Straßen in neuem Licht

2. Netzwerktreffen des kommunalen Energieeffizienznetzwerks

Das zweite Netzwerktreffen der neun am kommunalen Energieeffizienznetzwerk teilnehmenden Kommunen  fand in der Gemeinde Ampfing unter Teilnahme des Staatsministers Dr. Marcel Huber am 24.05.2017 statt. Die kommunale Straßenbeleuchtung kann energieeffizienter und damit im Betrieb kostengünstiger betrieben werden als es derzeit in einem Großteil der Kommunen getan wird. – Das war der Tenor des zweiten Netzwerktreffens des kommunalen Energieeffizienznetzwerkes, welches durch das Institut für Systemische Energieberatung an der Hochschule Landshut (ISE) geleitet wird.
Einer Umfrage der deutschen Energieagentur (dena) zufolge sind ca. 50 % der Kommunen der Ansicht, dass sich ihre Straßenbeleuchtung in einem modernisierungsbedürftigem Zustand befindet und ein Großteil (ca. 60 %) der eingesetzten Leuchten aus energetischer Sicht ineffizient ist. Durch Umrüstung dieser ineffizienten Beleuchtung könnten, je nach Art der Beleuchtung, Energieeinsparungen von bis zu 80 % realisiert werden. – Ein lohnenswertes Ziel wenn man gleichzeitig bedenkt, dass die Straßenbeleuchtung je nach Kommune ca. 30-50 % des gesamten Stromverbrauchs der Kommune verursacht.
Dazu Staatsminister Dr. Marcel Huber: „Der Schutz unserer Umwelt und unserer natürlichen Lebensgrundlagen ist ein Megathema unserer Zeit und geht uns alle an. Neue Technologien nutzen, Effizienz erhöhen und den Verbrauch minimieren – das ist der richtige Ansatz und ich freue mich, dass meine Heimatgemeinde Ampfing hier eine Vorreiterrolle einnimmt. Der Aufbruch in ein neues Energiezeitalter fängt vor Ort an, in den Kommunen, bei den Bürgerinnen und Bürgern, mit vielen kleinen und nachhaltigen Schritten und Initiativen. Daran knüpft das Energieeffizienznetzwerk an und bietet eine Plattform für Diskussion und Austausch unter fachkundiger Leitung des ISE. Ich begrüße den Zusammenschluss ober- und niederbayerischer Kommunen sehr und wünsche dieser Ideenschmiede weiterhin viel Erfolg!“
Die Gastgeber Kommune Ampfing, die bis Mitte 2017 – bis auf wenige historische Leuchten im Ortskern – den gesamten Bestand bei der Straßenbeleuchtung auf energieeffiziente Beleuchtung umgerüstet haben wird geht mit gutem Beispiel voran. Die Gemeinde Ampfing spart damit pro Jahr ca. 160 MWhel und 100 t CO2 ein.
Dass die Straßenbeleuchtung nur ein Energieeffizienzthema ist, wissen natürlich alle der neun am Netzwerk teilnehmenden Kommunen. Weitere Themen werden folgen.
 „Ziel des kommunalen Energieeffizienznetzwerks ist es, dass die Kommunen mit Unterstützung des Instituts für Systemische Energieberatung auf Basis einer individuellen Beratung Energieeffizienzmaßnahmen identifizieren und umsetzen. Gleichzeitig sollen die Kommunen auch voneinander lernen. „Papier ist geduldig“, so Frau Zeiser, vom ISE, „wichtig ist aber, dass Projekte umgesetzt werden. Da sind insbesondere Erfahrungen von anderen Kommunen sehr hilfreich.“ Das kommunale Energieeffizienznetzwerk hat eine Laufzeit von drei Jahren und wird vom Bund gefördert.

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