Ein Abschluss mit Vision

Wissenstransfer rund um die Themen intelligente Produktionslogistik, Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Industrie 4.0 – in den vergangenen zwei Jahren beschäftigte sich das durch den europäischen Sozialfonds geförderte Projekt NEU-WERT am TZ PULS damit, Wissen an Unternehmen weiterzugeben, insbesondere die nachhaltigen und digitalen Kompetenzen. Am vergangenen Donnerstag ging das Projekt in die letzte Runde. Zur Abschlussveranstaltung wurde noch einmal auf zwei erfolgreiche Projektjahre zurückgeblickt.

„Das TZ PULS bespielt drei Bereiche: Forschung, Lehre und Netzwerk“, erklärte Prof. Dr. Markus Schneider, Leiter des TZ PULS. NEU-WERT habe einen wichtigen Beitrag geleistet, nicht nur Wissen weiterzugeben, sondern auch mit den Unternehmen der Region noch besser in Kontakt zu treten. In Kooperation mit den Unternehmen gelang es dem Team, bestehend aus Katharina Spanner, Sandra Meier und Christoph Müller, insgesamt elf verschiedene Veranstaltungen in zwei Projektjahren zu organisieren. Mit der Abschlussveranstaltung wollte das Team jedoch nicht nur zurückblicken, sondern auch den Blick in die Zukunft weiten.

Anwendung regulieren, nicht die Innovation

In seinem Impulsvortrag zum Thema „Generative KI – aktuelle Entwicklungen, Chancen und Risiken“ lieferte Prof. Dr. Eduard Kromer Einblicke darin, was Künstliche Intelligenz kann und was (noch) nicht. Ob bei Sprache, Bilder, Video, Audio oder Musik – gebe man der KI die richtigen Werkzeuge an die Hand, so könne diese sinnvoll in den Alltag integriert werden. Ein Bild in Handumdrehen bearbeiten, ein Lied komponieren, schlüssige Informationen aus Inhalten zusammenstellen, oder ein Video generieren ist mit dem richtigen Tool kein Problem mehr. Und die Entwicklung läuft rasch: „Was wir gestern noch unterrichtet haben, könnte morgen schon wieder überholt sein“, weiß der Professor der Hochschule Landshut. Umso wichtiger sei es, dass die entsprechenden Regularien von der Politik geschaffen werden. „Dabei muss ein besonderes Augenmerk darauf gelegt werden, die Anwendung zu regulieren und nicht die Innovation“, betonte Kromer. Dass die Technologie auch im Bereich Produktion und Logistik sinnvoll eingesetzt werden kann, bewiesen zum Abschluss drei Mitarbeiter des TZ PULS. Konstantin Mühlbauer, Lukas Rißmann und Jakob Wittmann zeigten anhand von Praxisbeispielen aus ihren Forschungsbereichen, welche Möglichkeiten KI den Unternehmen künftig bieten wird. 

Bei Häppchen und Getränken bot sich den Teilnehmenden zum Abschluss nochmals die Gelegenheit mit den Speakern ins Gespräch zu kommen und sich auszutauschen.

Weitere Veranstaltungen in Planung

„Wir bedanken uns bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Das Ende von NEU-WERT bedeutet nicht, dass keine weiteren Veranstaltungen dieser Art mehr stattfinden“, betonte Wirtschaftsförderin Katharina Spanner. Schon jetzt plant sie weitere Veranstaltungen für das kommende Jahr. Neben einer Veranstaltung in Kooperation mit der Wirtschaftsförderung des Landkreises Landshut und dem Digital Tag wird es vier weitere Transferveranstaltungen in Kooperation mit der Stadt Dingolfing und dem Landkreis Dingolfing-Landau geben. Weitere Informationen zu aktuellen Veranstaltungen finden Sie unter www.tz-puls.de/veranstaltungen.

 

Fotos: Hochschule Landshut
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