten sicher, flexibel und nutzerfreundlich zu verwalten und auszuwerten sind.

Mit der Projektbearbeitung wurden die Studierenden Jennifer Demund, Zeus Grigoriadis, Jacqueline Lainer und Michael Schemmerer betraut. Den Lenkungsausschuss des Projektes bildeten Markus Putze, Projekteinkäufer bei MD, und Prof. Schmitt.

Das Projekt verlief in mehreren Phasen:

  • Beim Kick-Off Meeting im März bei MD wurde die Aufgabenstellung besprochen und näher präzisiert. Dabei wurden dem Projektteam auch das Produktsortiment und Neuentwicklungen vorgestellt. Bei einem weiteren Termin konnte das Team die Entwicklungsräume von MD besichtigen.
  • Die Projektgruppe teilte sich in zwei Teilteams auf, die sich auf die Konzeptionierung bzw. die Programmierung konzentrierten. Dabei wurde zum einen auf Vorkenntnisse aus dem bisherigen Studium zurückgegriffen, insbesondere aus dem Finanzwesen und zur Programmierung in Visual Basic for Applications. Zum anderen war für das Konzept zur Lieferantenrisikobewertung eine umfangreiche Literaturrecherche erforderlich.
  • Im Juni wurden die Ergebnisse abschließend präsentiert, unter Anwesenheit der Geschäftsführung sowie zahlreicher zukünftiger Nutzer des Risikomonitors.


Das Projekt verlief aus der Sicht aller Beteiligten sehr erfolgreich.
Carsten Bieng, Führungskraft im Einkauf bei MD, und Markus Putze bestätigten die gelungene Arbeit des gesamten Teams und die Zielerreichung: „Für MD Elektronik ist diese Art von Zusammenarbeit mit einer Hochschule eine sehr willkommene Unterstützung. Wir schätzen besonders die Kombination der theoretischen Fundierung mit  der überzeugenden Softwarelösung für unseren Risikomonitor.“

Auch die Studierenden waren mit dem Projektverlauf mehr als zufrieden. Sie erhielten Einblick in die Absicherung der Lieferantenbasis eines internationalen Konzerns und wurden in ihrer Arbeit von diesem hervorragend gefördert. Sie sammelten wertvolle Erfahrung in der realen Projektarbeit mit einem externen Auftraggeber und weiteren externen Partnern. Alle Mitglieder des Projektteams waren sich einig: „Wir würden dieses Projektthema sofort wieder wählen. Wir haben viel gelernt, das Thema war spannend, und MD Elektronik hat uns viel Vertrauen entgegengebracht. So ergänzt das Modul „Projektarbeit in der Praxis“ ideal die anderen Lehrveranstaltungen im Hörsaal.“

Zur Erinnerung an die Zusammenarbeit überreichte MD Elektronik jedem Teammitglied einen gut ausgestatteten Tablet-Computer.