Wissen für alle: Künstliche Intelligenz und Robotik

Einführungsveranstaltung findet am 8. Oktober an der Hochschule Landshut statt.

Virtuelle Assistenzsysteme, smarte Computer, intelligente Roboter – Künstliche Intelligenz (KI) hat längst Einzug in unser Leben gehalten. Was genau sich hinter diesem Begriff verbirgt, wissen jedoch die wenigsten. Die Hochschule Landshut, die Volkshochschule und die Stadt möchten das ändern und organisieren deshalb eine gemeinsame Vortragsreihe mit dem Ziel, die Bevölkerung ausführlich zu informieren. In sechs Vorträgen beleuchten Professorinnen und Professoren der Hochschule das Thema KI aus verschiedenen Gesichtspunkten.

Künstliche Intelligenz: Eine Einführung


In der Einführungsveranstaltung am Dienstag, 8. Oktober, ab 18 Uhr an der Hochschule Landshut spricht Prof. Dr. Johann Uhrmann über die historische Entwicklung der Künstlichen Intelligenz. Dabei geht er auch auf unterschiedliche, teils widersprüchliche Definitionen und Arten von natürlicher und künstlicher Intelligenz ein. Den Informatikprofessor fasziniert im Bereich KI vor allem die Paradigmenumkehr in der Wissenschaft: „Nicht mehr nur der Mensch kann Zusammenhänge erkennen, sondern auch die Maschine – und das oft sogar besser.“ Uhrmann ist davon überzeugt, dass in Zukunft viele menschliche Tätigkeiten durch KI-Systeme ergänzt, verändert und im Extremfall sogar ersetzt werden.

Künstliche Intelligenz in der Medizintechnik

Um den Einfluss von Künstlicher Intelligenz auf die Medizintechnik geht es im zweiten Vortrag von Prof. Dr. Stefanie Remmele und Prof. Dr. Andreas Breidenassel am Dienstag, 22. Oktober, ab 18.30 Uhr im Salzstadel. Sie geben einen Einblick in den Stand der Technik und zeigen Anwendungsbeispiele in der Radiologie. „Das Thema medizinische Versorgung betrifft uns alle“, erklärt Remmele. „Deswegen ist Künstliche Intelligenz in diesem Zusammenhang auch besonders interessant für uns.“ Ihren Vortrag möchten Remmele und Breidenassel nutzen, um einerseits Ängste gegenüber dieser Technologie abzubauen und andererseits Grenzen aufzuzeigen.

Künstliche Intelligenz in der Automobilindustrie


Auch in der Automobilindustrie liefert Künstliche Intelligenz einen frischen Impuls. Welche Anwendungsformen es bereits gibt und wo der Weg hinführt, thematisiert Prof. Dr. Carsten Röh in seinem Vortrag „Künstliche Intelligenz in der Automobilindustrie“ am Dienstag, 5. November, ab 18 Uhr an der Hochschule Landshut. In seinem Vortrag möchte Röh die Zuhörer an die Hand nehmen und ihnen vermitteln, was beim Thema KI im Bereich des Möglichen liegt und was eher Science-Fiction ist. Der Fokus liegt vor allem darauf, nach konkreten Anwendungsfeldern für KI in der Automobilindustrie Ausschau zu halten.

Ethik im Rahmen von Künstlicher Intelligenz

Im Fokus der Wissensreihe steht auch der ethische Aspekt. Diesen beleuchtet Hochschulseelsorger Dr. Alfons Hämmerl am Dienstag, 12. November, ab 18:30 an der Volkshochschule. Er geht der Frage nach, ob im Zeitalter von KI Maschinen entscheiden werden, was gut für die Menschheit ist. Bisher verlangte man von der Technik nichts anderes, als dass sie ihren Zweck erfüllte und nützlich war, so Hämmerl. Nun aber entstehe immer öfter die Frage, ob Künstliche Intelligenz eines Tages vielleicht gleichrangig mit dem Menschen sein und selber Träger von Rechten werden könne. Die Antwort darauf erfordere die Frage zu klären, was es bedeute, als Mensch in der Welt zu sein – zu fühlen, zu denken, zu verstehen und zu entscheiden.

Künstliche Intelligenz im Marketing

Marketing und Vertrieb sind weitere Anwendungsgebiete, die sich viel vom Einsatz Künstlicher Intelligenz versprechen. Welche Erwartungen in die neuen Technologien gesetzt werden, welche Einsatzpotenziale sich herauskristallisieren und wo dem Ganzen Grenzen gesetzt sind, beleuchten Prof. Dr. Sandra Gronover und Prof. Dr. Michael Bürker am Dienstag, 3. Dezember, ab 18 Uhr an der Hochschule Landshut. Verbraucher müssen trotz des Einflusses von Künstlicher Intelligenz souveräne Akteure bleiben. Für Bürker stellt sich in diesem Zusammenhang deshalb vor allem eine Frage: „Wie wird das technisch Machbare und das ethisch Verantwortbare in Einklang gebracht?“

Geschlechterverhältnisse und Digitalisierung

Den Abschluss der Vortragsreihe bildet Prof. Dr. Barbara Thiessen am Dienstag, 17. Dezember, ab 18 Uhr an der Hochschule Landshut. Die Welt der Zukunft wird durch Digitalisierung grundlegend verändert und Lebenswelten entscheidend prägen, so Thiessen. Der Transformationsprozess sei bereits in vollem Gange und einige Hoffnungen bereits zerplatzt. Etwa jene, dass sich mit Digitalisierung, insbesondere durch KI, die Dramatisierung von Geschlecht ändern ließe. Ein Blick in Instagram-Accounts zeige, wie Geschlechtermuster des 19. Jahrhunderts neue Urstände feiern: hier Muskeln - da Schminktipps. Thiessen möchte in ihrem Vortrag diese und weitere Aspekte kritisch diskutieren.

Alle Veranstaltungen sind kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Raumnummern sind am Veranstaltungsort ausgeschildert. Alle Vorträge werden als besonderer Service in die Deutsche Gebärdensprache verdolmetscht.