Erste erfolgreiche studentische Gründer gewürdigt

Gesellschafterversammlung Campus Company

Nicht einfach nur Ideen finden, sondern auch in die Tat umsetzen und dadurch Erfahrungen sammeln. Unter dieser Devise verlief am 17. Juni die erste Gesellschafterversammlung der Campus Company Landshut UG (CCL) am Campus der Hochschule Landshut, mit einem anschließenden Abend rund um den Eintritt in das Unternehmertum. Das Studierende-Team der CCL zog ein Fazit über die vergangenen drei Semester. Gleichzeitig wurde das Amt des Geschäftsführers an den neuen Jahrgang übergeben.

Die CCL entstand nach finnischem Vorbild im Sommersemester 2014 im Rahmen des Kurses „Unternehmerische Kompetenzen“ der Fakultät Betriebswirtschaft. Dort erfahren die Studierenden wie ein Unternehmen entsteht, wie es organisiert wird und wie die einzelnen Themengebiete aus der Betriebswirtschaft zusammenspielen. Die Studierenden bilden ein Team, das im Rahmen einer echten Unternehmensgründung reale Geschäftsideen zur Marktreife bringen und am Markt anbieten soll. Dabei entstanden einige Projekte die sich bereits auf dem Markt bewiesen haben.

Wie in einer Gesellschafterversammlung oft üblich, wurde am Mittwoch auch bei der CCL der Jahresabschluss festgestellt und das Ergebnis auf neue Rechnung vorgetragen. Die Studierenden Daniel Simon und Benjamin Schwiewagner wurden als Geschäftsführer entlastet. Ab sofort fungieren die Kommilitonen Nathalie Horwarth und Marc Büttner als neue Leitung der Unternehmergesellschaft.

Am abendlichen Abschlussevent in der Isarklause galt es dann noch die Erfahrungen in der jungen UG sowohl aus Seite der Studierenden als auch von den Professoren der Hochschule wiederzugeben.

Hochschulpräsident Prof. Dr. Karl Stoffel betonte wie das Thema Existenzgründung schon seit einigen Jahren an der Hochschule einen besonderen Stellenwert eingenommen hat. So bietet das IDEE Gründerzentrum Studierenden immer wieder Schulungen und Veranstaltungen rund um das Thema Gründung an. Der dreisemestrige Kurs „Unternehmerische Kompetenzen“ sei dahingehend auch einzigartig, weil Studierende nicht nur einen Businessplan erstellen, sondern ihn auch in die Tat umsetzen und dabei kostbare Erfahrungen sammeln, selbst wenn ein Projekt scheitert.

Sehr stolz auf dieses Alleinstellungsmerkmal der Hochschule Landshut zeigte sich auch Dekanin der Fakultät Betriebswirtschaft Prof. Dr. Valentina Speidel. Der Kurs Unternehmerische Kompetenzen entstand dabei mithilfe der Professorin Sandra Gronovoer, die das Konzept persönlich an der Partnerhochschule in Finnland erlebt hat und davon die Kollegen und den Fakultätsrat in Landshut überzeugen konnte. Mittlerweile ist der Kurs ein Erfolgsschlager und insbesondere bei den Studierenden beliebt, denn aus diesen Kenntnissen können sie nur profitieren, so die Dekanin.

Als einer der Gastredner gab Helmut Spanner, Geschäftsführer der Otto Spanner GmbH Einblicke und Tipps aus dem Unternehmertum. Der studierte Maschinenbauer übernahm 1994 den Betrieb seiner Eltern, der damals mit 67 Mitarbeitern noch 4,5 Mio. Euro Umsatz im Jahr erzielte. Heute beschäftigt die Spanner Gruppe 400 Mitarbeiter und erreicht einen Jahresumsatz von über 80 Mio. Euro. Bei diesem Wachstum spielte insbesondere das Netzwerk eine große Rolle. Auch die Studierenden sollten nach dem Abschluss unbedingt die Kontakte untereinander pflegen, schließlich wird später mal jeder von ihnen in einer Firma tätig sein. „Fragt die richtigen Leute und hört nicht auf unkonstruktive Kritik“, gab Spanner den Studierenden Mut. Dabei sollte die Freude an der Arbeit nie verloren gehen, doch dazu muss es auch zu einem passen: „Finden Sie Ihren Stil und gründen Sie Ihr Unternehmen“ gab Helmut Spanner zum Schluss den Teams der Campus Company Landshut UG noch auf den Weg.