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29. Juli 2013

Erste Forschungsergebnisse MagFest - Automobil-Leichtbau durch Magnesium

Magnesiumfeinbleche bietet ähnliche Materialeigenschaften wie das rund 30 Prozent schwerere Aluminium. Durch den verstärkten Einsatz dieses innovativen Materials in der Serienproduktion könnte das Gewicht der Automobile von Morgen deutlich reduziert und wichtige Ressourcen eingespart werden. Grundlage hierfür sind allerdings Berechnungsmethoden, mit denen bei der Konstruktion von Fahrzeugteilen die mechanischen Eigenschaften und die Lebensdauer des Materials berücksichtigt werden können. Eine solche Berechnungsmethode zu entwickeln, ist das Ziel des Forschungsprojektes „MagFest“ unter Federführung des Kompetenzzentrums Leichtbau (LLK) der Hochschule Landshut. Nach rund einem Jahr Laufzeit wurden beim 2. Partnertreffen des Forschungsprojektes „Betriebsfestigkeitsanalyse für Leichtbaustrukturen aus Magnesiumknetlegierungen MagFest“ an der Hochschule Landshut erste Ergebnisse vorgestellt.

Dabei waren sich Projektleiter Prof. Dr.-Ing. Otto Huber und wissenschaftlicher Mitarbeiter Dipl.-Ing. (FH) Johannes Dallmeier (LLK der Hochschule Landshut) und die  Vertreter der Verbundpartner Adam Opel AG (Rüsselsheim), CADFEM GmbH (Grafing bei München), Magnesium Flachprodukte GmbH (Freiberg) sowie dem Gießereiinstitut der Technischen Universität Bergakademie Freiberg einig über die große Bedeutung des Leichtbaus und das Einsparpotenzial beim Einsatz von Magnesiumblechen. „Die steigenden Sicherheits- und Komfortanforderungen der Kunden an ihre Fahrzeuge sorgen für ein immer höheres Gewicht der Fahrzeuge. Das hat wiederum einen hohen Kraftstoffverbrauch und CO2-Ausstoß zur Folge. Der Leichtbau versucht, dem entgegenzuwirken. Eine Möglichkeit hierzu bietet der Einsatz von Magnesiumfeinblechen“, wie Prof. Dr. Otto Huber den Hintergrund des Projektes erläuterte. Den Zwang zum Leichtbau und die hohe Relevanz des Projektes in diesem Bereich betonte auch Prof. Dr. Eigenfeld von der TU Bergakademie Freiberg.

Magnesiumgusskonstruktionen wie z.B. Getriebegehäuse finden bereits breite Anwendung im Automobil. Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit ist der Einsatz von Magnesiumfeinblechen jedoch erst seit der Entwicklung neuer Fertigungsverfahren wie dem Gießwalzen und dem Strangpressen sinnvoll. Bedingt durch den Herstellungsprozess können Magnesiumbleche aber mechanische Eigenspannungen aufweisen, die bei der Verarbeitung Auswirkungen für die Lebensdauer eines daraus hergestellten Bauteils haben können. Bei Untersuchungen am LLK zeigte sich, dass die in einem neuartigen innovativen Gießwalzverfahren hergestellten Magnesiumbleche des Herstellers Magnesium Flachprodukte GmbH (Freiberg) im Ausgangszustand keine nachweisbaren Eigenspannungen aufweisen. Ein großer Vorteil für die Verwendung aber auch für die Berechenbarkeit bei der Produktentwicklung.

Mechanische Eigenschaften wie Zugfestigkeit, Festigkeit unter wiederholender Belastung usw. bestimmen über die Einsatzmöglichkeiten von Magnesiumblechen. Kennwerte über diese quasistatischen und zyklischen mechanischen Eigenschaften bilden die Grundlage für eine Berechnung der Lebensdauer von Bauteilen unter beliebigen Belastungen. In diesbezüglichen  Untersuchungen im Labor für Leichtbaukonstruktion der Hochschule zeigte die Magnesiumlegierung AM50 (Magnesium mit Aluminium und Mangan) die besten mechanischen Kennwerte. Aus diesem Grund wurde beim Treffen der Projektpartner beschlossen, dieses Material als Basis für alle weiteren Projektschritte heranzuziehen.  

Nach dem Ermitteln der Kennwerte soll nun ein Bauteil aus dem Pkw-Innenbereich als Prototyp ausgelegt und gefertigt werden, anhand dessen die errechneten theoretischen mit experimentellen Werten verglichen werden können. „Mit diesen Erkenntnissen wird die Berechnungsmethode überprüft und gegebenenfalls optimiert, um die Lebensdauer von Magnesiumblechen unter beliebiger Belastung berechnen zu können - eine wichtige Voraussetzung, um das Material in der Serienfertigung einsetzen und damit eine deutliche Gewichtseinsparung bei den Fahrzeugen der Zukunft erzielen zu können,“ wie Johannes Dallmeier (LLK, Hochschule Landshut) erklärte.


27. Juni 2013

Höchster Komfort, minimaler Schadstoffausstoß, möglichst geringe Kosten

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10. Juni 2013

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10. Juni 2013

Reges Interesse am Innovations- und Technologietag an der Hochschule Landshut

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18. April 2013

Per Speeddating zum Job - Rekordnachfrage bei der 17. Studentischen Karrierebörse

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11. April 2013

Leichtbaukompetenzen aus dem Leichtbau-Cluster auf der HANNOVER MESSE (08. – 12. April 2013)

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11. März 2013

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08. Februar 2013

BMW spendet Limousine für Lehre und Forschung

Über modernste Fahrzeugtechnik für Lehre und Forschung freut sich die Hochschule Landshut: Das BMW Werk Landshut und die BMW Hubauer GmbH haben heute eine BMW 730d Limousine an die Vertreter der Hochschule übergeben. Überreicht wurde die Spende, der aktuelle Marktwert des Fahrzeugs liegt bei rund 82.000 Euro, stellvertretend für die BMW Group durch den Standortleiter des Werks Landshut, Ralf Hattler, sowie für die BMW Hubauer GmbH durch Geschäftsführer Robert Hubauer.

Hochschulpräsident Prof. Dr. Karl Stoffel bedankte sich bei der Übergabe herzlich für die großzügige Spende. „Sowohl für die Lehre als auch für Forschungs-und Entwicklungsprojekte ist es entscheidend, die modernsten technischen Entwicklungen einsetzen zu können, wie sie der BMW 730d bietet“, so Prof. Dr. Stoffel. „Die Fahrzeugspende durch die BMW Group leistet in unserem Lehrgebiet Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik, speziell auch in unserem Studiengang `Automobil- und Nutzfahrzeugtechnik` einen wichtigen Beitrag zur praxisorientierten Lehre auf dem aktuellsten technologischen Stand“, ist auch Prof. Dr. Sven Roeren, Dekan der Fakultät Maschinenbau, überzeugt. 

Seit vielen Jahren pflege gerade das BMW Werk Landshut einen engen Kontakt zur Hochschule Landshut, dieser solle noch ausgebaut werden, wie Hattler erläutert. „Wir freuen uns, mit dem Fahrzeug die Hochschule bei Forschungsaktivitäten und in der Lehre unterstützen und den Professoren und Studenten modernste Technik zur Verfügung stellen zu können“, betonte Hattler bei der Fahrzeugübergabe. 

Die Spende geht auf eine Anfrage von Prof. Dr. Marcus Jautze (Fakultät Maschinenbau) zurück, seitens BMW hat Herr Franz Kraft organisatorisch maßgeblich unterstützt. Prof. Dr. Marcus Jautze will die Limousine, die auch eine Straßenzulassung hat, als Erprobungsfahrzeug für praxisorientierte Lehre und Forschung in der fakultätsübergreifenden Forschungsgemeinschaft „Nachhaltige Mobilität“ einsetzen. Beispielsweise soll die Funktionsweise von Fahrwerksregelsystemen, die Anwendung von Messtechnik sowie die Arbeit mit Rapid-Control-Prototyping-Systemen den Studierenden verdeutlicht werden. Speziell im Bereich von energieeffizienten vertikaldynamischen Fahrwerksregelsystemen wie z.B. der Dynamischen Dämpfer Control will  Prof. Dr. Jautze Forschungs- und Entwicklungsarbeit betreiben; in diesem Bereich war er vor seinem Wechsel an die Hochschule Landshut als Projektleiter bei der BMW Group beschäftigt.


30. Januar 2013

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14. Januar 2013

Neuer BMW-Standortleiter - intensive Zusammenarbeit bekräftigt

Bei einem Treffen im am vergangenen Freitag lernten sich der neue Leiter des BMW Werks Landshut, Ralf Hattler, und Hochschulpräsident Professor Dr.... Beitrag lesen