Betreuung von Kindern

Die Hochschule unterstützt Eltern bei der Betreuung Ihrer Kinder. Wenden Sie sich an die Kinderbetreuung der Hochschule und Sie erhalten Informationen über die Betreuung während des Semesters oder für schulpflichtige Kinder während der Ferien. Informationen über weitere Angebote können Sie auch dem Flyer entnehmen. Informationen finden Sie auch in der Infobroschüre des Studentenwerkes Niederbayern/Oberpfalz oder auf den Internetseiten des Studentenwerkes Niederbayern/Oberpfalz

Kinder an der Hochschule

Kinderbetreuung

Die Hochschule verfügt seit Ende 2015 über die neue Kinderbetreuungstätte CampusNest an der Bürgermeister Zeiler-Straße 6.

Sollten Sie eine Notfallbetreuung benötigen, können Sie sich an das regionale Bündnis für Familie wenden. Dort werden Ihnen geschulte Betreuungspersonen vermittelt, die auch zu Ihnen nach Hause kommen. Nähere Informationen und Ansprechpartner finden Sie auf diesem Flyer.

Studium, Schwangerschaft und Kinderbetreuung

Sozialversicherung und Finanzielles

1. Sozialversicherung während eines Teilzeitstudiums:

Ob Sie während eines Teilzeitstudiums den Bestimmungen über die Versicherungsfreiheit von Studierenden unterliegen, hängt davon ab, ob Ihre Arbeitskraft überwiegend durch das Studium in Anspruch genommen wird. Nähere Informationen erhalten Sie bei Ihrer Krankenkasse.

2. Studentenwerksbeitrag:

Während einer Beurlaubung behalten Sie den Studierendenstatus. Daher müssen Sie den Studentenwerksbeitrag weiter zahlen.

3. BAföG

Grundsätzlich haben Sie nur solange einen Anspruch auf Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) als die Ausbildung die volle Arbeitskraft in Anspruch nimmt. Ist ein Studium aber formal (d.h. in der Studienordnung) direkt als Studium mit Teilzeitstruktur ausgewiesen, bedeutet dies, dass nicht die volle Arbeitskraft für das Studium aufgewendet wird. Ein Anspruch auf BAföG besteht dann nicht.

Anders ist es beim rein faktischen Teilzeitstudium. Wenn es durch die Betreuung eines Kindes zu einer zeitlich verschobenen Ausbildungszeit kommt, bleibt die Förderungsfähigkeit nach dem BAföG grundsätzlich erhalten. Das BAföG trägt hier der zeitlichen Belastung durch Schwangerschaft und Kindererziehung Rechnung. Für eine "angemessene Zeit" kann eine Förderung über die Förderungshöchstdauer hinaus gewährt werden. Dabei müssen aber Mutterschutz und/ oder Elterzeit/ Kindererziehung ursächlich für die Studienzeitverlängerung sein.

Bei Fragen zur BAföG–Förderung erhalten Sie nähere Informationen bei der BAföG-Beratungsstelle. An der Hochschule Landshut erreichen Sie diese unter Tel. +49 (0)871 - 506 122 (Raum SH 109). Auch das Studentenwerk Regensburg steht Ihnen unter Tel. +49(0)941 - 9432204 mit Informationen zur Verfügung, weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage.

4. Verschiedenes

Die Auswirkungen die eine Beurlaubung/ein Teilzeitstudiums z.B. auf Kindergeld oder Steuerpflicht haben können, klären Sie bitte direkt mit der jeweils zuständigen Stelle.

Wenn der Grund für die Beurlaubung/ das Teilzeitstudium wegfällt (z.B. wenn wegen einer Trennung ein Kind nicht mehr betreut wird) müssen Sie dies der Hochschule Landshut und allen betroffenen Stellen unverzüglich mitteilen um eventuelle rechtliche Konsequenzen wie Rückforderungsansprüche zu vermeiden.

Beurlaubung

1. Urlaubssemester

Schwangere Studentinnen sowie Studierende mit Kind können sich auf Antrag vom Studium beurlauben lassen. Die Besonderheit hierbei ist, dass Sie während der Beurlaubung wegen Mutterschutz bzw. Elternzeit –im Gegensatz zur Beurlaubung aus anderen Gründen– an Lehrveranstaltungen teilnehmen und Prüfungsleistungen erbringen können.

Die Zeit der Beurlaubung wegen Mutterschaft und Elternzeit wird nicht auf die Zeit der Beurlaubung aus anderen Gründen angerechnet. Sie können somit zusätzlich bis zu zwei Semestern aus anderen Gründen beurlaubt werden; allerdings können und müssen Sie in diesem Fall  Wiederholungsprüfungen ablegen. Wenn Sie die Frist nicht einhalten, gilt die betreffende Wiederholung als nicht bestanden.

2. Beurlaubung wegen Mutterschutz

Schwangere Studentinnen können für die Dauer des Mutterschutzes (6 Wochen vor und 8 Wochen nach der Geburt) eine Beurlaubung beantragen, wenn diese den überwiegenden Teil der Vorlesungszeit einnimmt.

3. Beurlaubung wegen Elternzeit

Studierende mit Kind/ern können für die Dauer der gesetzlichen Elternzeit bis maximal zur Vollendung des dritten Lebensjahres des Kindes eine Beurlaubung beantragen, d. h. maximal sechs Semester. Zwei Semester der Elternzeit können auch "aufgehoben" und zu einem späteren Zeitpunkt - bis zum achten Geburtstag des Kindes - genommen werden.

Beide Elternteile (ausgenommen Nicht-EU-Ausländer und Ausländerinnen mit begrenzter Aufenthaltsbewilligung) können auch gleichzeitig die Elternzeit in Anspruch nehmen.

Bei Nicht-EU-Ausländern und Ausländerinnen mit begrenzter Aufenthaltsbewilligung gilt: die Beurlaubung ist in der Regel auf die Kindsmutter beschränkt. Die Ausländerbehörde berücksichtigt hier ein Jahr der Geburt und Stillzeit als "unverschuldete" Verzögerung, die nicht in die sog. "angemessene Ausbildungsdauer" einfließt.

4. Beantragung der Beurlaubung

Die Beurlaubung ist im zuständigen Studierenden-Service-Zentrum unter Vorlage von Mutterpass oder Geburtsurkunde des Kindes zu beantragen. Eine Beurlaubung erfolgt in der Regel jeweils nur für ein Semester, dann müssen Sie einen neuen Antrag stellen. Ab dem zweiten Antrag reicht es aber aus, wenn Sie erklären, dass keine Änderung im Vergleich zum ersten Antrag eingetreten ist; Sie müssen dann nicht nochmals die Geburtsurkunde des Kindes vorlegen. Im Falle von Elternzeit kann die Beurlaubung regelmäßig bis zu dem Semester ausgesprochen werden, in dem Ihr Kind das dritte Lebensjahr vollendet.

Der Antrag ist grundsätzlich im Rückmeldezeitraum für das Folgesemester zu stellen. Spätestens muss der Antrag für das Wintersemester bis zum 31. Oktober, für das Sommersemester bis zum 14. April - Ausschlussfristen - gestellt werden. Eine Beurlaubung im ersten Semester ist nicht möglich.

Im Downloadbereich des Studierenden-Service-Zentrums finden Sie die entsprechenden Anträge.

Prüfungen

Schwangerschaft und die Inanspruchnahme von Schutzfristen/Erziehungszeit dürfen prüfungsrechtlich nicht zu einer Ungleichbehandlung gegenüber den übrigen Studierenden führen. Das heißt, dass für Schwangere und Eltern weder Prüfungstermine verlegt, Ersatzprüfungen angeboten oder andere Prüfungsorte zugelassen werden dürfen.

Die von der Rahmenprüfungsordnung und der Studien- und Prüfungsordnung vorgegebenen Fristen für das Ablegen von Prüfungen werden bei Mutterschutz und Elternzeit von Amts wegen verlängert.

Die nach der Rahmenprüfungsordnung festgelegten Fristen zur Wiederholung nicht bestandener Prüfungen laufen bei einer Beurlaubung wegen Mutterschutz oder Elternzeit grundsätzlich nicht weiter.