9.Kommunales Energieeffizienznetzwerktreffen

Energieeffizientes Bauen und Sanieren sowie die Materialökologie: Spannende Themen für die Kommunen.

Im bereits 9. Netzwerktreffen am 21.05.2019 trafen die neun teilnehmenden Kommunen des kommunalen Energieeffizienznetzwerkes in Aschheim zusammen.

Herr Glashauser (1. Bürgermeister der Gemeinde Aschheim) begrüßte zunächst die Netzwerkteilnehmer und stellte zusammen mit Frau Zeeck (Umweltbeauftragte) die Kommune und deren Aktivitäten hinsichtlich Energieeffizienz vor.

Schwerpunktthema in diesem Treffen war das Thema „nachhaltiges Bauen und Sanieren“ sowie die „Materialökologie“. Beide Themenfelder wurden von Experten der Beratungsstelle Energieeffizienz und Nachhaltigkeit (BEN) der Bayerischen Architektenkammer abgedeckt, deren Erstberatung die Kommunen zu den obigen Themenfeldern kostenfrei und projektspezifisch in Anspruch nehmen können.

Aber auch private Bauherren können sich bei der Beratungsstelle zu den Themenfeldern „nachhaltiges und effizientes Bauen und Planen“, „Materialökologie und Nachhaltigkeitszertifizierung“, „nachhaltige Strategieentwicklung“ sowie „technische Gebäudeausstattung und erneuerbare Energien“ beraten lassen (siehe https://www.byak.de/planen-und-bauen/beratungsstelle-energieeffizienz-und-nachhaltigkeit.html ).

Im diesem Vortrag zum Thema „nachhaltiges Bauen und Sanieren“ ging Herr Jung von der BEN einerseits auf die verschiedenen Beratungsfelder der und andererseits auf die Themen Effizienz (Verhältnis Kosten/Nutzen), Konsistenz (Widerverwendung, Materialkreisläufe) sowie die Suffizienz (Erkennen des essentiellen Bedarfs und Bedienung dieses Bedarfs) ein.

Im daran anschließenden Fachvortrag von Frau Wurmer-Weiß ist die Wichtigkeit der Materialökologie eindrucksvoll dargestellt worden. Frau Wurmer-Weiß stellte dazu zunächst die bereits bestehenden gesetzlichen Regelungen vor, die jedoch nur die Gefahrenabwehr zum Ziel haben. Um einen vorbeugenden Gesundheitsschutz (zu betreiben, empfiehlt Frau Wurmer-Weiß klare Anforderungen an die Innenraumlufthygiene sowie die Baustoffe und Produkte zu definieren und vorzugeben. Aufgrund der zunehmenden Dichtheit der Gebäude sei „schadstoffarmes Bauen schließlich die Voraussetzung für energieeffizientes Bauen“, so Frau Wurmer-Weiß.

Abschließend konnten die Netzwerkteilnehmer die AFK Geothermie besichtigen. Der Geschäftsführer, Herr Ruhland, erklärte den Netzwerkteilnehmern zum einen die Entstehung der AFK Geothermie und zum anderen den Aufbau der Heizzentrale sowie des Wärmenetzes in den Gemeinden Aschheim, Feldkirchen und Kirchheim.

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