Exkursionsbericht: Studenten zu Gast bei der ESTA Capacitors Division in Landshut

Die ESTA Capacitors Division in Landshut, marktführender Hersteller von Leistungskondensatoren, bot den Studierenden des Studiengangs Energiewirtschaft und -technik und ihrem Professor Dr. Stefan-Alexander Arlt am 9. Juli 2013 interessante Einblick in die komplette Fertigung und das Design einer breiten Palette von Leistungskondensatoren.

Den Grundstein für die ESTA Capacitors Division legte bereits im Jahr 1925 Ernst Roederstein mit der Gründung der Stammfirma in Berlin. Im Firmennamen ESTA brachte Ernst Roederstein nicht nur den Anfangsbuchstaben seines Vornamens, sondern mit dem Buchstabenkürzel STA, gleichbedeutend mit Starkstrom, auch den Firmenzweck unter. Im Jahr 1950 errichtete sein Sohn, Dr. H. G. Roederstein, dann die Division der ESTA-Starkstromkondensatoren in Landshut. Seit 1993 gehört die ESTA, früher ein Geschäftsbereich für Spezialprodukte der Roedersteingruppe, zu Vishay.

Heute ist Vishay ESTA ein marktführender Hersteller von Leistungskondensatoren mit insgesamt etwa 700 Mitarbeitern an Fertigungsstandorten in der Tschechischen Republik und in Indien. Die Fäden von Vishay ESTA laufen in Landshut zusammen, wo im Kompetenzzentrum 80 Mitarbeiter vor allem in Entwicklung, Einkauf und Vertrieb tätig sind. Sämtliche zu fertigende Kondensatoren werden in Landshut entwickelt und dort sowohl elektrisch als auch mechanisch designt. Eingesetzt werden diese Komponenten vorzugsweise im Bereich der erneuerbaren Energien, in Windenregieanlagen und in Solarumrichtern.  

Für die Anbindung von Offshore-Windparks an das Festland benötigt man in den sogenannten HVDC-Übertragungen große Mengen von DC-Link Kondensatoren. Um der wachsenden Nachfrage gerecht zu werden, baut Vishay ESTA die Fertigungskapazität in den Standorten Blatna/CZ und Loni/Indien derzeit erheblich aus. Auch das im November 2011 fertiggestellte neue Werk in Loni hat die Produktion von DC-Link Kondensatoren aufgenommen.  

Nach mehreren intensiven Stunden des Informationsaustausches im Kompetenzzentrum und den Testlabors der ESTA Capacitors Division konnten die Studierenden mit dem guten Gefühl nach Hause gehen, dass es hier viele spannende Themenfelder und konkrete Anknüpfungspunkte für eine weiterhin intensive Zusammenarbeit zwischen der Hochschule Landshut, den Studenten und der ESTA Capacitors Division gibt.

Autor: Prof. Stefan-Alexander Arlt