Landshut Leadership

Die Digitalisierung der Arbeitswelt wirkt sich auf die gesamte Wertschöpfungskette, auf Geschäftsmodelle, die Art Projekte zu bearbeiten und generell auf die Unternehmensführung insgesamt aus. Die Veranstaltungsreihe Landshut Leadership hat sich zum Ziel gesetzt, zusammen mit Top-Managern und Entscheidern von Unternehmen zu hinterfragen, welche Auswirkungen die Digitalisierung mit sich bringt und wie darauf reagiert werden soll.

Initiiert wird die Veranstaltung von Prof. Dr. Hubertus C. Tuczek, der selbst über langjährige Führungserfahrung als Top-Manager verfügt. Er beschäftigt sich als Professor intensiv mit der Frage, welche Veränderungen die Digitalisierung für die Führung von Unternehmen zur Folge hat. Unter dem Begriff Management 4.0 wurden an der Hochschule Landshut gemeinsam mit Masterstudenten unterschiedliche Aspekte dieses neuen Führungsansatzes herausgearbeitet, der für die Entwicklung von digitalen Geschäftsmodellen unabdingbar ist. Dabei spielt auch das Aufeinandertreffen von Digital Immigrants und Digital Natives (der Generation Y) in den Unternehmen eine gewichtige Rolle, wobei die unterschiedlichen Erwartungen dieser beiden Gruppen die Führung von Unternehmen maßgeblich beeinflussen wird.

Landshut Leaderhip Forum 2017: Mit agiler Unternehmensführung zu digitalen Geschäftsmodellen

Beim Landshut Leadership Forum am 23. November 2017 disktierten rund 70 Führungskräfte aus der Wirtschaft unter dem Motto "Digitale Transformation - Management 4.0 und die Generation Y" an der Hochschule Landshut die Herausforderungen und unternehmerischen Chancen der Digitalisierung.

Hochkarätige Vorträge boten Einblicke in Management 4.0 und Generation Y, Arbeitswelt 4.0 am Beispiel von Microsoft, agiles Management und Selbstorganisation sowie zu digitalen Geschäftsmodellen und künstlicher Intelligenz. Daneben bot die Veranstaltung viel Platz zur offenen Diskussion und zum Erfahrungsaustausch. Auch im Thema engagierte Masterstudenten der Hochschule, die künftigen Mitarbeiter aus der Generation Y, brachten ihre Sichtweisen mit ein.

Die Digitalisierung habe enorme Auswirkungen darauf, wie wir Geschäfte machen, betonte der Initiator der Veranstaltung, Prof. Dr. Hubertus Tuczek (Hochschule Landshut) in seinem Einführungsvortrag. „Es werden radikal andere Geschäftsmodelle entstehen, so langsam wie heute wird sich die Digitalisierung wegen des exponentiellen Wachstums nie wieder entwickeln“, so Prof. Dr. Tuczek. Dabei spielen bei dem „Internet of Things (IoT) neben dem Hardware-Produkt zusätzliche digitale Services die entscheidende Rolle.

Wie Arbeiten 4.0 in einer vernetzten Welt aussehen kann, zeigte Kay Mantzel von Microsoft Deutschland GmbH am Beispiel der neuen Unternehmenszentrale in München. Nicht mehr work-life-balance mit getrennten Welten, sondern „work.life.flow“ laute die neue Devise. Mit dem Thema „Agiles Management und Selbstorganisation“, als erfolgreiche Leitlinien einer Unternehmensführung in einer digitalen Welt, befasste sich Dr. Alfred Oswald (Institut für Social Technololgies GmbH, Stolberg). Wie schnell neue digitale Geschäftsmodelle entstehen und realisiert werden können, zeigte eindrucksvoll der Vortrag von Dirk Muehlenweg (IBM Deutschland GmbH). Das Unternehmen hat in München mit dem Global Watson IoT Center rund um einen Supercomputer und einer Cloud die Infrastruktur für Innovationen im Bereich IoT und künstliche Intelligenz geschaffen.Grundlegend für neue digitale Geschäftsideen ist für Muehlenweg die Consumer Experience, der Nutzen für den Kunden speziell im Bereich Service.

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie im auführlichen News-Beitrag.

Das Buch zur Veranstaltung

Soeben erschienen ist auch Band 2 der Reihe "Landshut Leadership" mit dem Titel „Management 4.0 und die Generation Y“.
(Shaker Verlag, ISBN 978-3-8440-5475-0)

Zum Inhalt: Die Industrie 4.0 und die zunehmende Digitalisierung schaffen neue Voraussetzungen für die Arbeitswelt. Mit der Generation Y – auch Milleniums genannt - kommt eine neue Generation in die Unternehmen, für die vernetztes und sinnerfülltes Arbeiten zum Selbstverständnis gehört. Als Konsequenz muss sich der Mindset in der Führung neu ausrichten und einer neuen Werteorientierung Platz machen. In dem Buch werden die in diesem Kontext laufende Kontroverse und angedachte Lösungsansätze mit ausführlichen Literaturverweisen diskutiert und eingeordnet. Es wurde von Studenten des Masterkurses "Führungskompetenzen" der Hochschule Landshut unter der Leitung von Prof. Dr. Tuczek erstellt.

Kooperationspartner

Logo GPM Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement e. V. statt.

Folgende Fachgruppen der GPM Gesellschaft für Projektmanagement beschäftigen sich mit Führungsansätzen für das neue Zeitalter: Zum einen die FG Projektmanagement an Hochschulen (Mitveranstalter des Landshut Leadership Forums) sowie zum anderen die FG Agile Management. In der FG Agile Management wurde unter dem Begriff Management 4.0 ein Vorgehensmodell für agiles Management von Projekten und darüber hinaus erarbeitet, das in dem Buch Management 4.0: Handbook for Agile Practices veröffentlicht wurde.

Rückblick: Landshut Leadership Night

Auftaktveranstaltung mit Jens Monsees (BMW Group)

Die Digitalisierung bedeutet eine Herausforderung sowohl für ihr Geschäftsmodell aber ganz besonders auch für Führungsstruktur und Führungsstil: DIGITAL NATIVES - im Zeichen der Digitalisierung aufgewachsene Fachkräfte - treffen auf DIGITAL IMMIGRANTS, verteilt rund um den Globus. Bei der Auftaktveranstaltung mit dem Titel „Führung im Zeitalter Digitaler Transformation“ am 1. Dezember 2016 beleuchtete Prof. Dr. Hubertus Tuczek in seinem Einführungsvortrag, welche Auswirkungen diese Veränderung für Unternehmen, Mitarbeiter/-innen und ganz besonders die Unternehmensleitung mit sich bringen. Jens MonseesEin besonderes Highlight bot die Keynote von Jens Monsees, Corporate Vice President Digital Strategy der BMW Group AG. Er betonte, die digitale Revolution finde jetzt statt und gewährte Einblicke, wie er und der Automobil-Weltkonzern die Veränderungen im digitalen Zeitalter einschätzt und welche Strategie das Unternehmen und besonders die Konzernspitze verfolgt, um die Transformation des digitalen Zeitalters optimal nutzen zu können. Zusätzlich konnten sich die Teilnehmer/innen in "Themeninseln" über die Dimensionen des Themas Führung im Digitalen Zeitalter informieren sowie in offener Atmosphäre diskutieren. 
Zum Nachbericht.

Kontakt

Wissenschaftlicher Leiter

Prof. Dr.-Ing.
Hubertus C. Tuczek
RAUM:  HS 211
TEL:  +49 (0)871 - 506 210
Hubertus.Tuczek(at)haw-landshut.de

Kaufmännischer und organisatorischer Leiter

Dipl.-Kfm., MBA
Marc Bicker
Leiter Institut für technologiebasierte Zusammenarbeit (ITZ)
RAUM:  HS 232
TEL:  +49 (0)871 - 506 134
FAX:  +49 (0)871 - 506 506
marc.bicker(at)haw-landshut.de