10.Kommunales Energieeffizienznetzwerktreffen

Netzwerktreffen des Energieeffizienznetzwerks ermöglichte den Teilnehmern einen breiten Überblick über elektrische und thermische Energiespeicher.

Das Institut für Systemische Energieberatung (ISE) hat nach bereits neun erfolgreichen Netzwerktreffen nun zum bereits zehnten Energieeffizienz-netzwerktreffen am 10.07.2019 im Rathaus in Pilsting eingeladen. Schwerpunkt des Netzwerktreffens war diesmal einerseits der aktuelle Stand der Maßnahmenumsetzung in den einzelnen Kommunen und andererseits die beiden Fachthemen „elektrische und thermische Energiespeicher“.

Als Gastgeber fungierte die Gemeinde Pilsting, die seit vielen Jahren bereits elektrisch bilanziell autark ist. Aber auch im Wärmebereich ist die Gemeinde aktiv, so wurde beispielsweise in den letzten drei Jahren die Grundschule generalsaniert und mit einem BHKW ausgestattet, eine Nahwärmeversorgung gibt es seit vielen Jahren in der Gemeinde. Bürgermeister Hopfensberger schildet eindrucksvoll zahlreiche Aktivitäten im Bereich Energie und Klimaschutz.

Im Anschluss an die Vorstellung der Gemeinde Pilsting wurde in zwei Fachvorträgen die Möglichkeiten zur Speicherung elektrischer und thermischer Energie vorgestellt. Herr Kriegl von der Firma Fenecon zeigte verschiedene Speichersysteme elektrischer Energie sowie deren Einsatzbereiche auf. Insbesondere bietet die Firma auch sogenannte „Second-Life“-Speichersysteme an, d.h. beispielsweise Batterien, die im mobilen Bereich nicht mehr verwendet können, aber für den stationären Bereich noch dienlich sind. Herr Eisold von der Firma Viessmann ging anschließend auf die verschiedenen thermischen Speicher sowie deren Einsatzbereich der Firma Viessmann ein und stellte insbesondere das innovative Konzept eines Eispeichers und dessen Funktionsweise vor.

Den aktuellen Stand der Netzwerkarbeit betrachtend, sind im Netzwerk nun an 12 verschiedenen Gebäudetypen 56 Maßnahmen definiert worden, bei denen das ISE in Form technischer und wirtschaftlicher Bewertungen unterstützt hat. Etliche Projekte sind bereits von den Gemeinden umgesetzt worden, weitere sollen noch bis zum Laufzeitende des Netzwerkes umgesetzt werden. Dies ist auch notwendig, um das zu Beginn des Netzwerkes gemeinsam definierte Ziel zu erreichen.

Abgerundet wurde das Netzwerktreffen durch einen gemeinsamen Besuch der generalsanierten Grundschule. Hier war nicht nur die Heizzentrale, basierend aus einem BHKW und einem Spitzenlastkessel interessant, sondern auch, wie innovative Lernkonzepte an dieser Schule umgesetzt werden.– Ein insgesamt spannendes und gelungenes Netzwerktreffen.

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