Praktikum

Das praktische Studiensemester ist obligatorischer Bestandteil aller Bachelor-Studiengänge an der Fakultät Soziale Arbeit und wird von den Studierenden in der Regel - je nach Studiengang - im vierten (BA Soziale Arbeit in der Kinder- und Jugendhilfe) bzw. fünften (BA Soziale Arbeit) Fachsemester über einen Zeitraum von mindestens 22 Wochen in Form eines Vollzeitpraktikums absolviert.

Das Praktikum findet außerhalb der Hochschule Landshut in einer Einrichtung Sozialer Arbeit statt. Durch die praktische Tätigkeit in einem exemplarischen Arbeitsfeld der Sozialen Arbeit sollen die Studierenden an die selbstständige professionelle Tätigkeit nach dem Studienabschluss herangeführt werden. Der Praxiseinsatz wird durch eine praxisbegleitende Kleingruppe und ein Fachseminar an der Hochschule ergänzt.

Darüber hinaus werden die Studierenden vor, während und nach dem Praktikum durch die Praxisbeauftragten der Fakultät Soziale Arbeit bei Fragen und Anliegen rund um das Thema Praxis(-semester) unterstützt und begleitet. Die Praxisbeauftragten verstehen sich zudem als Ansprechpartnerinnen für die AnleiterInnen der Praxisstellen und arbeiten daher an der Schnittstelle zwischen Hochschule, Praxis und Lehre.

Manuela Ziegler, Sozialpädagogin (M.A.) 
Praxisbeauftragte (A-M), Leitung Praxisreferat
RAUM: D0 44
TEL: +49 (0)871 - 506 450
E-MAIL: manuela.ziegler(at)haw-landshut.de

Johanna Ackermann, Dipl. Sozialpädagogin (FH)
Praxisbeauftragte (N-Z)
RAUM: D0 44
Tel: +49 (0)871 - 506 452
E-MAIL: johanna.ackermann(at)haw-landshut.de

Rechtliche Grundlagen, Zulassungsvoraussetzungen für das Praktikum und Staatliche Anerkennung

Rechtliche Grundlagen für das praktische Studiensemester

Ein praktisches Studiensemester ist ein in das Studium integrierter, von der Hochschule geregelter, inhaltlich bestimmter, betreuter und mit Lehrveranstaltungen begeleiteter Ausbildungsabschnitt, der in der Regel in einem Betrieb oder einer Einrichtung der Berufspraxis außerhalb der Hochschule im nationalen und internationalen Bereich abgeleistet wird und bereits deutlich einer berufsbezogenen Tätigkeit gewidmet ist.

Die Studierenden bleiben während des praktischen Studiensemesters Mitglieder der Hochschule mit allen sich daraus ergebenden Rechten und Pflichten.

Für das Praktikum gelten die durch das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst sowie durch die Hochschule erlassenen Bestimmungen in ihrer jeweiligen Fassung. Dies sind insbesonderee:

  • die Rahmenprüfungsordnung für die Fachhochschulen in Bayern (RaPO) in ihrer jeweiligen Fassung,
  • die Allgemeine Prüfungsordnung der Hochschule Landshut (APO) in ihrer jeweiligen Fassung,
  • die Bestimmungen zum Vollzug der praktischen Studiensemester an den stattlichen Fachhochschulen in Bayern vom 20. August 2007,
  • die von der Hochschule Landshut erlassene Studien- und Prüfungsordnung für den jeweiligen Studiengang und der von der Fakultät Soziale Arbeit erlassene Ausbildungsplan.

Zulassungsvoraussetzungen für das Praktikum

Der Eintritt in das praktische Studiensemester setzt laut der Studien- und Prüfungsordnung des entsprechenden Studiengangs den Erwerb einer Mindestanzahl von ECTS-Punkten voraus.

Bachelorstudiengang Soziale Arbeit: 102 ECTS (§6 Abs.1 Satz1)

Bachelorstudiengang Soziale Arbeit in der Kinder- und Jugendhilfe: 77 ECTS (§6 Abs.1 Satz1)

Staatliche Annerkennung

Die staatliche Anerkennung ist eine Bestätigung, dass die fachliche Eignung für eine hoheitliche Tätigkeit als Fachkraft in der sozialen Arbeit im Sinne der jeweiligen Sozialgestzbücher gegeben ist.

Als Sozialpädagogin oder Sozialpädagoge ist staatlich anerkannt, wer ausreichende Fach-, Rechts- und Verwaltungskenntnisse für eine Tätigkeit als Sozialpädagogin und Sozialpädagoge besitzt und in der Lage ist, seine theoretischen, rechtlichen und methodischen Kenntnisse in der praktischen Arbeit anzuwenden.

Die erfolgreiche Absolviereung des praktischen Studiensemesters nach den vorgegebenen Kriterien in den Bachelorstudiengängen der Fakultät Soziale Arbeit ist daher u.a. notwendige Voraussetzung um die staatliche Anerkennung kraft Studienabschluss zu erhalten.

Weitere Informationen zur gesetzlichen Grundlage der staatlichen Anerkennung erhalten Sie hier.

Organisatorische Informationen für das Praktikum

Vor dem Praktikum

Die Suche nach einer passenden Praktikumsstelle obliegt grundsätzlich dem/der Studierenden selbst. Die gewünschte Praktikumsstelle muss den Qualitätsstandards für das Praktikum der Fakultät Soziale Arbeit entsprechen. Die Praxisbeauftragte berät und unterstützt jeodch bei der Suche nach einer entsprechenden Praktikumsstelle.

Das praktische Studiensemester beträgt mindestens 22 Wochen und kann frühestens zu folgenden Zeiten begonnen werden:

  • zum Sommersemester: 01. März
  • zum Wintersemester: 01. September (der Monat August ist grundsätzlich frei zu halten)

Erforderliche Unterlagen

Der Praktikumsvertrag muss vollständig ausgefüllt und in 3-facher Ausfertigung (mit Originalunterschriften) zur Prüfung und Genehmigung bei der Praxisbeauftragten abgegeben werden.

  • bis spätestens 10. Dezember (Praktikum zum Sommersemester)
  • bis spätestens 10. Juni (Praktikum zum Wintersemester)

Weitere Hinweise zum Ausfüllen des Praktikumsvertrages finden Sie hier. Bitte speichern Sie sich den Vertrag lokal ab, füllen Sie den Vertrag am Computer aus und drucken Sie ihn anschließend. Verwenden Sie hierfür den Adobe Acrobat Reader.

Während dem Praktikum

Innerhalb der ersten vier Wochen soll der individuelle Ausbildungsplan von dem/der AnleiterIn und dem/der PraktikantIn gemeinsam erstellt und der Hochschule (Kleingruppenleitung) vorgelegt werden. Es werden darin konkrete Aufgabenstellungen, Lerninhalte und Lernziele aufgeführt, die durch das Praktikum erreicht werden sollen. Der Ausbildungsplan bildet die Grundlage für die inhaltliche und methodische Gestaltung des Ausbildungsrahmens.
Arbeitshilfe Ausbildungsplan

Das praktische Studiensemester wird inhaltlich von der Hochschule mit zwei Veranstaltungen begleitet, welche die Studierenden besuchen müssen:

  • Praxisbegleitende Kleingruppe
  • Praxisbegleitendes Seminar

Nach dem Praktikum

Am Ende des Praktikums erstellt die Praxisstelle eine Beurteilung über den Verlauf des praktischen Studiensemesters. 
Das fakultätseigene Bescheinigungsformular (im Original) und die qualifizierte Beurteilung der Praxisstelle (in Kopie) sind bei der Praxisbeauftragten abzugeben.

  • bis spätestens 31. März (Praktikum im Wintersemester)
  • bis spätestens 15. Oktober (Praktikum im Sommersemester)

Für ein erfolgreiches Studiensemester müssen am Ende des Praktikums folgende Bescheinigungen vorliegen:

  • Bescheinigung und Beurteilung der Praktikumsstelle über die erfolgreiche Ableistung eines 22-wöchigen Praktikums (persönliche Abgabe bei der zuständigen Praxisbeauftragten durch die/den Studierenden!)
  • Bescheinigung über die erfolgreiche Teilnahme an der praxisbegleitenden Kleingruppe
  • entsprechender Leistungsnachweis aus dem praxisbegleitenden Seminar

Informationen für Studierende im Praktikum

Während Ihres 22-wöchigen Praktikums in einer Praxisstelle außerhalb der Hochschule werden Sie weiterhin im Rahmen von zwei praxisbegleitenden Lehrveranstaltungen von Seiten der Hochschule fachlich begleitet.

  • Praxisbegleitende Kleingruppe (2 SWS)
  • Praxisbegleitendes Seminar (2 SWS)

Genauere Erläuterungen zu den einzelnen Lehrveranstaltungen finden Sie hier.

Arbeitshilfe zur Erstellung der Praktikumsberichte

Informationen für Praxisstellen und AnleiterInnen

Funktionen der Anleitung

Lehrende Funktion

Diese besteht aus Wissens- und Informtaionsvermittlung sowie Umsetzungshilfe in konkreten Praxissituationen.

Beratende Funktion

Sie besteht in der systematischen Anregung, berufliches Handeln zu reflektieren.

Administrative Funktion

Sie besteht in der Einordnung der sozialpädagogischen Ziele und Handlungen in organisatorische und rechtliche Zusammenhänge.

Beurteilende Funktion

Sie besteht in der Aufgabe, den Lernprozess des/der PratkikantIn zu beschreiben, zu gewichten und im Hinblick auf die Ziele des jeweiligen Praktikums zu bewerten.

Aufgaben der Anleitung während des praktischen Studiensemesters

Erstellung eines Ausbildungsplans gemeinsam mit dem/der Studierenden

Der individuelle Ausbildungsplan soll gemeinsam mit den Praktikant/innen in den ersten vier Wochen erstellt werden und der Hochschule Landshut (Gruppenleitung praxisbegleitende Kleingruppe) vorgelegt werden. Innerhalb des Ausbildungsplans werden konkrete Aufgabenstellungen, Lernziele und Lerninhalte aufgeführt, die durch das Praktikum erreicht werden sollen. Dieser Ausbildungsplan bildet die Grundlage für die inhaltliche und methodische Gestaltung des Ausbildungsrahmens.
Arbeitshilfe Ausbildungsplan

Durchfürhung eines abschließenden Auswertungsgesprächs und Beurteilung der Leistungen am Ende des praktischen Studiensemesters

Der Abschied und die Auswertung sind wichtige Themen am Ende des praktischen Studiensemesters. Bitte planen Sie daher genügend Zeit ein für das abschließende Auswertungsgespräch durchzuführen.
Zentrales Element dieses letzten Anleitungsgespräches ist eine umfangreiche Auswertung des gesamten praktischen Studiensemesters hinsichtlich der erreichten Lernziele und fachlichen Kompetenzen. Grundlage hierfür ist auch der Ausbildungsplan.Reflektieren Sie bitte gemeinsamden inhaltlichen und methodischen Verlauf des Praktikums und teilen sie dem/der Praktikant/in differenziert mit, wie Sie den Lernprozess einschätzen und die erreichte Fachlichkeit beurteilen.
Das Auswertungsgespräch soll die Praktikant/innen in seinem/ihrem weiteren beruflichenWerdegang fördern. Deshalb sollen nicht nur vorhandene Stärken, sondern in konstruktiver Form auch Schwächen benannt werden, damit an deren Behebung zielgerichtet im weiteren Studienverlauf gearbeitet werden kann.Je differenzierter und konkreter die Rückmeldung durch die Praxisanleitung ist, desto mehr Möglichkeiten habendie Studierenden dann, sich in persönlicher und fachlicher Hinsicht fortzuentwickeln.
Arbeitshilfe Auswertungsgespräch

Am Ende des Praktikums muss von der Anleitung die Leistung des/der Studierenden schriftlich beurteilt werden. Dies erfolgt zum Einen durch das faktultätseigene Bescheinigungsformular und zum Anderen durch die Erstellung einer qualifizierten Beurteilung über die Tätigkeiten während des Praktikums. 
Arbeitshilfe qualifizierte Praktikumsbeurteilung

Informationen zum Auslandspraktikum

Angesichts eines zusammenwachsenden Europas und einer Internationalisierung der Sozialen Arbeit sind auf dem Arbeitsmarkt immer häufiger Absolventinnen und Absolventen gefragt, die nicht nur über ein qualifizierendes Hochschulstudium verfügen, sondern außerdem über ein hohes Maß an interkulturellen Kompetenzen. Ein Verständnis für die Arbeits- und Lebensweise fremder Kulturkreise, sowie fundierte Fremdsprachenkenntnisse sind heutzutage in der Sozialen Arbeit von großer Bedeutung und für ein professionelles, interkulturelles Arbeiten nicht mehr wegzudenken.

Vor diesem Hintergrund unterstützt die Fakultät Soziale Arbeit Studierende explizit darin, ein Studium oder ein Praktikum im Ausland aufzunehmen und somit die eigenen Berufschancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen.

Um ein praktisches Studiensemester oder ein Studium im Ausland zu absolvieren, ist eine frühzeitige und konkrete Planung und Organisation erforderlich. Unterstützt werden die Studierenden dabei vom Auslandsbeauftragten  (Studium), bzw. die Praxisbeauftragten (Praktikum), die auch während und nach dem Auslandsaufenthalt Ansprechpartner sind. Gerade das praktische Studiensemester ist der Zeitpunkt im Bachelorstudium, indem Ihnen ein umfassender Einblick in die Praxis Sozialer Arbeit gewährt wird. Daher sollten Sie sich zielgerichtet fragen, ob und wie sich ein Auslandsaufenthalt auch mit beruflichen Zukunftsperspektiven verbinden lässt. Anregungen für hilfreiche Fragestellungen in diesem Zusammenhang finden Sie hier.

Organisation des Auslandspraktikums

Wenn Sie fest entschlossen sind, Ihr praktisches Studiensemester in einer sozialen Einrichtung im Ausland abzuleisten, beginnt die konkrete Organisation bereits mindestens ein Jahr im Voraus in Zusammenarbeit mit der Praxisbeauftragten. Nähere Informationen zum konkreten Ablauf finden Sie hier.

Voraussetzungen zur Ableistung eines Auslandspraktikums

1. Abgabe eines Motivationsschreibens: Das Verfassen eines Motivationsschreibens ist für zukünftige AuslandspraktikantInnen verpflichtend und dient dazu, persönliche Erwartungen und Vorstellungen an das geplante Auslandspraktikum zu konkretisieren.

Fragestellungen für das Motivationsschreiben

  1. Welche Vorteile hat ein praktisches Studiensemester in einer Einrichtung der Sozialen Arbeit im Ausland, gegenüber einem Praktikum im Inland?
  2. In welchem konkreten Handlungsfeld der Sozialen Arbeit möchte ich mein Praktikum  machen und was möchte ich im Hinblick auf die Soziale Arbeit lernen?
  3. Wie kann ich das Auslandspraktikum in meinen weiteren Studienverlauf sowie in meinen späteren beruflichen Werdegang integrieren?
  4. Welche persönlichen Kompetenzen und Lernerfahrungen erwarte ich mir von meinem Auslandsaufenthalt?
  5. Was sind meine nächsten Schritte zur Vorbereitung meines Auslandsaufenthaltes?

 

Formalien: Umfang ca. 5 Textseiten, Zeilenabstand: 1,5, Schriftart/-größe: Arial 11

Abgabetermin für ein Auslandspraktikum

  • im Wintersemester 2019/2020:              09.12.2018
  • im Sommersemester 2020:                   24.06.2019

2. Nachweis der Sprachkompetenz (nähere Informationen finden Sie hier)

3. Teilnahme am Interkulturellen Training (nähere Informationen finden Sie hier)

Stellensuche

Folgende Varianten der Stellensuche sind möglich:

  • Eigenrecherche im Internet nach konkreten Arbeitsfeldern (z.B. "Kinderheime in...")
  • Online-Praxisstellenportal der Fakultät Soziale Arbeit (über Fakultätshomepage)
  • Homepage des International Office der Hochschule Landshut
  • Nachfrage bei Kirchengemeinden bzw. bei kirchlichen Organisationen
  • Vermittlungsagenturen (Vorsicht: evtl. hohe Gebühren!!)
  • Informationen über bereits bekannte Praktikumsstellen bei der Praxisbeauftragten einholen

Das Praxisamt ist bei der Suche nach einem geeigneten Praktikumsplatz im Ausland behilflich, kann jedoch keinen Praktikumsplatz vermitteln.

Genehmigungsverfahren

Um die Voraussetzungen für eine genehmigungsfähige Praxisstelle abzuklären, ist eine frühzeitige Kontaktaufnahme mit der betreffenden Einrichtung bzw. Organisation notwendig. Grundsätzlich unterliegt eine Praktikumsstelle im Ausland den gleichen Voraussetzungen und Qualitätsstandards wie im Inland und werden von der Praxisbeauftragten entsprechend geprüft.

Der Praktikumsvertrag muss spätestens bis 10.06. (WS) bzw. 10.12. (SS) bei der Praxisbeauftragten zur Genehmigung vorgelegt werden.

Deutschsprachiges Ausland

  • Praktikumsvertrag in deutscher Sprache
  • Nachweis Interkulturelles Training

Nicht-deutschsprachiges Ausland

  • Praktikumsvertrag in englischer Sprache (erhältlich über die Praxisbeauftragte)
  • Trägerbeschreibung in englischer Sprache (erhältlich über die Praxisbeauftragte)
  • Sprachnachweis
  • Nachweis Interkulturelles Training