Besuch der Firma Ayoda – modernste Operationstechnik erleben

Der vernetzte Operationssaal

Moderne Operationssäle und chirurgische Verfahren entsprechen schon längst nicht mehr dem klassischen Bild eines Operationssaals, wie es aus diversen Filmen und Serien bekannt ist. Moderne Verfahren wie minimalinvasive Eingriffe sind schonender und sorgen für schnellere Genesung.  Der Studiengang Biomedizinische Technik der Hochschule Landshut bietet für diese Verfahren eine eigene Lehrveranstaltung an.

Um die Studierenden auf den neuesten Stand der Technik zu bringen, besuchte das frisch gegründete Startup Ayoda kürzlich Studierende und deren Professorin, Dr. Stefanie Remmele, in der Vorlesung „Minimalinvasive Verfahren“. Dr. Peter Heinze, Geschäftsführer und Firmengründer, referierte über die historische Entwicklung von Operationssälen und die heutige Hightech-Ausstattung. Aufgrund der wachsenden Anforderungen an die Qualität minimalinvasiver Eingriffe wird auch die Gerätebedienung und Datenverwaltung immer komplexer. Die einzelnen Geräte, mit denen man Operationen durchführen und überwachen kann, sind zwar technologisch hochentwickelt – die Herausforderung liegt  allerdings in der Integration aller Gerätschaften, um eine effiziente OP-Planung, Durchführung und Kontrolle zu erreichen. „Insbesondere bei kleineren Krankenhäusern stellt die  Vernetzung unterschiedlicher Medizinprodukte, die Anbindung der Geräte an die  Krankenhaus-IT und die zuverlässige und sichere Dokumentation der anfallenden Daten während einer Operation noch eine große Herausforderung dar“, so Heinze.  

Ayoda – der Name steht für „All your data“ – arbeitet an der Lösung für kleine USB-Geräte. Diese lesen herstellerunabhängig die Daten der Geräte aus und leiten sie über WLAN an andere Geräte oder IT-Systeme weiter. Die Geräte müssen dabei so leistungsfähig sein, dass sie auch bei hohen Anforderungen an Echtzeitfähigkeit und Datenvolumen, zum Beispiel bei hochaufgelösten Echtzeit-Röntgenflouroskopiedaten, die Weiterleitung gewährleisten.

Im Abschluss motivierte Herr Schweizer, Vertriebsleiter der Ayoda, die Studierenden zu Projekten und Tätigkeiten im klinischen Umfeld, um die Sicht auf die Probleme im klinischen Alltag und Workflow zu schärfen. Darüber hinaus betonte er das große Interesse der Firma Ayoda an Studierenden für Praxissemester, Abschlussarbeiten und Berufseinstieg.

Autorin: Prof. Dr. Stefanie Remmele