Modernes Projektmanagement

Hochschulübergreifendes Zertifikat erreicht finale Ausbaustufe

Das von den Initiatoren Prof. Holger Timinger (Hochschule Landshut), Prof. Harald Wehnes (Universität Würzburg) und Prof. Matthias Vieth (Hochschule Darmstadt) 2019 ins Leben gerufene hochschulübergreifende Zertifikat „Modernes Projektmanagement“ wurde Anfang 2022 erstmalig in der dritten und höchsten Stufe („Excellence“) vergeben.

Die Zertifizierungsprüfung – welche inzwischen durch die kooperierenden Hochschulen Landshut, Darmstadt und Kempten, sowie die Universitäten Würzburg und Wuppertal angeboten wird – sieht bereits in der ersten Stufe („Foundation“) vor, dass die Teilnehmenden fundierte Kenntnisse aus den Bereichen des traditionellen, agilen und hybriden Projektmanagements im Rahmen einer Multiple-Choice-Prüfung nachweisen müssen.

Um das Zertifikat der zweiten Stufe („Professional“) zu erlangen, müssen die Studierenden anhand eines realen Praxisprojektes demonstrieren, dass sie jenes Wissen anwenden und in Form eines mindestens 20-seitigen Berichtes dokumentieren können. Ein zentrales Element dieses Berichtes ist die kritische Reflexion des eigenen Projektmanagements. 

Ausschließlich Studierenden, welche in der Vergangenheit bereits die beiden Vorstufen „Foundation“ und „Professional“ erfolgreich absolviert hatten, bot sich im Januar erstmalig die Möglichkeit, ihre theoretischen Kenntnisse und praktischen Fähigkeiten im Rahmen eines mehrstündigen Assessment Centers auf Herz und Nieren prüfen zu lassen. Von den insgesamt sieben Teilnehmenden konnten alle die anspruchsvolle Fallstudie eines mittelständischen Anlagenbauers lösen und die kritischen Prüfer von ihrer Arbeit überzeugen, indem sie die erworbenen Kompetenzen aus den Bereichen des traditionellen, agilen und hybriden Projektmanagements fallspezifisch anwendeten.

Bewertet wurde hierbei nicht nur der problemadäquate Methodeneinsatz, sondern auch die Arbeitsorganisation im Team, die Qualität der Ergebnisse und die zu haltende Abschlusspräsentation. Wie auch in realen Projekten, erforderte die zu lösende Fallstudie hierbei stets eine Reflexion und etwaige Anpassung der eingesetzten Methoden an den projektspezifischen Kontext und zeigte somit – wie auch die beiden Vorstufen –, dass die Studierenden über ein tiefgreifendes Verständnis des traditionellen, agilen und hybriden Projektmanagements verfügen müssen, damit der Transfer in die Praxis gelingt und der anspruchsvolle Qualifikationsnachweis erlangt wird.