Erster Erfolg des Mobilitätsforums

Hochschule Landshut verschiebt Vorlesungsbeginn – Stadtwerke erweitern Anbindung an ÖPNV

Hochschule, Stadt und Stadtwerke Landshut bringen erste Maßnahmen zur Entlastung der Verkehrssituation auf den Weg. Im kommenden Wintersemester beginnen an der Hochschule Landshut die Vorlesungen 45 Minuten später. Die Stadtwerke Landshut nehmen zusätzliche Linien im Fahrplan auf, damit die Hochschule in ihren Hauptbedarfszeiten noch besser an den ÖPNV angebunden ist. „Wir erhoffen uns dadurch eine bessere Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs und eine deutliche Entlastung der Zufahrtsstraßen“, erklärt Hochschulpräsident Prof. Dr. Karl Stoffel. Er gehe davon aus, dass auch die zugesagten zusätzlichen Parkplätze geschaffen werden.

Damit kann sich Oberbürgermeister Hans Rampf über einen beachtlichen Erfolg des von ihm initiierten Mobilitätsforums freuen. „Das gelingt, weil alle an einem Strang ziehen“, lobt Rampf die Zusammenarbeit des Mobilitätsforums. Die zeitliche Überlagerung des Vorlesungsbetriebs der Hochschule mit den Verkehrsspitzen hielten die Mitglieder des Mobilitätsforums als eines von mehreren Verkehrsproblemen fest. Zugleich bestand der Wunsch, die Landshuter Hochschule noch besser an den ÖPNV anzubinden.

Die Verschiebung der Vorlesungszeiten bietet die Chance, mehrere Probleme auf einmal zu verringern: Die Verkehrsspitzen – vor allem auf der Konrad-Adenauer-Straße und am Kaserneneck – werden entzerrt, die zusätzlichen Buslinien, die die Hochschule vom Hauptbahnhof über verschiedene Streckenführungen entlang der Studentenwohnheime anbinden, sind optimal auf die Ankunftszeiten der Bahnlinien aus Passau, Regensburg, Mühldorf und München/Freising abgestimmt. Dadurch gehen die Beteiligten von einer hohen Akzeptanz für das Angebot aus.

Produktive Zusammenarbeit

Zum Wintersemester 2015/16 verschiebt die Hochschule probeweise für ein Jahr den Beginn der Vorlesungszeit von 8.00 Uhr auf 8.45 Uhr. Die nachfolgenden Blöcke verschieben sich ebenfalls. Auch das Mittagsangebot der Mensa wird entsprechend angepasst werden müssen. „Uns ist bewusst, dass sich durch die Verschiebung über 5.000 Studierende und viele Hochschulangehörige umstellen müssen“, sagt Prof. Stoffel. Dieses Vorhaben resultiert aus einer Befragung aller Hochschulangehörigen vor rund einem halben Jahr und der Zusammenarbeit im Landshuter Mobilitätsforum.

„Dadurch, dass die Hochschule die Vorlesungszeiten um 45 Minuten verlagert, können die Stadtwerke eine verbesserte Anbindung anbieten, da die Busse nach dem Schulbusverkehr weitere Linien bedienen können“, erklärt Werkleiter Armin Bardelle. Wäre das nicht der Fall gewesen, hätten die Stadtwerke für die zusätzlichen Linien in weitere Busse investieren und zusätzliches Fahrpersonal akquirieren müssen. „Mit dieser Lösung ist allen geholfen, die Kosten sind vertretbar und wir können die Kapazitäten relativ leicht an einen höheren Fahrgastbedarf anpassen“, sagt Armin Bardelle.

Von Stadtseite hat Oberbürgermeister Hans Rampf zudem ausdrücklich seine Bereitschaft erklärt, zusätzliche Parkplätze in Campusnähe zur Verfügung zu stellen. Dazu werden derzeit Gespräche zwischen der Stadt und einem Grundstückseigentümer aus der Nachbarschaft geführt. „Diese ersten Maßnahmen zeigen die hervorragende Zusammenarbeit des Mobilitätsforums“, lobte Rampf die Initiative.

Das Mobilitätsforum

Der anhaltende Wachstumstrend in der Stadt Landshut hat viele positive Auswirkungen auf die Stadt, bringt aber auch diverse Herausforderungen mit sich, zum Beispiel die steigende Verkehrslast. Um den Bürgern eine attraktive und auch nachhaltige Mobilität zu ermöglichen, initiierte Oberbürgermeister Hans Rampf das Mobilitätsforum. Vertreter aus Verwaltung, Politik und Fachverbänden erarbeiten laufend gemeinsame Ziele und Maßnahmen für ein Verkehrssystem, das die Stärken aller Verkehrsarten fördert und an dem sich die weitere Verkehrsplanung orientiert.