Kommunales Energieeffizienznetzwerk

Das Institut für Systemische Energieberatung zieht gemeinsam mit den kommunalen Vertretern Bilanz über die ersten beiden Netzwerkjahre

Die neuen Kommunen wurden vom Institut für Systemische Energieberatung am 10.12.2018 an die Hochschule Landshut zum bereits siebten Netzwerktreffen, innerhalb des kommunalen Energieeffizienznetzwerkes, eingeladen. Der Fokus des Treffens lag auf dem Rückblick zur bisherigen Netzwerkarbeit. Weiterhin resümierten die Kommunen, welche detektierten Energieeffizienzmaßnahmen aus den Vorortbesichtigungen bisher umgesetzt wurden, welche Maßnahmen sich in der Planung befinden und in welchen Bereichen es Schwierigkeiten und Hindernisse bei der Umsetzung der Maßnahmen gibt.

Frau Zeiser stellte im Rahmen des Netzwerktreffens die bereits abgehandelten Schwerpunktethemen Benutzermotivation, Energiemanagement, Förderprogramme, Heizungsregelung/Hydraulischer Abgleich und Pumpentausch/Regelung sowie Contracting und Wirtschaftlichkeitsrechnungen vor und regte zur Diskussion an, welche Themen in den Kommunen bereits „in Angriff“ genommen wurden. In der Diskussion konnte festgestellt werden, dass sich einige Kommunen mit den Themen auseinandergesetzt haben. In vier der neun Kommunen werden derzeit Energiemanagementsysteme eingeführt oder bestehen bereits. Weiterhin haben sich fast alle Kommunen mit der Thematik Benutzermotivation, unter anderem mit Aufhängen von Plakaten zur Benutzermotivation und Bemühungen zum Start eines 50/50-Programms an Schulen, auseinandergesetzt. Der Pumpentausch und der hydraulische Abgleich in den Liegenschaften soll größtenteils mit der Förderung des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle gedeckt werden, welche auch für private Haushalte eine Möglichkeit eines Zuschusses beim Heizungspumpentausch darstellt.

Neben den Schwerpunktthemen in den kommunalen Netzwerktreffen untersuchte das Institut für Systemische Energieberatung in jeder Kommune bis zu zehn Liegenschaften auf deren energiebezogenen Leistungen. In Vorbereitung auf die Vororttermine in den 84 festgelegten Liegenschaften wurden von den Kommunen alle relevanten Energiedaten zu den Liegenschaften abgefragt und ausgewertet. Daraufhin erfolgte die Vorortbegehung direkt in den Kommunen, bei welchen innerhalb sechs Wochen neun Vororttermine stattfanden und insgesamt ca. 1.840 Kilometer vom beratenden Institut zurückgelegt wurden. In der Folge der Vor-Ort-Begehungen wurden den Kommunen insgesamt 468 mögliche liegenschaftsspezifische Energieeffizienzmaßnahmen aufgezeigt. Aufgrund der ermittelten Maßnahmen wurde von den Netzwerkteilnehmern ein Einsparsparziel festgelegt, welches innerhalb der Netzwerklaufzeit erreicht werden soll. Damit dieses Ziel erreicht werden kann sind die Kommunen angehalten die vorgeschlagenen Energieeffizienzmaßnahmen umzusetzen. Hierbei steht zum einen das Institut für Systemische Energieberatung den Kommunen unterstützend zur Verfügung. Zum anderen setzen die Kommunen die Maßnahmen in Eigenregie um.

Nach einer kurzen Stärkung stellten die Kommunen am Nachmittag die Maßnahmen vor, welche bereits umgesetzt wurden und in der Planung für die restliche Netzwerklaufzeit sind. In diesem Rahmen keimten Diskussionen zu den einzelnen Maßnahmen in den Kommunen auf und die Teilnehmer konnten im Sinne des Netzwerkgedankens voneinander lernen. Weiterhin werden die umgesetzten Maßnahmen vom Institut für Systemische Energieberatung aufgenommen und mit den Energieeffizienzzielen der einzelnen Kommunen abgeglichen.

Anfang 2019 kommen alle kommunalen Vertreter im Rahmen des achten Netzwerktreffens zusammen, um sich mit dem Schwerpunktthema Energieeinkauf zu befassen. Als ausrichtende Kommune wird die Gemeinde Gauting fungieren.

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