Eine Energie-Strategie

Wolfratshausen - Die Stadt Wolfratgshausen will sich mit speziellem Energienutzungsplan für die Zukunft rüsten.

Bis zum Jahr 2035 will der Landkreis energieautark werden. Seit 2013 gibt es ein
integriertes Klimaschutzkonzept, das unter anderem bereits genutzte und noch mögliche
Potenziale in Sachen Energieeinsparung, Effizienzsteigerung und Nutzung regionaler
erneuerbarer Energien abschätzt. Auch die Stadt Wolfratshausen will dazu beitragen,
dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen - mit Hilfe eines Energienutzungsplans. Dieser soll
konkretisieren, welche Möglichkeiten zum Sparen von Energie es auf städtischer Ebene
gibt. Ziele und Inhalte eines solchen Plans stellte Dr. Petra Denk dem Stadtrat vor,
Professorin vom Institut für Systemische Energieberatung an der Hochschule Landshut.

Unter die Lupe genommen werden sowohl private Haushalte als auch städtische Liegenschaften. Wie die
Physikerin und Betriebswirtschaftlerin schilderte, geht es im Kern darum, den Energieverbrauch zu
analysieren und zu eruieren, wo auf welche Weise Energie - und damit Geld - eingespart werden kann. Die Palette reicht vom Umstellen der Straßenbeleuchtung über Photovoltaikanlagen und Wärmenetze bis hin zur Untersuchung des Potentials für Geothermie, Biomasse sowie Sonnen, Wind- und Wasserkraft. Es sei wichtig, ergänzte Denk, möglichst konkrete Maßnahmen vorzuschlagen, „damit der Energienutzungsplan nicht wieder in der Schublade verschwindet. Die Erfahrung zeigt uns außerdem, dass Kommunen und Haushalte nur mitmachen, wenn es auch wirtschaftlich ist“. Auch lokale Akteure werden in die Erarbeitung dieser Energiestrategie eingebunden, also Gewerbe, Industrie, der Stadtrat sowie eine eigens zu gründende Steuerungsrunde und ein Projektteam.