Neuwahl der Stellvertretenden Institutsleitung bei IKON

In der Institutsratssitzung vom 4. Mai 2021 wurde mit einstimmiger Mehrheit Prof. Dr. Uta Benner, Professorin im Studiengang Gebärdensprachdolmetschen und Studiendekanin der Fakultät Interdisziplinäre Studien, zur neuen stellvertretenden Leitung des Instituts Sozialer Wandel und Kohäsionsforschung (IKON), gewählt. Sie übernimmt das Amt von Prof. Dr. Hubert Beste, welcher zum Ende des Wintersemesters in Pension ging.

Das im November 2013 gegründete interdisziplinäre Forschungsinstitut IKON definiert den sozio-ökonomischen Wandel als gesamtgesellschaftliche Herausforderung für die Gestaltung von Ökonomie, Technik und sozialem Zusammenleben. Hintergrund sind die Veränderungen von der Industriemoderne zur Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft. Zu beobachten sind dabei sowohl soziale Reformen und Inklusionsprozesse als auch zunehmende soziale Ungleichheits- und Ausschließungsverhältnisse. Zentrales Anliegen der Kohäsionsforschung ist ein immer wieder neu zu findender Zusammenhalt von Gesellschaften in Wandlungsprozessen.

Vor diesem Hintergrund bietet das Institut den Forschenden der Fakultäten Soziale Arbeit (SozA) und Interdisziplinäre Studien (IDS) die Möglichkeit zur interdisziplinären Zusammenarbeit, um Synergien aller beteiligten Fachgebiete zu nutzen.

Prof. Dr. Uta Benner, die am Aufbau der 2016 gegründeten Fakultät Interdisziplinäre Studien stark beteiligt war, ist in der Forschung und Lehre in den Bereichen Translations- und Dolmetschwissenschaften, Gebärdensprachdolmetschen, Linguistik, Inklusion und soziale Teilhabe tätig. Sie hat die Projektleitung des Projekts „Deaf Pal – Kommunikation in der Palliativversorgung gehörloser Menschen“, welches im Januar 2021 startete, inne. In Kooperation mit den Projektpartnern Oberarzt Wolfgang Sandtner (LAKUMED Krankhaus Landshut-Achdorf) und Prof. Dr. Stefan Lorenzl (Paracelsus Medizinische Privatuniversität (PMU) Salzburg) wird untersucht, was für eine gute Versorgung gehörloser Menschen in der Palliativmedizin benötigt wird und welche Ressourcen hierfür bereits vorliegen. Ziel des Projektes ist eine Verbesserung der grundlegenden Palliativversorgung gehörloser Menschen entsprechend ihrer Minderheitensprache und kulturellen Identität.

Als Studiendekanin der Fakultät IDS, als Senatsmitglied, aktiv Forschungstreibende und Gebärdensprachdolmetscherin engagiert sie sich nicht nur an der Hochschule Landshut, sondern fungiert als Bindeglied in die Gehörlosencommunity, für die sie durch ihre Forschungsschwerpunkte und ihr Mitwirken an der qualifizierten Ausbildung von dringend gebrauchten Gebärdensprachdolmetscher/-innen einen wichtigen Beitrag zum Abbau von Barrieren leistet.
Durch die Übernahme des Amts der stellvertretenden Leitung durch Prof. Dr. Uta Benner, werden die Interdisziplinarität des Instituts und die Zusammenarbeit der beiden Fakultäten noch einmal gestärkt.

Prof. Dr. Barbara Thiessen, Vorsitzende des Instituts und Prodekanin der Fakultät Soziale Arbeit, freut sich auf die künftige Zusammenarbeit mit Uta Benner.

Forschungslandkarte 2019

Durch die Evaluierungsrunde 2018/2019 ist es dem Forschungsschwerpunkt IKON gelungen, als selbständiger Forschungsschwerpunkt der Hochschule Landshut, in der Forschungslandkarte der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), weiterhin mit aufgeführt zu werden.

Die Forschungslandkarte verschafft einen Überblick über herausragende Forschungsschwerpunkte deutscher Hochschulen, welche fachlich und thematisch selektiert werden können.

Weiter Informationen zur Forschungslandkarte finden Sie HIER.

Fraktionsmitglieder des Bayerischen Landtages zu Besuch an der Hochschule Landshut


Die Fakultät Soziale Arbeit und das Institut Sozialer Wandel und Kohäsionsforschung (IKON) im Austausch mit Abgeordneten des Bayerischen Landtages

Anfang Oktober haben Ulrike Gote, Vizepräsidentin des Bayerischen Landtages und ihre Fraktionskollegin und Landshuter Abgeordnete, Rosi Steinberger, die Fakultät Soziale Arbeit und das Institut Sozialer Wandel und Kohäsionsforschung (IKON) besucht. Großes Interesse galt vor allem den zentralen Themen: Sozialer Zusammenhalt, Migration, Rechtsextremismus und Rassismus, Diversitätsstrategien in Institutionen und Geschlechtergerechtigkeit.

Nach einer kurzen Einführung in die Verbindung von Lehre und Forschung und den thematischen Schwerpunkten Kinderschutz, soziale Kohäsion und Diversität, bekamen die Politikerinnen in der lebhaften Diskussion, Antworten auf einige Fragen, die ihnen von Bürgerinnen und Bürgern häufig gestellt werden. Mitnehmen werden sie nicht nur inhaltliche Anregungen, sondern auch die Einsicht bislang mangelnder Forschungsförderung des Landes Bayern für sozialwissenschaftliche Disziplinen an den Hochschulen für angewandte Wissenschaften.

„Wir haben uns sehr über den Austausch und das Interesse seitens der Abgeordnetinnen gefreut und sind gespannt, wie diese Gespräche fruchten“, so Dekan Prof. Dr. Stefan Borrmann und Prof. Dr. Barbara Thiessen, Leiterin des Instituts IKON an der Hochschule Landshut.


Erfolgreicher Eintrag in die HRK Forschungslandkarte

Seit Februar 2015 ist die Hochschule Landshut nach Prüfung aller erforderlichen Kriterien mit insgesamt zwei Forschungsschwerpunkten auf der HRK Forschungslandkarte vertreten.

Einer dieser zwei Schwerpunkte ist der Forschungsbereich "Sozialer Wandel und Kohäsion", IKON.

HRK Forschungslandkarte