Energie: Region will ihren Einfluss stärken

Mit klaren Worten hat der Regionale Planungsverband Landshut am Dienstagvormittag im Gasthaus "Zum Oberen Krieger" in Landau über das Für und Wider eines regionalen Energie- und Klimaschutzkonzepts diskutiert. Dabei herrschte in der Runde breite Einigkeit, ein solches Konzept in Auftrag zu geben. Einzig Landshuts Landrat Josef Eppeneder wollte sich für diese "Politik von oben" nicht begeistern, konnte das Ja der Mehrheit zum gemeinsamen Konzept aber nicht verhindern.

Die Vorteile eines regionalen Energiekonzepts hatte Prof. Dr. Petra Denk schnell auf den Punkt gebracht: Lag der Fokus bisher auf lokal begrenzten Maßnahmen, könnte der Planungsverband in einem Gesamtkonzept auch kommunenübergreifende Ideen umsetzen, Stromnetze und Speichermöglichkeiten integrieren und somit seine gesammelten Potenziale besser ausschöpfen. Auch die Einrichtung einer Energieagentur sei sinnvoll, erklärte die Professorin.

Dingolfing-Landaus Landrat Heinrich Trapp hatte diesbezüglich einige Gedanken abzuarbeiten: "Wir werden oft nach einer Energieagentur gefragt", erläuterte er. "Wir sind in Verzug, weil wir auf eine Entscheidung der Region warten." Petra Denk sah das Problem darin, dass es bisher "kein scharfes Profil" für eine Energieagentur gab. Ihre Empfehlung: eine Agentur mit einem Konzept einrichten – und nicht zu lange warten. Drei Jahre hatte Trapp in den Raum gestellt. "Das geht eher", konterte die Fachfrau. Den schwarzen Peter schob Trapp seinem Landshuter Kollegen Josef Eppeneder zu: "Die Landshuter bremsen uns dauernd aus."

Der Planungsverband sprach sich schließlich einstimmig für ein regionales Energie- und Klimaschutzkonzept aus. Da hatten die Landräte Trapp und Eppeneder gerade für ein Vier-Augen-Gespräch den Raum verlassen. Doch verhindern können hätte der Landshuter Landrat den Mehrheitsbeschluss ohnehin nicht.???ska

Quelle: pnp.de